Talumfahrung: „Jetzt muss Stuttgart liefern“

OB-Bericht im Gemeinderat

SCHRAMBERG  (him) – Mehr ‚Action‘ für die Talumfahrung hatte die CDU von der Verwaltung gefordert. Oberbürgermeister Thomas Herzog möge regelmäßig berichten, was die Verwaltung unternehme, um dieses Projekt voran zu bringen. Im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag hat Herzog berichtet.

Die einstimmig  beschlossene Resolution des Rates zur Talumfahrung vom April  habe die Stadt an Mandatsträger, Verbände, Landrat, Regierungspräsidium und Ministerien geschickt. Auf die Resolution, wonach die Talumfahrung die einzige Lösungsalternative sei, habe er „durchweg positive Rückmeldungen“ erhalten, so Herzog. Er dankte allen Unterstützern, insbesondere Industrie und Handwerk, die beim Jubiläumstreff eine eigene Resolution verabschiedet hätten.

Einladung an Minister Herrmann

Leider habe er noch keine Reaktion von Landesverkehrsminister Winfried Hermann erhalten. Die Stadt hatte dem Minister angeboten, Planungsleistungen vorzufinanzieren. Er wolle Hermann deshalb erneut zu einem Ortstermin nach  Schramberg einladen, kündigte Herzog an.

Er erinnerte an das Bürgerfest im Landtag, bei dem Fachbereichsleiter Uwe Weisser und er mit etlichen Landtagsabgeordneten gesprochen hätten. Auch den Besuch der Landtagsabgeordneten Stefan Teufel und Karl Rombach (beide CDU) erwähnte Herzog. Diese sähen ebenfalls die Dringlichkeit des Projektes. Nun warte die Stadt auf das Ergebnis der für den Herbst angekündigten Priorisierung durch das Land: „Wir sind bereit, jetzt muss Stuttgart liefern.

Alternativtrasse?

Der CDU-Stadtrat und Ortsverbandsvorsitzende Johannes Grimm fand, die Verwaltung könnte „mehr Druck machen“. Zu Abgeordneten-Besuchen könnte der OB auch eine „außerordentliche Gemeinderatssitzung“ einberufen. So könnte er deutlich machen, dass der Rat geschlossen für die Talumfahrung sei. Auch die Bürger könne die Stadt zu solchen Besichtigungstouren einladen.

Noch ein Banner wirbt für die Talumfahrung. Foto: him

Er fragte, ob Herzog eine Alternativtrasse bekannt sei, die „immer wieder durch die Köpfe geistere“. Herzog erwiderte, erst wenn die Talumfahrung im Planfeststellungsverfahren sei, würden auch Alternativen erwogen. „Mir ist keine Alternative bekannt, die uns von den zuständigen Stellen genannt worden wäre“, stellte Herzog abschließend klar.

 

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