Tennenbronnerin gewinnt ersten Preis bei Kinderfilm-Festival in Hamburg

Schon das zweite Jahr in Folge haben sich zwei Filme aus Tennenbronn beim internationalen Kurzfilmfestival für Kinder namens „Gib‘ mir Fünf!“ in Hamburg für die Finalrunde qualifiziert. Darüber berichtet Kerstin Heinlein, die Leiterin der Medienwerkstatt AG an der Tennenbronner Grundschule:

„‚S letscht Breedle“ ist ein nachempfundener Stummfilm, der aus der Feder von Laura Storz, Lea Klopp, Leonie Brüstle und Vanessa Vogt stammt und im Rahmen der Medienwerkstatt AG der Grundschule in Tennenbronn entstand. Kulisse für die amüsante Episode um einen letzten Keks war das Tennenbronner Lindehisle.

Nach der Filmvorführung in den traditionsreichen Zeise Kinos in Hamburg Altona, zu der die gesamte Gruppe am vergangenen Wochenende angereist war, standen die Viertklässlerinnen Rede und Antwort zu den zahlreichen Publikumsfragen zum Film. Vor allem die eingeblendeten Zwischentexte im hiesigen Tennenbronner Dialekt waren bei den Nordlichtern von besonderem Interesse. der Film hier hier zu sehen.

Lilith Jörg, mittlerweile in Klasse 7 am Thomas-Strittmatter-Gymnasium in St. Georgen, begann ebenfalls in der Medienwerkstatt mit dem Filmemachen und ist bei diesem Hobby geblieben. Beim Hamburger Festival ist sie keine Unbekannte, denn schon zwei Filme, bei denen sie maßgeblich mitgewirkt hat, wurden dort preisgekrönt.

Das diesjährige Thema des Festivals lautete „Große Töne“ und Lilith Jörgs Beitrag „fortissimo“ hat die Jury absolut überzeugt und wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Es ist die Geschichte eines Cellisten, der auf der Bühne ein Musikstück vortragen möchte, doch allerhand Überraschungen erlebt und die Töne neben der Bühne so groß werden, dass sie selbst in den Mittelpunkt der Performance geraten.

Die junge Filmemacherin hat ihre Filmidee als StopMotion umgesetzt, also als aneinandergereihte Einzelbildaufnahmen (insgesamt über 4000). Als Filmset diente ein bemalter und mit Folie beklebter Versandkarton. Der Protagonist besteht aus einem Metallskelett, das mit Hilfe von Mullbinden, Modelliermasse, Dekogarn und Barbiekleidung zur kautzigen Musikerpersönlichkeit wurde. Mangel macht kreativ.

Die Sounds hat sie entweder selbst in Geräuschemacher-Manier erzeugt oder mit einem Aufnahmegerät gesammelt und collagiert. So stammen beispielsweise die Publikumsgeräusche und der Applaus vom letzten Jahreskonzert des Musikvereins Frohsinn in Tennenbronn.

„Auf die Frage der Festivalkuratorin Laura Schubert, ob sie bereits einen neuen Film plane, lächelte sie und nickte, ohne weitere Details preiszugeben“, schreibt Heinlein abschließend.

 

 

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