„Thomas-Philipps“ in Schramberg: Murgangsperre steht

Nach dem Erdrutsch Mitte Januar können jetzt die Geröllmassen abgeräumt werden

SCHRAMBERG – Schritt für Schritt geht es an der Erdrutschstelle beim Thomas Philipps-Markt im Norden der Stadt weiter. Seit Mitte September waren Spezialisten in dem engen Tal hinter dem Marktparkplatz dabei, eine Murgangsperre einzubauen. Diese Sperre ist seit wenigen Tagen fertig, und der Besitzer des Grundstückes könnte das Geröll auf dem Parkplatz räumen lassen.

Mit Hilfe eines Krans arbeiten die Mineure beim Einbau einer Murgangsperre im Tal beim Thomas-Philipps-Parkplatz. Fotos: him

Zunächst hatten die Fachleute tiefe Löcher in die Felsen an der linken und rechten Talwand in den Felsen gebohrt und darin Stahlanker einbetoniert. Zwischen diese Anker haben sie schließlich ein Stahlnetz gespannt, das  bei einem erneuten Erdrutsch verhindern soll, dass das Material auf den Parkplatz  rutscht. „Die Murensperre ist technisch einwandfrei angebracht“, habe der Hersteller bestätigt, so Marktbetreiber Christoph Moosmann.

Damit könnte der Eigentümer nun den Parkplatz räumen lassen. Laut einer Verfügung der Stadt Schramberg vom 1. August  2019 sei das Betretungsverbot für die Installation der Murgangsperre und das Räumen des Parkplatzes aufgehoben, so Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß zur NRWZ. Sobald der Parkplatz geräumt sei, werde noch eine komplette Schadensaufnahme erfolgen, ergänzt Moosmann. „Bisher liegt ja vieles noch vom Dreck verborgen.“  

Am 14. Januar hatte ein schwerer Erdrutsch am frühen Morgen den gesamten Parkplatz und den Eingangsbereich des Thomas-Philipps-Marktes mit einer mehrere Meter hohen Schicht aus  Erde, Steinen Schutt und Bäumen bedeckt. Seither ist der Markt nicht mehr nutzbar. Vorübergehend findet der Verkauf in der Majolika an der Bahnhofstraße statt.

 

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