Tennenbronn: Verkauft die evangelische Kirchengemeinde ihr Gemeindehaus an die Stadt?

Kauft die Stadt der evangelischen Kirchengemeinde das Gemeindehaus in Tennenbronn ab und vermietet es an die Gemeinde zurück? „Das wäre eine Option“, bestätigt die für Schulen und Kindergärten bei der Stadt Schramberg zuständige Abteilungsleiterin Kerstin Flaig auf Nachfrage der NRWZ.

Aus einer Vorlage zum Kindergartenbedarfsplan für den Tennenbronner Ortschaftsrat geht hervor, dass man  für den Kindergarten Regenbogen eine „große Lösung“ mit einer Krippengruppe und weiteren Kindergartenplätze anstrebe, bei denen es auch ein Ganztagesangebot geben soll. Die Umsetzung dafür wäre ab dem  kommenden Jahr geplant, sofern der Gemeinderat bei den Haushaltsplanberatungen 2020 grünes Licht geben würde.

„Die Kinderzahlen und die Platznachfrage belegen, dass in Tennenbronn der Bedarf an einer zusätzlichen Krippengruppe mit zehn Plätzen sowie weiteren Kindergartenplätzen unter anderem auch mit einem Ganztagesangebot gegeben ist“, heißt es in der Vorlage.

Kita-Plätze fehlen

Weil die eigentlich geplante und beschlossene Einrichtung einer Kleingruppe im Katholischen Kindergarten Maria Königin nicht geklappt hat, fehlen die dort eingeplanten Plätze zum neuen Kindergartenjahr 2019/20. Nach mehreren Gesprächen mit den zuständigen Behörden habe sich herausgestellt, dass die Auflagen für den katholischen Kindergarten zu hoch gewesen wären, so Flaig. „Das hätte deutlich mehr gekostet, als wir geplant hatten.“

Als kurzfristige Interimslösung  soll jetzt im evangelischen Gemeindehaus beim Kindergarten Regenbogen zum Januar 2020 eine Kleingruppe eingerichtet werden. Dafür wären nur kleinere Umbaumaßnahmen für etwa 20.000 Euro nötig, und man hätte elf zusätzliche Plätze, die dem Elternwunsch entsprechen, heißt es in der Vorlage.

Allerdings möchte die evangelische Gemeinde eine umfassendere Lösung, an der man gerade arbeite, berichtet Flaig. Ziel  sei eine sinnvolle „Überplanung des Gemeindehauses mit Jugendräumen nebst Kindergarten und genehmigungsfähiger Erweiterung des Kindergartens mit Mehrwert und künftiger Kostenersparnis“.  

Kirchengemeinde: Verkauf an die Stadt wäre gut

Die Kirchengemeinde favorisiere den Ankauf des Gemeindehauses mit Jugendräumen im Dachgeschoss und des bestehenden Kindergartens im Erdgeschoß durch die Stadt Schramberg. Landauf, landab versuchten sich die Kirchen von Immobilien zu trennen, hat Flaig beobachtet. Bisher fehle aber noch ein Wertgutachten, und die Stadt habe sich noch nicht zu den Plänen geäußert.

„Das sind erste Überlegungen“, schränkt Flaig ein. Es seien noch viele Fragezeichen dahinter. Erst wenn das Wertgutachten vorliege, sollen weitere Gespräche stattfinden. Sollte die Stadt das Gemeindehaus übernehmen, bräuchte die evangelische Gemeinde einen angemessenen Ersatz mit ausreichender Fläche in Tennenbronn.

Grundsatzbeschluss erbeten

Um weiter planen und verhandeln zu können, erbittet Flaig einen Grundsatzbeschluss der politischen Gremien. Der Ortschafts- und dann der Gemeinderat sollen diesen Planungsüberlegungen zustimmen und die Verwaltung beauftragen, das Projekt weiter zu verfolgen und umzusetzen. Dies gäbe der Kirchengemeinde „eine gewisse Planungssicherheit“. 

Käme es zu diesem Grundsatzbeschluss, sei die Kirchengemeinde bereit, kurzfristig und interimsweise die erforderliche Kleingruppe in ihrem Kindergarten Regenbogen zum Januar 2020 einzurichten. Die Kirchengemeinde habe für die Kleingruppe bereits einen Zuschussantrag bei der Landeskirche gestellt, über den wohl im Oktober entschieden werde.

Am kommenden Dienstag wird sich der Ortschaftsrat in Tennenbronn mit den Plänen erstmals befassen. Am Donnerstag berät dfer Verwaltungsausschuss des Schramberger Gemeinderats.

 

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