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Donnerstag, 2. Juli 2020
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    Tierschutzverein: Sieben vertane Jahre?

    Vorstand widerspricht Kritiker

    Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat Mitte Januar bei nur einer Gegenstimme für die Erhöhung der Fundtierpauschale für den Tierschutzverein Schramberg gestimmt.  Die Erhöhung von 30 Cent auf 1,50 Euro je Einwohner hängt auch mit dem Bau des Tierheims im ehemaligen Paradieshof auf dem Lienberg zusammen.

    Ein Mitglied des Vereins, der nach dem Neuanfang vor sieben Jahren auch im Vorstand aktiv war, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den seitherigen Vorstand. Das Projekt Paradieshof hält Klaus Wilhelm für einen „Wahnwitz“. Da versuche sich der Vorstand, “ein Denkmal zu setzen“. Seiner Meinung nach hätte es genügend Alternativen gegeben, „aber das wollte man nicht“. Auf Nachfrage der NRWZ widerspricht der heutige erste Vorsitzende Claudio Di Simio und spricht von einer „Einzelmeinung“.

    Wilhelm erinnert zunächst an das damalige „Katzenhaus“ im ehemaligen Kindergarten Meierhof. Beim Neuanfang des Vereins sei er als Schriftführer angetreten und habe immer wieder Vorschläge gemacht. Gemeinsam mit Claudio di Simio, damals dem zweiten Vorsitzenden habe er den Meierhofkindergarten angeschaut. „Einzäunen, aufräumen, dann funktioniert’s“, sei damals seine Meinung gewesen. Die Stadt habe damals auch das Öl für die Heizung bezahlt. Die fehlenden Parkplätze hätten sich leicht schaffen lassen. Er hätte Handwerker an der Hand gehabt, die kostenlos beim Renovieren geholfen hätten.

    In dieser Zeit hatte der Verein von einem Herrn 130.000 Euro geerbt. Für Wilhelm eine gute Möglichkeit mit 20 bis 30.000 Euro den Meierhofkindergarten umzubauen und den Rest für Notfälle auf die hohe Kante zu legen. Doch damit sei er nicht durchgedrungen.

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    Meierhof: Zoff mit den Nachbarn

    Di Simio erinnert sich an die Besichtigung mit Wilhelm. Es habe aber gute Gründe gegeben, weshalb der ehemalige Kindergarten als Tierheim ungeeignet war. Zum einen seien die Räume auch zu den damaligen Bedingungen für ein Tierheim nur „bedingt geeignet“ gewesen, zum anderen gab es Probleme mit der Nachbarschaft. Als man beim Aufräumen auf dem Gelände Töpfe mit Cannabispflanzen entdeckt habe, habe der Verein die Polizei informiert. „Tags drauf waren alle Schlösser mit Sekundenkleber zugeklebt.“  Mehrheitlich hätten die Mitglieder gegen den Meierhofkindergarten gestimmt.

    Im vergangenen Sommer hat die Stadt den Meierhofkindergarten abreißen lassen. Foto: Stadt

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    Das zweite mögliche Objekt war ein Haus auf Aichhalder Gemarkung im Gewann Buz. „Das wäre ideal gewesen“, so Wilhelm. Weil es Probleme mit der Nutzungsänderung gab, habe er dem Vorstand vorgeschlagen, den ehemaligen Zimmerner Bürgermeister Siegfried Kammerer  als Vermittler einzuschalten, damit dieser mit seiner kommunalpolitischen Erfahrung und seinen Kontakten „schaut, dass das funktioniert. Das wollte man nicht.“ Prompt sei es schief gegangen.

    Buz: Aichhalder Gemeinderat hat’s blockiert

    Di Simo kann sich nicht mehr an den Kammerer-Vorschlag erinnern. Allerdings sei es so gewesen, dass der Aichhalder Gemeinderat das Einvernehmen für das Projekt nicht erteilt habe, obwohl das rechtlich gar nicht möglich gewesen sei. Die Baurechtsbehörde im Landratsamt  habe den Beschluss deshalb auch aufgehoben. Aber der Hausbesitzerin habe das Ganze zu lange gedauert und sie habe ein bis zwei Wochen vor der positiven Entscheidung für den Tierschutzverein das Haus an einen anderen Interessenten verkauft. Buz sei also am „unfairen Verhalten des Aichhalder Gemeinderats“ gescheitert.

    Aichhalden – von Riesen aus gesehen.

    Wilhelm wie Di Simio berichten von weiteren Objekten, etwa im Bereich „Sieh Dich für“ bei Hardt, die der Tierschutzverein ins Auge gefasst hätte. Aber auch eine alte Halle habe der Verein nicht haben wollen, kritisiert Wilhelm. Irgendwann sei für ihn Schluss gewesen. „Wenn ihr das Geld verbraten wollt…“ Inzwischen seien „sieben Jahre nutzlos vergangen und für die Tiere ist nichts geschehen“.

    Paradieshof: „Das war ein Wahnwitz“

    Scharf ins Gericht geht Wilhelm mit dem Tierschutzvereinsvorstand wegen des Kaufs des mehr als 300 Jahre alten  Paradieshofs: „Das war ein Wahnwitz, so etwas zu machen.“ Dass damals im Grundbuch kein Wegerecht eingetragen war, habe viel zusätzliches Geld gekostet. Bei Paradieshofkauf sei es nicht so sehr um die Tiere gegangen, mutmaßt Wilhelm, als darum, sich ein Denkmal zu setzen. „Der Meierhof war halt nicht standesgemäß.“

    Er habe immer dafür plädiert, mit der Stadt Schramberg nach einem geeigneten Grundstück in einem Gewerbegebiet zu suchen und dann einen Architekten mit dem Bau eines einfachen Hauses zu beauftragen: „Quadratisch, praktisch, gut…Den Tieren ist es nämlich egal, wo sie untergebracht sind.“ 

    Im Dezember 2013: Weil der Verein kein Wegerecht hatte, musste er eine eigene Zufahrt direkt neben dem bestehenden Weg bauen lassen. Der Zustand ist bis heute unverändert.
    Der Weg bleibt gesperrt. Aufnahme vom Ende Januar.

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    Der Kauf des Paradieshofes habe eine längere Vorgeschichte, entgegnet Di Simio. Als das Gebäude dem Verein erstmals angeboten worden war, sei der Preis „jenseits von Gut und Böse“ gewesen. Schließlich stand eine Zwangsversteigerung an, und der Verein habe kurz davor den Hof gekauft.  Dabei sei man beim Wegerecht „zu blauäugig“ gewesen und habe sich auf die Aussagen des Notars und des Maklers verlassen, gibt Di Simio zu.

    Lange Vorlaufzeit

    Andererseits erschien der Paradieshof dem Verein ideal. 2012 habe der Verein das Haus gekauft, 2013 Zugang erhalten und das Projekt Ende 2013 dem Schramberger Gemeinderat vorgestellt. 2014 habe man einen Zuschussantrag gestellt und die Baugenehmigung beantragt. Erst im August 2015 habe man die Genehmigung gehabt und im November 2015 mit dem Umbau begonnen. „Bis dahin waren wir zur Untätigkeit verdammt.“ (In seiner Präsentation im Oktober 2013 im Ausschuss für Umwelt und Technik hatte Di Simio als Bauzeit Januar bis Dezember 2014 genannt.)

    Im November 2017 besichtigte der Ausschuss für Umwelt und Technik die Paradieshofbaustelle. Ganz links in der roten Jacke: Claudio Di Simio.

    Inzwischen sei schon einiges, etwa die Außenfassade, fertiggestellt, „vieles in Eigenleistung der Mitglieder.“ Der Tierschutzverein habe viele Mittel für die Renovierung  erhalten, „die wir aber für Fundtiere aufwenden mussten. Das Geld hat für den Paradieshof gefehlt.“

    Wilhelm ist überzeugt, nicht der einzige zu sein, der die Vorstandschaft kritisiert: “Gute Leute, die damals beim Neustart dabei waren, haben sich zurückgezogen. Auch der Vereinskassierer habe inzwischen aufgegeben. Der Vorstand präsentiere sich „ganz toll im Internet und beim Stadtfest, aber da, wo es drauf ankommt, liegt‘s im Argen.“

    Gut 300 Jahre alte Bausubstanz.

    Seit seinem Rücktritt vor fünf Jahren sei Klaus Wilhelm nicht mehr im Verein aufgetaucht, erwidert Di Simio. „Ich glaube nicht, dass er das beurteilen kann.“  Der Kassierer sei nach sechs Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, das sei nichts Ungewöhnliches. Bei jeder Mitgliederversammlung hätten die Mitglieder den Vorstand immer einstimmig entlastet. Wilhelm sei aber seit seinem Rücktritt nie dabei gewesen. Dieser sagt, er habe irgendwann resigniert. Auch beim Paradieshof: „Stoppen kann man jetzt nichts mehr.“

     

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