Auch bei Ministerpräsident Winfried Kretschmanns Sommerwanderung Mitte August hat Oberbürgermeister Thomas Herzog (rechts)mit Kretschmann und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae (Bündnis90/Die Grünen) über die Talumfahrung diskutiert. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Über den Som­mer hat Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog eine Rei­he wei­te­rer Gesprä­che mit Ent­schei­dungs­trä­gern zur Tal­um­fah­rung geführt. Das hat in Ver­tre­tung des erkrank­ten OBs Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Weis­ser im Gemein­de­rat berich­tet.

So dis­ku­tier­te Her­zog mit Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Herr­mann und meh­re­ren Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten am 20 Juli über die Tal­um­fah­rung. „Alle Abge­ord­ne­ten ste­hen nach wie vor hin­ter der Tal­um­fah­rung“, so Weis­ser.

Als Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann am 17. August von Schram­berg nach Schiltach wan­der­te, hat ihn Her­zog ein Stück weit beglei­tet und ihm die Reso­lu­ti­on des Gemein­de­rats über­ge­ben. Er habe auf  Kret­sch­mann ein­ge­wirkt, damit sich die­ser für die Tal­um­fah­rung ein­set­zen sol­le. Kurz dar­auf war Her­mann in Schram­berg mit dem Regio­bus unter­wegs. Auch auf die­ser Fahrt hat Her­zog mit dem Ver­kehrs­mi­nis­ter über die Tal­um­fah­rung gespro­chen und fest­ge­stellt, dass die­ser „gut infor­miert“ war.

Beim Besuch der baden-würt­tem­ber­gi­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Nico­le Hoff­meis­ter-Kraut bei der Fir­ma Kaupp erhielt die­se die gemein­sa­me Reso­lu­ti­on der Schram­ber­ger Unter­neh­men zur Tal­um­fah­rung. Sie ver­si­cher­te, sie sei schon auf den Ver­kehrs­mi­nis­ter zuge­gan­gen und habe ihn auf  die Bedeu­tung der Tal­um­fah­rung für Schram­berg hin­ge­wie­sen.

Sorgen wegen neuer Regel

Eine geplan­te Neu­re­ge­lung der bis­he­ri­gen Rege­lun­gen der Vor‑, Mit- und Voll­fi­nan­zie­run­gen, das heißt der Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten der Kom­mu­nen an der Finan­zie­rung von Stra­ßen­bau­pro­jek­ten des Lan­des und des Bun­des macht den Kom­mu­nal­ver­bän­den und den Kom­mu­nen der­zeit zu schaf­fen. Soll­ten die­se Ände­run­gen umge­setzt wer­den, so Weis­ser, könn­ten sich die Kom­mu­nen etwa  an den Pla­nungs­kos­ten für Bun­des­stra­ßen nur noch im Wege einer Voll­fi­nan­zie­rung betei­li­gen und eine Rück­erstat­tung der Auf­wen­dun­gen wäre aus­ge­schlos­sen.

Schram­berg hat im Zusam­men­hang mit der Tal­um­fah­rung schon lan­ge sei­ne Bereit­schaft erklärt, sich an Pla­nungs­kos­ten zu betei­li­gen und dies mit der vom Gemein­de­rat im April die­ses Jah­res beschlos­se­nen Reso­lu­ti­on erneut bekräf­tigt. Falls es aber zu einer Ände­rung der bis­he­ri­gen Vor­fi­nan­zie­rungs­re­ge­lung kom­men wür­de, könn­ten bei der Tal­um­fah­rung Pla­nungs­kos­ten von mehr 20 Mil­lio­nen Euro auf die Stadt zu kom­men, fürch­tet Weis­ser. Eine Sum­me, die Schram­berg aller Vor­aus­sicht nach kaum stem­men könn­te. „Wir weh­ren uns vehe­ment gegen die­se Neu­re­ge­lung“, so Weis­ser.

Auch der Städ­te­tag sei dage­gen, weil  die­se Regel die rei­chen Kom­mu­nen bevor­zu­gen und den länd­li­chen Raum benach­tei­li­gen wür­de. Die Stadt sei selbst­ver­ständ­lich bereit, die Pla­nungs­kos­ten nach der bis­he­ri­gen Bestim­mung mit zu tra­gen. Dies ste­he auch mit der jüngst beschlos­se­nen Reso­lu­ti­on des Gemein­de­rats im Ein­klang. Nach der Bun­des­tags­wahl mit einer mög­li­chen „Jamai­ka“- Koali­ti­on sieht Weis­ser neue Chan­cen für die Tal­um­fah­rung. Er ver­si­chert: „Wir blei­ben am Ball.“