Stiftung St. Franziskus freut sich über erfolgreiche Petition

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Mehr als 100 Sozialunternehmen, Stiftungen, Einrichtungen, Dienste und Verbände aus der Sozialwirtschaft haben am 4. Mai 2020 die Kampagne „Mehr wert als ein Danke“ auf den Weg gebracht. Initiiert wurde sie durch die Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn. Mit der an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gerichteten Aktion setzen sich die Beteiligten für bessere Arbeitsbedingungen, gerechten Lohn und mehr Wertschätzung für Pflege-, Fach- und Hilfskräfte ein, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Das Ziel der Initiative ist in einem ersten Schritt erreicht, es wurden über 50.000 Unterschriften gesammelt, um damit eine entsprechende Eingabe in den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags zu ermöglichen.

Mehr finanzielle und ideelle Anerkennung für die Arbeit ihrer Mitarbeiter fordern mehr als 100 Träger und Verbände aus der Sozialwirtschaft in der Petition „Mehr wert als ein Danke“. Foto: pmZu Zeiten von Corona erhalten Krankenschwestern, Ärzte, Altenpfleger, Sozialarbeiter, Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen und viele andere Berufsgruppen sehr viel gesellschaftliche Anerkennung. Menschen klatschen für die Hilfe, die Fachkräfte leisten. Pflegeheime und Krankenhäuser erhalten Geld- und Sachspenden. Der Dank ist groß und ehrlich. Die Coronakrise zeigt, die genannten Berufe werden gebraucht. Die Fachkräfte sind für alle diejenigen da, die durch die Corona-Pandemie besonders betroffen und bedroht sind.

In vielen Bereichen unterfinanziert

Nach der Krise wird aber vor der Krise sein. Umso wichtiger ist es, genauer hinzuschauen. Denn die Krise zeigt auch, dass unser Gesundheits-, Pflege- und Sozialsystem in vielen Bereichen unterfinanziert ist und es an ausreichend Arbeits- und Fachkräften mangelt. Über die Konkurse und Schließungen von kleineren Krankenhäusern wurde bereits vor der Corona-Pandemie diskutiert, allerdings ohne eine nennenswerte Kehrtwende in der Politik. Ob das jetzt anders wird? Auch die geringe Bezahlung von Pflegekräften ist schon lange ein Thema in der Politik. Wird die Bezahlung nach der Corona-Pandemie anders sein? Es gilt dem Gesundheits-, Pflege- und Sozialsystem nachhaltig einen angemessenen Wert zukommen zu lassen und es entsprechend zu stärken!

Konkret fordern die Sozialunternehmen in der Kampagne „Mehr wert als ein Danke“ eine an die erforderlichen Rahmenbedingungen angepasste Personalausstattung, damit mehr Zeit für und mit den anvertrauten Menschen bleibt. Zu verbesserten Rahmenbedingungen gehören zudem die deutliche Anhebung des Mindestlohns sowie eine Tarifbindung in der gesamten Sozialwirtschaft, mehr Wettbewerb um gute Ideen und Qualität in der Facharbeit sowie die Stärkung der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Der Wert des Arbeitens für und mit Menschen muss generell in Politik und Gesellschaft nachhaltiger verankert werden, fordern die Unternehmen. Teilhabe, Inklusion, Solidarität und Gesundheit sind im Grundgesetz verankerte und nicht verhandelbare Werte. Deshalb setzen sich die Initiatoren und Unterstützer der Kampagne für eine Kehrtwende in der Politik und im gesellschaftlichen Bewusstsein ein.

Unterschriften sind noch möglich

Info: Die Petition mit mehr als 100 Verbänden und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft ist unter www.mehr-wert-als-ein-danke.de seit Montag, 4. Mai und noch bis Freitag, 17. Juli, online gestellt. Jede Person kann die darin aufgeführten Anliegen mit seiner Unterschrift unterstützen und die Petition per E-Mail, Twitter, Facebook und WhatsApp weiterverbreiten. Unternehmen und Verbände aus der Sozialwirtschaft können sich darüber hinaus an der Petition beteiligen.

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