Die am Stadiongebäude maßgeblich Beteiligten (von links): Reiner Haas (Baufirma), Architekt Christof Birkel, (Abteilungsleiter Hochbau Andreas Krause, der SV-Vorsitzende Tobias Maurer, Oberbürgermeister Thomas Herzog, Andreas Banholzer (Vorsitzender Infrastrukturausschuss SV Sulgen), Joachim Kaupp (Bauausschuss SV Sulgen und Sponsoringbeauftragter) und Georg Haas (dritter Vorsitzender SV Sulgen und Bauleiter). Foto: him

SCHRAMBERG – An sei­nem letz­ten Arbeits­tag hat Schram­bergs schei­den­der Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog noch ein­mal das Sul­ge­ner Sta­di­on besucht. In den letz­ten Jah­ren hat­te die Ver­wand­lung von einem ziem­lich üblen Hart­platz in ein „wun­der­schö­nes Sta­di­on mit Kunst­ra­sen“, so Her­zog, statt­ge­fun­den.

Nach einem lan­gen Pro­zess in Koope­ra­ti­on mit dem SV Sul­gen ent­ste­he nun auch noch das pas­sen­de Sta­di­onge­bäu­de. Das wer­de dem Sta­di­on „den letz­ten Schliff geben“, war Her­zog  bei sei­ner Begeg­nung mit den Ver­eins­ver­ant­wort­li­chen, den Bau­leu­ten und dem Archi­tek­ten über­zeugt.

Auf der Boden­plat­te des neu­en Gebäu­des, das in den Sta­di­on­wall inte­griert wird, stell­ten sich die Her­ren zum Grup­pen­bild auf. Danach berich­te­te der Vor­sit­zen­de des SV Sul­gen, Tobi­as Mau­rer, von der doch lan­gen Vor­lauf­zeit, in der es auch das ein oder ande­re Foul gege­ben habe. „Das haben wir aber sport­lich fair mit einer Ent­schul­di­gung gere­gelt und uns die Bäl­le dann gut zuge­spielt.“

Die Bau­stel­le beim Sul­ge­ner Sta­di­on. Fotos: him

Lange Vorlaufzeit

Schon seit 2015 sei man bei der Eröff­nung des Sta­di­ons einig gewe­sen, dass ein Sta­di­onge­bäu­de gebaut wer­den soll­te. Ein ers­ter Ent­wurf des Ver­eins war vor andert­halb Jah­ren von der Abtei­lung Hoch­bau in der Stadt­ver­wal­tung nicht gut­ge­hei­ßen wor­den, weil das Gebäu­de „nicht schön in die Umge­bung gepasst hät­te“, so Mau­rer.

Dann hät­te Archi­tekt Chris­tof Bir­kel die Pla­nung über­nom­men. Heu­te sei er froh, dass man den alten Plan nicht umge­setzt hat. Das jet­zi­ge schma­le Gebäu­de pas­se sich gut in den Hang ein, über­haupt sei­en „das Sta­di­on und die gan­ze Umge­bung im Ver­gleich zu Beginn von Her­zogs Amts­zeit optisch eine Sen­sa­ti­on“, lob­te Mau­rer.

Viel Eigenleistung nötig

Nach­dem die Boden­plat­te fer­tig sei, kom­me nun der Holz­bau dran. „Noch vor dem Win­ter wol­len wir das dicht krie­gen und dann mit dem Innen­aus­bau wei­ter machen.“ Um Kos­ten zu spa­ren, sei dabei viel Eigen­leis­tung sowohl bei der Pla­nung und Sta­tik als auch bei den eigent­li­chen Hand­wer­ker­ar­bei­ten vor­ge­se­hen. So wer­de Tho­mas Mül­ler die Küche pla­nen. Im Herbst 2020, so hof­fen die Ver­eins­ver­ant­wort­li­chen, wer­de das neue Sta­di­onge­bäu­de den Sport­lern und Sta­di­on­be­su­chern zur Ver­fü­gung ste­hen. Dann sei Her­zog herz­lich auf eine Sta­di­on­wurst und ein Bier ein­ge­la­den, so Mau­rer.

Neben der Eigen­leis­tung hofft der Ver­ein auch auf wei­te­re Spon­so­ren, um eine noch bestehen­de Finan­zie­rungs­lü­cke von meh­re­ren 10.000 Euro zu schlie­ßen. Andre­as Ban­hol­zer, beim SV mit sei­nen 550 Mit­glie­dern zustän­dig für die Infra­struk­tur, ist opti­mis­tisch: “Wir wer­den mit einer schwar­zen Null raus­kom­men.“ Und auch Mau­rer ist „guter Din­ge, dass wir kei­nen Nach­schlag bean­tra­gen müs­sen“.

Info: Ins­ge­samt wird das neue Sta­di­onge­bäu­de etwa 450.000 Euro kos­ten. Davon trägt die Stadt 250.000 Euro. Der Ver­ein wird über Spen­den in Höhe von 70.000 Euro, Eigen­leis­tun­gen (50.000) Euro und einen erhoff­ten Zuschuss des Würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­sport­bunds sowie Eigen­mit­tel des Ver­eins das Gebäu­de finan­zie­ren. Es wird der Stadt gehö­ren, dem Ver­ein als Päch­ter aber kos­ten­los über­las­sen.

Die Bau­ar­bei­ter sind dran