Um deutsch-italienische Verständigung verdient gemacht

Um deutsch-italienische Verständigung verdient gemacht

Eine ganz besondere Ehre wurde Giuseppe Agosta vergangene Woche im Schloss zuteil. Aus den Händen des italienischen Konsuls in Freiburg, Frederico Lorenzo Ramaioli durfte er die „Stella al Merito del Lavoro“, den Arbeitsverdienstorden der Republik Italien, entgegennehmen. Darüber berichtet die Stadt Schramberg in einer Pressemitteilung:

Die kleine Feierstunde eröffnete Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr mit einer Laudatio für den gebürtigen Sizilianer. Agosta, der als 17-jähriger nach Schramberg gekommen ist, hatte sich von Anfang an für die deutsch-italienische Verständigung und Integration stark gemacht. Er war Gründungsmitglied der „Associazione Sportiva Schramberg“, Sprecher im Betriebsrat der Firma Schweizer und im Ausländerbeirat der Stadt gewesen. Als ehrenamtlicher „Corrispondente Consolare“ berät er seit 1974 italienische Mitbürger zu verschiedenen Angelegenheiten.

In Schramberg geblieben

Der Liebe wegen ist er in Schramberg hängen geblieben und hatte sich beim Projekt „Zwischen Zwei Welten – Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter in Schramberg“ verdient gemacht. Aus diesen Gründen wurde ihm auch 2016 der Ehrenbrief der Stadt Schramberg verliehen. „Giuseppe Agosta ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sehr die ursprünglich als ,Gastarbeiter´ zu uns gekommenen Menschen unsere Gesellschaft mit prägen und bereichern. Ich bin stolz darauf, dass Herr Agosta Bürger der Stadt Schramberg ist,“ so die Oberbürgermeisterin.

„Im Namen der Republik Italien gratulieren wir unsrem Freund zu dieser Ehrung“, sagte Konsul Ramaioli, bevor er Agosta den Orden ans Revers heftete.

 

Europafahne wiederentdeckt

Besondere Worte, teilweise in italienischer Sprache, fand der Leiter des Stadtarchivs und Stadtmuseums Carsten Kohlmann für seinen Freund. „Ein Europäer, der sich dafür seit nun bald sechs Jahrzehnten beispielhaft engagiert, ist Giuseppe Agosta. Zu Recht wird er dafür nach dem Ehrenbrief seiner Heimatstadt Schramberg im Jahr 2017 heute auch mit dem „Stella al merito del lavoro“ seines Heimatlandes Italien als „Co-fondatore della Casa Europea“ gewürdigt“, gratulierte ihm Kohlmann.

In seiner Ansprache erinnerte der Stadtarchivar auch an die fast vergessene Europafahne, die der damalige CVP-Politiker Francis Tanghe aus Belgien und Mitglied des Europarates, an den früheren Oberbürgermeister Roland Geitmann beim Stadtfest am 2. September 1978 überreichte.

Zahlreiche Gratulanten

Sichtlich berührt dankte Giuseppe Agosta zum Schluss allen Anwesenden, seiner Familie und Freunden für die Ehre, die ihm an dem Abend zuteil wurde. Unter den Gratulanten waren auch der frühere Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt, Herbert O. Zinell, sein Nachfolger, der ehemalige Oberbürgermeister Thomas Herzog und Nicolas Schweizer, Vorstandsvorsitzender der Schweizer Electronic AG, dem langjährigen Arbeitgeber Agostas.

Seite 1 / 1
Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 25. September 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/schramberg/um-deutsch-italienische-verstaendigung-verdient-gemacht/324366