Trauer um langjährige Narrenmutter Brigitte Marte

Trauerfeier am Donnerstag 28. November, um 13:30 Uhr in der Friedhofskapelle Hintersulgen

Schram­berg-Sul­gen. 28 Jah­re war Bri­git­te Mar­te die star­ke Frau im Hin­ter­grund des Sul­ge­ner Nar­ren­prä­si­den­ten, davor hielt sie ihm in sei­ner sie­ben­jäh­ri­gen Amts­zeit als Krit­zel­meis­ter den Rücken frei. Dies auch in sei­nen Funk­tio­nen als Vor­sit­zen­der des Ver­eins­ring Sul­gen seit 2000 als auch seit 1994 in der des Ober­zunft­meis­ter der Frei­en Nar­ren­ver­ei­ni­gung Mitt­le­rer Schwarz­wald. Am Frei­tag ist sie nach kur­zer schwe­rer Krank­heit ver­stor­ben.


Sie selbst war zumeist im Hin­ter­grund und am Fas­nets­wo­chen­en­de stets in der Hal­len­kü­che anzu­tref­fen. Dabei war sie schon län­ger als ihr Mann Mit­glied in der Sul­ge­ner Krat­ten­ma­cher­zunft. Bereits mit 16 Jah­ren wur­de sie durch ihre älte­re Schwes­ter Jut­ta mit einer Son­der­ge­neh­mi­gung ins Zunft­bal­lett geholt. Damals war das vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­al­ter auf 18 Jah­re fest­ge­legt.

Gleich­zei­tig zähl­te sie ohne Zwei­fel zu den Pio­nie­rin­nen der hie­si­gen Damen­fuß­ball­sze­ne und spiel­te zuerst in Rötenberg/Aichhalden spä­ter bei der Spiel­ver­ei­ni­gung 08 Schram­berg.
Nur in der Not oder auf Drän­gen trat sie in der Zunft aus dem Hin­ter­grund her­aus.
So über­nahm sie ein­mal für vier Jah­re die Lei­tung des Zunft­bal­lett und sorg­te für die Neu­ein­klei­dung der Abtei­lung.

Spä­ter über­nahm sie für eben­falls vier Jah­re die Kas­sen­füh­rung im Fan­fa­ren­zug und war gleich­zei­tig bis zur Fer­tig­stel­lung auch Mit­glied im Aus­schuss für den Nar­ren­brun­nen und der Han­sel­gil­de.

Im Jah­re 2006 betrat sie wäh­rend einer Ver­samm­lung der Euro­päi­schen Nar­ren­ver­ei­ni­gung anläss­lich der Ver­lei­hung der Ehren­na­del des Lan­des Baden-Würt­tem­berg durch den dama­li­gen Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Her­bert O. Zinell an ihren Ehe­mann doch ein­mal die Hal­len­büh­ne.

Die­ser wid­me­te die Aus­zeich­nung näm­lich vor allem sei­nem bes­ten Freund – eben ihr.
Aber am wohls­ten fühl­te sie sich zwei­fel­los im Nar­ren­kleid; lan­ge Zeit im Sul­ge­ner Han­sel spä­ter dann in ihrer Kaf­fee­doh­le.

Im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res erkrank­te sie schwer und wur­de nach zwei erfolg­lo­sen Ein­grif­fen nach einer aus­zeh­ren­den The­ra­pie im März die­sen Jah­res dann dem Anschein nach erfolg­reich ope­riert und als geheilt ent­las­sen. Doch wie­der­um im Sep­tem­ber kam die heim­tü­cki­sche Krank­heit mit unvor­stell­ba­rer Wucht zurück und es bestand kei­ne Chan­ce mehr auf Hei­lung.

Nun ist Bri­git­te Mar­te am Frei­tag­nach­mit­tag nach kur­zer schwe­rer Krank­heit im Krei­se ihrer Fami­lie fried­lich ent­schla­fen. Sie hin­ter­lässt ihren Ehe­mann und zwei erwach­se­ne Töch­ter mit Part­ner.

Die Trau­er­fei­er fin­det am Don­ners­tag 28. Novem­ber, um 13.30 Uhr in der Fried­hofs­ka­pel­le Hin­ter­sul­gen statt.