Stolz auf die 38. Ausgabe: „D’Kräz“- Redakteur Ewald Graf und Martin Maurer, der Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins (von links). Foto: him

Die inzwi­schen 38. Aus­ga­be der Zeit­schrift D’Kräz haben der Vor­sit­zen­de des Muse­ums- und Geschichts­ver­eins  Schram­berg Mar­tin Mau­rer und der Redak­teur des Hef­tes Ewald Graf am Don­ners­tag vor­ge­stellt.

 

Mau­rer berich­tet, dass die etwa 230 Mit­glie­der des Ver­eins das Heft per Post erhal­ten. Er dank­te den Autoren und Redak­teur Graf, der mit der 38. Aus­ga­be sein zwei­tes Heft ver­ant­wor­tet habe. Eben­falls frei geschal­tet wer­de  die über­ar­bei­te­te Home­page www.kraez.de. Dort fin­den sich die Inhalts­ver­zeich­nis­se aller bis­her erschie­ne­nen Hef­te. Er erhal­ten regel­mä­ßig Anfra­gen zu frü­he­ren Aus­ga­ben so Mau­rer: „Wir lie­fern in die gan­ze Welt.“

Graf erläu­tert, er habe ver­sucht, einen Inter­es­sen­mix für die Leser­schaft zu fin­den, der im Stil und Inhalt Abwechs­lung brin­ge. Das Heft ent­hält acht Bei­trä­ge zur Geschich­te der Raum­schaft Schram­berg.

Gise­la Lix­feld, die ehe­ma­li­ge  Lei­te­rin des Stadt­mu­se­ums, befasst sich mit 100 Jah­re Frau­en­wahl­recht in Schram­berg und berich­tet von den ers­ten bei­den Frau­en, die 1919 in den Gemein­de­rat gewählt wur­den.

Edwin Klaus­mann beschreibt sei­ne Kind­heit auf dem Josen­bau­ern­hof in Ten­nen­bronn im zwei­ten Welt­krieg. Klaus­mann, der einen Vor­trag für d’Kräz über­ar­bei­tet hat,  schil­de­re sehr anschau­lich „die Kriegs­er­leb­nis­se, den Ter­ror und die Hun­ger­zeit in Ten­nen­bronn“, so Graf.

Gise­la Rom­ing beschäf­tigt die Geschich­te eines Krie­ger­denk­mals in Lau­ter­bach, das 1935 errich­tet wur­de. In die­sem Zusam­men­hang berich­tet sie auch über den NSDAP-Kreis­lei­ter Otto Arnold aus Lau­ter­bach wäh­rend der Nazi­zeit und danach.

Die Armut in Sul­gen Mit­te des 19. Jahr­hun­derts ist The­ma einer Arbeit von Mar­cel Büh­ler. 1855 hat der König von Würt­tem­berg Sul­gen zur „Not­stands­ge­mein­de“ aus­ge­ru­fen.  Wie es dazu kam, dass die Gemein­de ver­elen­de­te, schil­dert der ange­hen­de His­to­ri­ker anhand von Ori­gi­nal­do­ku­men­ten.

Über sei­nen Groß­va­ter, den legen­dä­ren Diri­gen­ten der Schram­ber­ger Stadt­mu­sik Ernst Jaku­baschk schreibt Hans-Jörg Fink­bei­ner. „Eine Erzäh­lung aus ers­ter Hand die  sehr leben­dig  die Per­sön­lich­keit Jaku­baschks cha­rak­te­ri­siert“, wie Graf betont.

Ein Auf­satz des vor eini­gen Mona­ten ver­stor­be­nen Ernst Huber über die Geschich­te der Möbel­fa­brik Moser wird ergänzt durch einen Nach­ruf auf Huber, den Cars­ten Kohl­mann ver­fasst hat.

Die­ter Kohl­mann ist auf einen Mord­fall in Berg­zell gesto­ßen. Catha­ri­na Sum wur­de im Jahr 1860  in ihrem klei­nen Haus auf der Höhe zwi­schen Schiltach und Schen­ken­zell ermor­det. Anhand der Zei­tungs­be­rich­te von damals schil­dert Kohl­mann den Schwur­ge­richts­pro­zess und die Hin­rich­tung des Mör­ders.

Am Ende gibt Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog einen Rück­blick auf das Jahr 2017 und das Stadt­ju­bi­lä­um. Abge­run­det wird D’ Kräz mit der Jah­res­chro­nik für die Raum­schaft und Hin­wei­sen auf Neu­erschei­nun­gen.

Info: „D’Kräz“  erscheint erschie­nen in einer Auf­la­ge von 1.200 Exem­pla­ren, sie kos­tet acht Euro und ist zu kau­fen in der ”Buch­le­se”, in den Filia­len der Bäcke­rei Brant­ner Sul­gen-Mit­te, Berg­stra­ße und Spit­tel in der Tal­stadt, in der Orts­ver­wal­tung Ten­nen­bronn, im Stadt­mu­se­um, im Auto und Uhren­mu­se­um und in der „Fri­sche-Ecke“ in Lau­ter­bach.