Tourismuskongress: Tradition trifft Innovation

Schwarzwald-Touristiker trafen sich in der HAU

Touristiker trafen sich im Auto- und Uhrenmuseum.

SCHRAMBERG (him) – Beim zweit­en Schwarzwald-Touris­muskongress disku­tierten die etwa 150 Teil­nehmer über die Verbindung von Touris­mus und Industrie(kultur). In seinem Gruß­wort lobte der Min­is­ter für Jus­tiz, Europa und Touris­mus, Gui­do Wolf, die „coole Loca­tion“ – der Kongress tagte im Auto- und Uhren­mu­se­um in der H.A.U.

Min­is­ter Gui­do Wolf. Fotos: him

Mit seinen Museen zur Indus­triekul­tur stärke Schram­berg den Touris­mus. Das sei eine „pfif­fige Art, den Touris­mus weit­er zu entwick­eln“, so Wolf. Das beson­dere am Schwarzwald sei die par­al­lele Entwick­lung von Indus­trie und Touris­mus. Wichtig sei, dass — wie in der Indus­trie — auch der Touris­mus offen bleibe für Inno­va­tio­nen. „Die Dig­i­tal­isierung bietet ein großes Poten­zial für den Touris­mus“, ist Wolf überzeugt. Von Buchungssys­te­men über Inter­ne­tange­boten für die Gäste bis zu Nach­be­fra­gun­gen. Aber auch die Verbesserung von Prozess­abläufen könne dank Dig­i­tal­isierung gelin­gen und so den Fachkräfte­man­gel mildern.

Aber trotz allem: „Der Men­sch und die per­sön­liche Begeg­nung dür­fen dabei nicht auf der Strecke bleiben.“ An die Schwarzwälder gewandt mah­nte er zu mehr Zusam­me­nar­beit. Der Gast inter­essiere sich nicht für Klein­teiliges, er wolle eine Des­ti­na­tion als Ganzes im Inter­net find­en.

Begehrlichkeit für den Schwarzwald wecken

Bei einem Podi­ums­ge­spräch hob Lan­drat Wolf-Rüdi­ger Michel die touris­tis­chen Ange­bote Schram­bergs her­vor: Vom Erleb­nis­bauern­hof in Wald­mössin­gen über das Ferien­dorf auf dem Sul­gen und die Museen im Tal bis zum Ferienort Ten­nen­bronn.

Für die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sah Philipp Hilsen­beck „extremes Poten­zial“ im Rot­tweil­er Test­turm: „Was machen wir mit den zig­tausend Besuch­ern?“ Der neue Chef der Schwarzwald-Touris­tik Han­sjörg Mair sieht die Marke Schwarzwald als gegeben an: „Die Bekan­ntheit ist da. Jet­zt müssen wir die Begehrlichkeit weck­en.“ Dabei sei wichtig, die Bewohn­er selb­st für die eige­nen Ange­bote zu begeis­tern. „Erst dann wird es zu einem Lebens­ge­fühl auch für die Gäste.“ Auch Mar­tin Kep­pler von der IHK Nord­schwarzwald bat darum, die dig­i­tale Rev­o­lu­tion nicht zu ver­schlafen. „Wir müssen schneller sein als die anderen.“

Han­sjörg Mair (blauer Anzug) weckt Begehrlichkeit­en.

Schließlich warb Jung­hans-Geschäfts­führer Matthias Stotz schlagfer­tig und mit viel Humor für seine Uhren, aber auch für Schram­berg und den Schwarzwald. Dem Mod­er­a­tor Achim Eick­hoff ver­suchte er unter dem Gelächter der Gäste gle­ich eine Jung­hans-Uhr zu verkaufen. Mit Blick auf die Max-Bill-Uhr, einen Design­klas­sik­er von der Geis­shalde, meinte er: „Gute tra­di­tionelle Dinge sind wieder wichtig gewor­den.“ Er berichtete vom laufend­en Umbau des Ter­rassen­baus in ein Uhren­mu­se­um und kündigte die Fer­tig­stel­lung für das erste Hal­b­jahr 2018 an.

Min­is­ter Wolf mit Ref­er­enten, Gast­ge­bern und Ver­anstal­tern.

Über den Hauptvor­trag beim Touris­muskongress bericht­en wir noch.