NRWZ.de, 4. Dezember 2021, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

 Subiaco-Kino macht schwere Zeiten durch

Ehrenamtliches Engagement / 16.500 Euro Preisgeld für neuen Boden

SCHRAMBERG  – Vor gut zwei Wochen hat das Subiaco-Kino wieder einen wichtigen Preis gewonnen.   Die Medien- und Filmgesellschaft (MFG) zeichnete die drei Kinos in Alpirsbach, Freudenstadt und Schramberg  für ihr „sehr gutes Jahresfilmprogramm“ aus.

Franz Niebel vom Schramberger Subiacoteam berichtet der NRWZ, es sei zurzeit nicht einfach, ein Kino zu betreiben. „Umso mehr freut uns, dass wir bei einem der besten Kinos im Lande mit einen besonders guten Kinoprogram dabei sind.“

Täglich neue Herausforderungen

Die Jury habe die Subiaco-Leute auf Platz 3 gesetzt, verbunden mit einem Preisgeld von 16.500 Euro. Das höre sich nach sehr viel Geld an, so Niebel. Ohne diese Unterstützung hätte es das Subiaco aber sehr schwer, auch Filme ins Programm zu nehmen, unabhängig von den zu erwarteten Zuschauerzahlen.

Niebel beschreibt die Schwierigkeiten in Coronazeiten: „Täglich haben wir neue Herausforderungen und auch Änderungen. Was darf man und was nicht?“ Die Menschen seien dadurch schon etwas verunsichert. Das spürten die Subiaco Kinos deutlich am Rückgang der Besucherzahlen. „Wir hoffen wie alle auf bessere Zeiten.“

Eigentlich wäre jetzt die beste Zeit des Jahres, denn Herbst und Winter seien Kinozeit, „aber leider auch Corona-Zeiten“.

Freude am Film erhalten

Das Subiacoteam bemühe sich dennoch, die Freude am Filme schauen zu erhalten.  Die Filmvorführer und Vorführerinnen zeigten die Filme auch, wenn nur ein einziger Zuschauer komme, versichert Niebel. Andere Kinos würden da schon längst abwinken.

Das Subiaco-Team – auf einem Foto aus Vor-Corona-Zeiten. Foto: pm

Dass das Interesse am Film und am Subiaco ungebrochen ist, zeige auch, dass der Verein sechs neue Vorführer werben konnte – trotz der unsicheren Zeiten.

Zum Preisgeld erläutert Niebel: „Wir haben beschlossen, die 16.500 Euro für Schramberg in einen neuen Boden im Kino in der Majolika zu investieren.“ Die Summe werde aber wohl bei weiten nicht ausreichen. Der Verein hoffe deshalb auf weitere Hilfe.

Fast alle Subiaco-Leute arbeiteten in Schramberg ehrenamtlich: “Unser Lohn ist das Kino und der Film, den wir sehen dürfen.“ Nur für einige Arbeiten wie den Transport der Filme und die Büroarbeiten gebe es eine Aufwandsentschädigung. „Ohne das Ehrenamt wäre ein weiterer Kinobetrieb nicht möglich“, betont Niebel.

Info: Im Moment gilt für den Kinobesuch 2G plus. Einen kostenlosen Schnelltest können Besucher direkt an der Kasse machen.

Aktuelle Infos  zum Programm und den Öffnungsbedingungen hier: https://www.subiaco.de/aktuell.php

Wer sich für die Mitarbeit interessiert: [email protected]

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