2.3 C
Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Schram­berg Task­force für alle Gefah­ren­la­gen

Taskforce für alle Gefahrenlagen

Fest­akt zum 150-jäh­ri­gen Bestehen der Schram­ber­ger Feu­er­wehr

-

SCHRAMBERG (him) –  Die Aula des Schram­ber­ger Gym­na­si­ums reich­te nicht für alle Gäs­te aus, eini­ge Feu­er­wehr­leu­te saßen bis hin­aus ins Foy­er, als am Frei­tag­abend der Fest­akt zum 150-jäh­­ri­gen Bestehen began­gen wur­de. Zur Freu­de der Schram­ber­ger Feu­er­wehr­leu­te kamen eini­ge der Gast­red­ner nicht mit lee­ren Hän­den.

Das Blä­ser­quin­tett der Stadt­mu­sik beglei­te­te den Fest­akt
Klei­ner Umschlag…

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog hat­te als Haus­herr das ers­te Wort, erteilt vom Feu­er­wehr­mann Jochen Schaub, der sou­ve­rän und locker durch den Abend führ­te. Her­zog begrüß­te unter den zahl­rei­chen Gäs­ten unter ande­rem den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dani­el Kar­rais, Land­rat Wolf-Rüdi­ger Michel und Ehren­bür­ger Her­bert O. Zinell.   

Ganz beson­ders hieß er den ehe­ma­li­gen Innen­mi­nis­ter Rein­hold Gall, MdL, als Fest­red­ner will­kom­men. Im Gegen­satz zu ihrer Früh­zeit sei die Feu­er­wehr heu­te „eine Task­force für die unter­schied­lichs­ten Gefah­ren­la­gen“. Her­zog erin­ner­te an den Erd­rut­sch­ein­satz im Janu­ar. Für die Kame­rad­schafts­kas­se gab es einen Scheck.

… gro­ßer Umschlag.

Land­rat Michel hat­te einen deut­lich grö­ße­ren Umschlag dabei: Dar­in steck­te ein Zuwen­dungs­be­scheid über 92.000 Euro für den Kauf eines Lösch­fahr­zeugs HLF 20. Wegen der Viel­zahl an Indus­trie­be­trie­ben habe die Schram­ber­ger Feu­er­wehr eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung, hob Michel her­vor.

Stadt­brand­meis­ter Wer­ner Storz sprach von einem vor­ge­zo­ge­nen Weih­nachts­ge­schenk, als er den Umschlag ent­ge­gen­nahm. Er dank­te für die sehr gute Aus­stat­tung, die die Stadt, der Land­kreis und das Land ermög­li­che. Mit der Jugend­feu­er­wehr und der Alters­wehr umfas­se die Feu­er­wehr Schram­berg 270 Mit­glie­der.

Fest­red­ner Rein­hold Gall mit pas­sen­der Feu­er­­wehr­au­­to-Kra­wa­t­­te. Foto: him

In sei­ner Fest­re­de erin­ner­te Gall, selbst akti­ver Feu­er­wehr­mann in sei­ner Hei­mat, an die Groß­brän­de in Schram­berg im 18. Und 19. Jahr­hun­dert, die Schließ­lich zur Grün­dung der Feu­er­wehr 1869 führ­ten. Bei allen Ver­än­de­run­gen geblie­ben sei die Grund­idee, „dass sich Men­schen frei­wil­lig in den Dienst der Gemein­schaft stel­len“, so Gall. Ohne die frei­wil­li­ge Feu­er­wehr funk­tio­niert unse­re moder­ne Welt genau­so wenig wie vor 150 Jah­ren.“

Der Stell­ver­tre­ten­de Stadt­brand­meis­ter  Patrick Wöhr­le mach­te einen „Aus­flug in die Ver­gan­gen­heit“ und erin­ner­te an die Ent­wick­lung der Feu­er­wehr in Schram­berg. Bis heu­te gel­te es, “an einem Strang zu zie­hen“. Das hät­ten die fünf Abtei­lun­gen gra­de erst beim Auf­bau des fewst­zel­tes bewie­sen…

Stolz prä­sen­tiert: Die erneu­er­te Fah­ne der Schram­ber­ger Feu­er­wehr mit dem Ten­nen­bron­ner Rat­haus.

Ein Höhe­punkt war die Vor­stel­lung der erneu­er­ten Feu­er­wehr­fah­ne, auf der nun auch das Ten­nen­bron­ner Rat­haus ein­ge­stickt ist. Karl Heinz Jahn habe sich dar­um beson­ders ver­dient gemacht.

Frank Mül­ler als stell­ver­tre­ten­der Kreis­brand­meis­ter lob­te den Idea­lis­mus der Feu­er­wehr­ka­me­ra­den. „Der Ein­satz von Leben und Gesund­heit für die Gemein­schaft ist nicht selbst­ver­ständ­lich.“

Frank Mül­ler

Für den Kreis­feu­er­wehr­ver­band hat­te Jür­gen Eber­hard ein beson­de­res Geschenk dabei. Die sil­ber­ne Ehren­me­dail­le des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands für den lang­jäh­ri­gen Stadt­brand­meis­ter Wer­ner Storz.

Jür­gen Eber­hard vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band (links) gra­tu­liert zur sil­ber­nen Ehren­me­dail­le des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands Stadt­brand­meis­ter Wer­ner Storz. Foto: him

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Kar­rais hob das Ehren­amt als „tra­gen­de Säu­le unse­rer Gesell­schaft“ her­vor. Die Schram­ber­ger Feu­er­wehr­leu­te hät­ten sich ”das Fest red­lich ver­dient”.

Kurz fass­te sich Wal­ter Gent­ner vom Tech­ni­schen Hilfs­werk  („bin schon biss­le durs­tig…“), erin­ner­te an den 60. Geburts­tag des THW in die­sem Jahr und über­reich­te eine Gut­schein für ein gemein­sa­mes Ves­per.

Schalk im Nacken und Durst im Bauch

Jochen Schaub stell­te schließ­lich die druck­fri­sche Fest­schrift vor und lob­te den Desi­gner Ste­fan Link für die Gestal­tung und den Redak­teur der Schrift Ewald Graf als groß­ar­ti­gen Team­play­er.

Mode­rier­te den Abend: Jochen Schaub.

Im Anschluss konn­te nicht nur der THW-Ver­­­tre­­ter im Foy­er sei­nen Durst und Hun­ger stil­len, son­dern alle Gäs­te, die noch lan­ge bei­sam­men stan­den und auf einen gelun­ge­nen Fest­akt anstie­ßen.

 

- Adver­tis­ment -