Beim Sommerferienprogramm der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn ging Guide Klaus Kramer (Mitte) beim Spaziergang mit den Eseln voraus.Foto: Stiftung St. Franziskus

HEILIGENBRONN (pm) – In der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn war zum Abschluss des Som­mer­fe­ri­en­pro­gramms für erwach­se­ne Bewoh­ner mit Behin­de­rung eini­ges gebo­ten. Neben Hand­mas­sa­gen, Duft-Traum­rei­sen und alko­hol­frei­en Cock­tails durf­ten die seh­be­hin­der­ten und mehr­fach­be­hin­der­ten Teil­neh­mer auch gemein­sam mit Eseln spa­zie­ren gehen. Ehren­amt­li­che brach­ten sich dabei stark ein, wie die Stif­tung berich­tet.

Die letz­te Som­mer­fe­ri­en­wo­che begann mit einem Ent­span­nungs­nach­mit­tag für die Bewoh­ner, an wel­chem sie die See­le bau­meln las­sen konn­ten. Das Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Haus in Hei­li­gen­bronn wur­de hier­für zu einer Wohl­fühl­oa­se mit Son­nen­schir­men und Luft­ses­seln umfunk­tio­niert. Die Ehren­amt­li­chen Julia­ne Erd­mann, Edel­traud Pat­z­elt und Wal­traud Rosen­fel­der tru­gen mit ihren Hand-und Fuß-Reflex­zo­nen-Mas­sa­gen sowie der Duft-Fan­ta­sier­ei­se zu einem ganz­heit­lich ange­leg­ten Wohl­füh­l­er­leb­nis bei. Die ver­schie­de­nen alko­hol­frei­en Cock­tails sowie die schick lackier­ten Fin­ger­nä­gel begeis­ter­ten beson­ders die Hei­li­gen­bron­ner Senio­ren.

Bei einer wei­te­ren Akti­on fan­den sich die Bewoh­ner beim Reit­stall zwi­schen vier Eseln und einem Maul­esel wie­der. Zuerst wur­den die Tie­re gestrei­chelt, gestrie­gelt, gebürs­tet und berührt. Für vie­le der blin­den und seh­be­hin­der­ten Bewoh­ner ein ganz beson­de­res Erleb­nis, zu dem auch ein biss­chen Mut und Stand­haf­tig­keit nötig war. Denn die neu­gie­ri­gen Vier­bei­ner lie­fen im Gehe­ge mun­ter hin und her.

Zeit also für einen Spa­zier­gang mit den Eseln. Gemein­sam mit den tie­ri­schen Weg­be­glei­tern lie­fen die Stif­tungs­be­woh­ner bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren zur Land­wirt­schaft der Stif­tung und anschlie­ßend wie­der zurück zum Reit­stall. Die Bewoh­ner durf­ten die Tie­re im Anschluss mit Karot­ten und Äpfeln füt­tern. Der Umgang mit den Tie­ren sorg­te für viel Begeis­te­rung. Die­ses Ange­bot war nur durch die Unter­stüt­zung von Klaus Kra­mer und sei­nen bei­den Hel­fe­rin­nen mög­lich.

Das Akkor­de­on­or­ches­ter Aich­hal­den-Röten­berg unter Lei­tung von The­re­sia Emm­rich brach­te tol­le Stim­mung ins Grill­fest vor dem Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Saal.
Foto: Stif­tung St. Fran­zis­kus

Das High­light der Woche war ein stim­mungs­vol­les Grill­fest, das einen gelun­ge­nen Abschluss des Som­mer­fe­ri­en­pro­gramms bot. Nicht nur das Wet­ter spiel­te beim Grill­fest mit ins­ge­samt 130 Per­so­nen mit, son­dern auch das Akkor­de­on­or­ches­ter Aich­hal­den-Röten­berg sorg­te für den musi­ka­li­schen Rah­men.

Es war ein gelun­ge­ner Nach­mit­tag für bei­de Sei­ten: die Hei­li­gen­bron­ner klatsch­ten und  tanz­ten und freu­ten sich an der Stim­mungs­mu­sik. Die Musi­ker wie­der­um waren sich einig: solch ein begeis­ter­tes Publi­kum haben sie sel­ten. Ein Kon­zert, bei dem so viel Begeis­te­rung und Freu­de zu spü­ren ist, sei unver­gleich­bar schön. Da wis­se man wie­der, wofür man wochen­lang pro­be, stell­te Diri­gen­tin The­re­sia Emm­rich fest und freut sich schon auf den nächs­ten Besuch in Hei­li­gen­bronn.