Unter anderem wegen der Bauarbeiten entlang der Landenberger Straße benötigt die Stadtverwaltung mehr Geld für die Straßensanierung. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Weil etliche unvorhergesehene Straßenbaumaßnahmen in diesem Jahr zu bezahlen sind, soll der Gemeinderat eine knappe viertel Million Euro im Haushalt umschichten. Das geht aus einer Vorlage für den Ortschaftsrat in Tennenbronn und den Schramberger Gemeinderat hervor.

Ursprünglich waren  656.000 Euro  für die Straßenunterhaltung vorgesehen. Nun schätzt Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember, dass er etwa 240.000 Euro mehr in diesem Jahr ausgeben muss. Baumaßnahmen der Stadtwerke, der EnBW und der Telekom hätten dazu geführt, dass etwa in der Schillerstraße und in der Landenberger Straße im Tal Mehrkosten fällig werden. Nach starken Regenfällen war zudem an der Auffahrt zum Raustein ein Hang abgerutscht. Auf dem Sulgen musste die Stadt die Obere Gasse dringend richten.

In Tennenbronn muss die Stadt 38.000 Euro mehr für einen Gehweg an der L 175 bezahlen als geplant. Dort hatte die Telekom Glasfaserkabel verlegt. Aufgrund des sehr schlechten Zustandes des Gehweges sei es nicht möglich gewesen nur den Streifen, den die Telekom benötigt, wieder instand zu setzen, heißt es in der Vorlage. „Während des Baus stellte sich heraus, dass der Unterbau völlig ungenügend ist.“ Sowohl die Telekom als auch die Stadt mussten deshalb erheblich mehr Geld für den Gehweg ausgeben.

Im April freuten sich Vertreter der Stadt, des Landkreises, des Ortschaftsrates und der Telekom über den Ausbau des “Schnellen Internets” in Tennenbronn. Doch jetzt kommt eine Zusatzrechnung für eine Gehwegserneuerung entlang der Landstraße. Archiv-Foto: him

Der Weg Trombach in Tennenbronn  wurde auf einer Länge von 180 Metern zusätzlich saniert, „um einen sinnvollen Abschluss zu erhalten“, wie Dezember schreibt. Außerdem muss die Stadt teerhaltiges Material entsorgen lassen.

Uferumgestaltung am Lauterbach später

Im vergangenen Jahr hatte eine Furtwanger Baufirma eine Reihe von Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr abgewickelt. Die damals eingesparten Kosten von etwa 100.000 Euro fallen nun in diesem Jahr zusätzlich an. Dezember schlägt vor, die Uferumgestaltung am Lauterbach und den Abriss eines Gewächshauses und Wohnhauses auf dem Sulgen zu verschieben. Mit den nicht verwendeten 240.000 Euro wären die zusätzlichen Straßensanierungsarbeiten zu finanzieren.

Das Parkdeck beim Medzentrum an der Tössstraße kommt später.
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Beide Maßnahmen würden erst im kommenden Jahr umgesetzt, so Klaus Dezember auf Nachfrage der NRWZ. Das Parkdeck für das Medzentrum werde 2018 erst gebaut. Erst dann könne – und müsse – das Lauterbachufer umgestaltet werden. Den Pachtvertrag für die Gärtnerei im Gewann Mahdenwald habe die Stadt bis Mitte 2018 verlängert.