Solche Klapptafeln will die Stadt an der Schillerstraße aufstellen. Foto: Stadt

SCHRAMBERG  (him) –Nach jah­re­lan­gem Schlag­loch­sla­lom und zwangs­wei­se  vor­sich­ti­gem Fah­ren ist die Schil­ler­stra­ße sei gut einem Jahr saniert und aus­ge­baut. Jetzt schlägt die Stadt­ver­wal­tung vor, von der Auf­fahrt zum ehe­ma­li­gen Kran­ken­haus bis nach der Ber­neck­schu­le „Tem­po 30“ anzu­ord­nen.

Das hat dies­mal nichts mit Umwelt-Zone oder Lärm­schutz zu tun, son­dern mit der Sicher­heit der Kin­der­gar­ten- und Grund­schul­kin­der.

Bis­her  sah die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) vor, „dass Beschrän­kun­gen des flie­ßen­den Ver­kehrs nur auf­grund einer in den beson­de­ren ört­li­chen Ver­hält­nis­sen begrün­de­ten Gefah­ren­la­ge ange­ord­net wer­den durf­ten“, heißt es in einer Vor­la­ge für den am Don­ners­tag tagen­den Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT).

Neue Regeln machen’s möglich

Jetzt habe der Gesetz­ge­ber aber die StVO geän­dert. Die Kom­mu­nen kön­nen nun „auch auf Stra­ßen des über­ört­li­chen Ver­kehrs (Bun­des-, Lan­des- und Kreis­stra­ßen) inner­ört­lich eine stre­cken­be­zo­ge­ne Geschwin­dig­keits­be­schrän­kung von 30 km/h im unmit­tel­ba­ren Bereich von an die­sen Stra­ßen gele­ge­nen Kin­der­gär­ten, -tages­stät­ten, all­ge­mein­bil­den­den und För­der­schu­len sowie Alten- und Pfle­ge­hei­men und Kran­ken­häu­sern“ anord­nen, wie Ord­nungs­amts­lei­te­rin Cor­ne­lia Pen­ning schreibt.

Tem­po 30 müs­se „auf den unmit­tel­ba­ren Bereich der Ein­rich­tung und ins­ge­samt auf höchs­tens 300 Meter Län­ge“  begrenzt sein.  Es dür­fe auch nur dann gel­ten, wenn die Ein­rich­tun­gen genutzt wer­den. Des­halb soll­te die   Geschwin­dig­keits­be­gren­zung nach Schul- oder Kin­der­gar­ten­en­de, an den Wochen­en­den und wäh­rend der Feri­en nicht gel­ten, “um die Ein­sich­tig­keit der Beschrän­kung und die Akzep­tanz der Anord­nung zu erhö­hen“.

Sprach­heil­kin­der­gar­ten Arche Noah. Foto: him

Im Sep­tem­ber habe man im Rah­men einer Ver­kehrs­schau fest­ge­stellt, dass die Alten- und Pfle­ge­hei­me und die Mehr­zahl der Kin­der­gär­ten und Schu­len eh in Tem­po 30-Zonen lie­gen oder kei­nen direk­ten Zugang zur Stra­ße haben. Nur die Ber­neck­schu­le, der Kin­der­gar­ten Hei­lig Geist und der Kin­der­gar­ten Arche Noah der Stif­tung St. Fran­zis­kus, die alle an der Schil­ler­stra­ße lie­gen, wür­den die Vor­aus­set­zun­gen erfül­len.

Klapptafeln: in den Ferien zu

Pen­ning berich­tet, dass der Land­kreis Rott­weil „die Beschil­de­rung kreis­weit mit­tels einer klapp­ba­ren Trä­ger­ta­fel“ aus­füh­re. Die­se Tafeln kos­te­ten etwa 3500 Euro. Hin­zu kämen die Kos­ten für das Mon­tie­ren und Auf­stel­len. Es sei „sinn­voll, auch im Bereich der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de Schram­berg die­sel­be Art der Beschil­de­rung zu wäh­len“, heißt es abschlie­ßend.

Wenn der Aus­schuss zustimmt, wird dem­nächst auf der Schil­ler­stra­ße zumin­dest „Mo-Fr 7–17 h“ Tem­po 30 gel­ten. Und in den Feri­en wird die Tafel ein­fach zuge­klappt.