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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Schram­berg Sze­ne- 64-Ver­ein hat sei­ne Haus­auf­ga­ben gemacht

Szene- 64-Verein hat seine Hausaufgaben gemacht

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Der Ver­ein Sze­ne 64 hat sei­ne Haus­auf­ga­ben gemacht und dabei den Kos­ten­rah­men wie mit der Stadt Schram­berg ver­ein­bart ein­ge­hal­ten, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Mit einem „Open Wee­kend“ vom 13. bis 15. Sep­tem­ber lädt er nun die Öffent­lich­keit zu einem unver­bind­li­chen Blick in das neue Ver­an­stal­tungs­haus in der Schram­ber­ger Geiß­hal­de ein.

Als im Herbst 2015 der neu gegrün­de­te Ver­ein Sze­ne 64 das denk­mal­ge­schütz­te Back­stein­ge­bäu­de im Jun­g­hans-Gewer­be­­park für einen Euro erwarb, war Eile gebo­ten. Um es vor dem Ver­fall zu ret­ten, wur­de noch im Win­ter das Dach neu ein­ge­deckt. Mit viel Elan und soweit das Geld reich­te, konn­ten nach und nach sani­tä­re Anla­gen im Kel­ler instal­liert und die bei­den grund­riss­glei­chen, bar­rie­re­frei zugäng­li­chen Stock­wer­ke saniert wer­den.

Ers­te Auf­ga­be: Dach sanie­ren.

Die sehr hohen Sicher­heits­auf­la­gen der Stadt Schram­berg stell­ten dabei eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar. „Bei uns ist die Ver­wal­tung beson­ders streng“, stellt Uli Bauknecht, Ver­eins­vor­sit­zen­der, fest und ver­gleicht die Sze­ne 64 mit einem Hoch­si­cher­heits­ge­bäu­de, das es so weit und breit nicht gibt. „Das geht auch ins Geld.“

Inzwi­schen fan­den zahl­rei­che öffent­li­che und pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen statt, und das trotz Bau­pha­se. „Aktu­ell sind es durch­schnitt­lich sechs im Monat. Ten­denz stei­gend“, weiß Den­nis Die­ter­le, der die Ter­mi­ne koor­di­niert. Mehr als die Hälf­te davon sind nicht­öf­fent­li­cher Art. „Für 2020 haben wir bereits fünf Buchun­gen für Hoch­zei­ten. Die Gäs­te schät­zen das beson­de­re Ambi­en­te.“

Viel Arbeit im inne­ren

Zur Wahl ste­hen das rus­ti­ka­le Erd­ge­schoss oder das edle ers­te Ober­ge­schoss. Oder eben eine Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem. Wie kürz­lich, als eine Fir­ma ihre Mit­ar­bei­ter zu einer Schu­lung in die Sze­ne 64 ein­lud: Oben gab es die Vor­trä­ge, im Erd­ge­schoss das Cate­ring und ein Besuch im benach­bar­ten Ter­ras­­sen­­bau-Muse­um run­de­te das Tages­pro­gramm ab.

Kulturförderung

Ins­be­son­de­re die För­de­rung von Kul­tur hat sich der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein Sze­ne 64 auf die Fah­ne geschrie­ben. „Es ist enorm, wie­vie­le Bands und Musik­be­geis­ter­te es in Schram­berg und Umge­bung gibt“, schwärmt Karin Eichen­laub. Doch oft ist es so: ohne Räu­me, kei­ne Auf­trit­te und ohne Auf­trit­te, kei­ne Moti­va­ti­on zu pro­ben. Egal ob Rock, Punk, Tech­no, Klas­sik, A‑Cappella, Jazz oder Schla­ger, in den letz­ten knapp vier Jah­ren waren alle Stil­rich­tun­gen schon in der Sze­ne 64 zu erle­ben. Sämt­li­che Fas­nets­ver­ei­ne haben den ehe­ma­li­gen Bau 64 aus dem Jah­re 1893 für sich ent­deckt.

Die Fal­ken­he­xen, Rover­bal­ler, Bach­na­fah­rer und seit die­sem Jahr auch die Schnup­fel­fin­ger Schnoo­ge­dat­scher fei­ern hier aus­ge­las­sen und fröh­lich. „In der Sze­ne 64 ist alles da, was der Mie­ter für sein Fest braucht“, erklärt Max Neu­deck vom Vor­stands­team. Selbst das Kühl­haus ist schon mit Geträn­ken gefüllt, was die Orga­ni­sa­ti­on für alle Betei­lig­ten erleich­tert. Das Gebäu­de ist für ins­ge­samt 680 Per­so­nen zuge­las­sen. Zehn Bestuh­lungs­plä­ne wur­den für ver­schie­dens­te Anläs­se erar­bei­tet.

Die Fens­ter wur­den auf­wän­dig restau­riert. Fotos: Karin Eichenlaub/Verein              

Bei­de Ver­an­stal­tungs­räu­me ver­fü­gen über eine Gastro­kü­che mit pro­fes­sio­nel­ler Spü­lein­rich­tung. Durch die vie­len Nach­fra­gen und den Bedarf an Räu­men auch für klei­ne­re Fes­te und Gesell­schaf­ten, beab­sich­tigt das Vor­stands­team der Sze­ne 64 das Dach­ge­schoss mit den schö­nen gro­ßen Dach­fens­tern eben­falls aus­zu­bau­en. Ver­ei­ne, Aus­stel­lun­gen und Jugend­treffs wären hier bes­tens auf­ge­ho­ben.

Fast 200.000 Mehrkosten wegen Auflagen

Was indes schmerzt sind die knapp 200.000 Euro, die dem Ver­ein durch Unvor­her­ge­se­he­nes im Lau­fe der Sanie­rungs­zeit auf­er­legt wur­den. Der Fehl­be­trag ist ent­stan­den, da der Ver­ein das Haus nicht nur für 200 Gäs­te aus­ge­legt, son­dern dem Bedarf der unter­schied­li­chen Ver­an­stal­ter ent­spre­chend das Maxi­ma­le aus dem Gebäu­de mit 680 Gäs­ten her­aus­hol­te.

Die Aus­stat­tun­gen der Küchen und der Toi­let­ten haben sich somit mehr als ver­dop­pelt. „Die Erstel­lung der hohen Zahl an Park­plät­zen wur­de uns außer­dem völ­lig uner­war­tet zur Auf­la­ge gemacht und fällt stark ins Gewicht, eben­so wie die Beleuch­tung der Zufahrts­stra­ße und die For­de­rung des Bau­am­tes, eine auf­wen­di­ge Brand­mel­de­an­la­ge zu instal­lie­ren“, erläu­ter­te Kas­sie­rer Mar­kus May­er letz­te Woche bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung.

Jetzt wird gefeiert

Doch zunächst soll nun das Geleis­te­te mit Tagen der offe­nen Tür, dem soge­nann­ten „Open Wee­kend“,  gefei­ert wer­den. Ein­ge­la­den ist die gesam­te Bevöl­ke­rung. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, der das Pro­jekt Sze­ne 64 von Anfang an groß­ar­tig unter­stützt hat, über­nimmt die Schirm­herr­schaft.

Das Glas­Blas­­Sing-Quar­­tett macht am Frei­tag, 13. Sep­tem­ber den Auf­takt, wenn lee­re Fla­schen als fas­zi­nie­ren­de Musik­in­stru­men­te ertö­nen und gute Lau­ne garan­tiert wird.

Am Sams­tag Nach­mit­tag star­tet der Team­Run der Tria Schram­berg rund um die Sze­ne 64 und abends steigt die gro­ße „25 Jah­re Old News Geburts­tags­par­ty“. Kar­ten sind im Vor­ver­kauf erhält­lich.

Der Sonn­tag, 15. Sep­tem­ber ist als Fami­li­en­tag kon­zi­piert. Nach der offi­zi­el­len welt­li­chen und kirch­li­chen Ein­wei­hung kön­nen die gro­ßen und klei­nen Besu­cher neben span­nen­den Vor­trä­gen und Bun­ker­füh­run­gen, Spie­le, Musik und ein bun­tes Pro­gramm erle­ben. Ein Shut­tle­bus pen­delt am Sonn­tag non­stop zwi­schen Rat­haus­platz und Sze­ne 64. Für Bewir­tung ist an allen Tagen gesorgt.

„Beson­ders freut uns, dass wir am 13. Sep­tem­ber mit Glas­Blas­Sing die ers­te gemein­sa­me Ver­an­stal­tung zusam­men mit Harald Bur­ger und sei­nem Team vom Kul­tur­be­sen bezie­hungs­wei­se der Hei­mat­fa­brik durch­füh­ren wer­den“, erklärt Uli Bauknecht. „Wir sind über­zeugt, dass wir gemein­sam den Jun­g­hans-Gewer­be­­park zu einer Kul­tur­mei­le weit über Schram­berg hin­aus bekannt machen kön­nen.“

Infos unter: www.szene-64.de

 

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