Sulgen: Stadiongebäude wächst

450.000-Euro-Projekt / Fertig im Herbst 2020

SCHRAMBERG – An seinem letzten Arbeitstag hat Schrambergs scheidender Oberbürgermeister Thomas Herzog noch einmal das Sulgener Stadion besucht. In den letzten Jahren hatte die Verwandlung von einem ziemlich üblen Hartplatz in ein „wunderschönes Stadion mit Kunstrasen“, so Herzog, stattgefunden.

Nach einem langen Prozess in Kooperation mit dem SV Sulgen entstehe nun auch noch das passende Stadiongebäude. Das werde dem Stadion „den letzten Schliff geben“, war Herzog  bei seiner Begegnung mit den Vereinsverantwortlichen, den Bauleuten und dem Architekten überzeugt.

Auf der Bodenplatte des neuen Gebäudes, das in den Stadionwall integriert wird, stellten sich die Herren zum Gruppenbild auf. Danach berichtete der Vorsitzende des SV Sulgen, Tobias Maurer, von der doch langen Vorlaufzeit, in der es auch das ein oder andere Foul gegeben habe. „Das haben wir aber sportlich fair mit einer Entschuldigung geregelt und uns die Bälle dann gut zugespielt.“

Die Baustelle beim Sulgener Stadion. Fotos: him

Lange Vorlaufzeit

Schon seit 2015 sei man bei der Eröffnung des Stadions einig gewesen, dass ein Stadiongebäude gebaut werden sollte. Ein erster Entwurf des Vereins war vor anderthalb Jahren von der Abteilung Hochbau in der Stadtverwaltung nicht gutgeheißen worden, weil das Gebäude „nicht schön in die Umgebung gepasst hätte“, so Maurer.

Dann hätte Architekt Christof Birkel die Planung übernommen. Heute sei er froh, dass man den alten Plan nicht umgesetzt hat. Das jetzige schmale Gebäude passe sich gut in den Hang ein, überhaupt seien „das Stadion und die ganze Umgebung im Vergleich zu Beginn von Herzogs Amtszeit optisch eine Sensation“, lobte Maurer.

Viel Eigenleistung nötig

Nachdem die Bodenplatte fertig sei, komme nun der Holzbau dran. „Noch vor dem Winter wollen wir das dicht kriegen und dann mit dem Innenausbau weiter machen.“ Um Kosten zu sparen, sei dabei viel Eigenleistung sowohl bei der Planung und Statik als auch bei den eigentlichen Handwerkerarbeiten vorgesehen. So werde Thomas Müller die Küche planen. Im Herbst 2020, so hoffen die Vereinsverantwortlichen, werde das neue Stadiongebäude den Sportlern und Stadionbesuchern zur Verfügung stehen. Dann sei Herzog herzlich auf eine Stadionwurst und ein Bier eingeladen, so Maurer.

Neben der Eigenleistung hofft der Verein auch auf weitere Sponsoren, um eine noch bestehende Finanzierungslücke von mehreren 10.000 Euro zu schließen. Andreas Banholzer, beim SV mit seinen 550 Mitgliedern zuständig für die Infrastruktur, ist optimistisch: “Wir werden mit einer schwarzen Null rauskommen.“ Und auch Maurer ist „guter Dinge, dass wir keinen Nachschlag beantragen müssen“.

Info: Insgesamt wird das neue Stadiongebäude etwa 450.000 Euro kosten. Davon trägt die Stadt 250.000 Euro. Der Verein wird über Spenden in Höhe von 70.000 Euro, Eigenleistungen (50.000) Euro und einen erhofften Zuschuss des Württembergischen Landessportbunds sowie Eigenmittel des Vereins das Gebäude finanzieren. Es wird der Stadt gehören, dem Verein als Pächter aber kostenlos überlassen.

Die Bauarbeiter sind dran

 

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