Start Schram­berg Von Rap, Respekt bis Rotem Kreuz

Von Rap, Respekt bis Rotem Kreuz

Ent­de­cker­ta­ge an der Erhard-Jung­hans-Schu­le

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An der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le, der Real­schu­le und Gemein­schafts­schu­le in Schram­berg, fan­den die­ser Tage wie­der die Ent­de­cker­ta­ge statt. Dar­über berich­tet die Schu­le:


Unge­wöhn­li­che Klän­ge ertön­ten wäh­rend der dies­jäh­ri­gen „Ent­de­cker­ta­ge“ im Musik­saal der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le in Schram­berg: Die Klas­sen 8a und 8c der Schu­le waren dabei, die Welt des Rap zu ent­de­cken. Zusam­men mit zwei Mit­ar­bei­tern der „Who am I – Crea­ti­ve Aca­de­my Mann­heim“ gelang es ihnen, im Rah­men eines Rap-Work­­shops eige­ne Rap-Tex­­te zu ver­fas­sen, die­se ein­zu­üben und pro­fes­sio­nell auf­zu­neh­men.

”Wir leben diesen Style”

Von Beginn an waren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei­der Klas­sen Feu­er und Flam­me und konn­ten ihrer Fan­ta­sie beim Tex­ten einer eige­nen Stro­phe für einen Rap-Song frei­en Lauf zu las­sen. Bei den anschlie­ßen­den Auf­nah­men mit­hil­fe pro­fes­sio­nel­ler Ton­auf­nah­me­ge­rä­te zeig­ten sich bei vie­len Schü­le­rin­nen und Schü­lern ver­bor­ge­ne Talen­te im Umgang mit den Sprech­tex­ten zu einem vor­ge­ge­ben Beat.

Die Rap­per der 8. Klas­se.

Doch nicht nur die musi­ka­li­sche För­de­rung stand im Mit­tel­punkt des Pro­jekts. Indem jede Klein­grup­pe aus den ein­zel­nen Klas­sen für das Schrei­ben und Auf­neh­men einer eige­nen Stro­phe ver­ant­wort­lich war, konn­te durch ein gemein­sa­mes Klas­sen­ziel auch die Klas­sen­ge­mein­schaft gestärkt wer­den.

Alle Tex­te stan­den unter dem gro­ßen The­ma „Respekt“, wie der fol­gen­de Aus­zug einer Schü­ler­grup­pe ein­drück­lich zeigt: Wie behan­deln wir die Men­schen, die wir jeden Tag sehn? Die uns zei­gen, wie wir sind und uns jedes Mal ver­stehn. Wir geben ihnen Lie­be und stehn ihnen bei, so haben wir es gelernt. Man – wir leben die­sen Style.

Sauberes Gelände

Wäh­rend ein Teil der Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le rapp­ten, was das Zeug hielt, beschäf­tig­ten sich die Sechst­kläss­ler der EJS mit dem The­ma „Sozia­les Enga­ge­ment“. Zunächst infor­mier­ten sich die Schü­ler mit Hil­fe einer Lern­the­ke und der Inter­net­re­cher­che über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten sich ehren­amt­lich zu enga­gie­ren. Jede Schü­ler­grup­pe gestal­te­te dazu eine kur­ze Prä­sen­ta­ti­on. Schließ­lich setz­ten die Sechst­kläss­ler das Gelern­te gleich in Taten um und sorg­ten bei einer Putz­ak­ti­on für ein sau­be­res Schul­ge­län­de.


Eini­ge Schü­ler durf­ten wäh­rend­des­sen im Kin­der­gar­ten Don Bosco aus­hel­fen. Ein wei­te­res The­ma im Rah­men die­ses Pro­jek­tes war „Das Deut­sche Rote Kreuz“. Hier gewähr­te der ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter Herr Kopp Ein­bli­cke in die Arbeit des DRK. Die Schü­ler durf­ten auch prak­ti­sche Erfah­run­gen sam­meln und bei­spiels­wei­se die sta­bi­le Sei­ten­la­ge sowie das Anle­gen ver­schie­de­ner Ver­bän­de üben. Die Woche ende­te für die Sechst­kläß­ler schließ­lich mit einer gelun­ge­nen Schul­h­aus­über­nach­tung.

Neue Heimat Schwarzwald


Die Will­kom­mens­klas­se der Gemein­­schafts- und Real­schu­le beschäf­tig­te sich hin­ge­gen mit ihrer neu­en Hei­mat, dem Schwarz­wald. Gestar­tet wur­de mit einem Film über den Natur­raum Schwarz­wald, wobei die rund 25 Jugend­li­chen eini­ges über die Geschich­te des Schwarz­wal­des und die Bedeu­tung des Tou­ris­mus erfuh­ren. Anschlie­ßend besuch­te Fami­lie Kern, Mit­glie­der des Trach­ten­ver­eins Schram­berg, die Klas­se und stell­te dabei die Schram­ber­ger Tracht vor.

Die Jugend­li­chen lern­ten haut­nah die Namen und Beson­der­hei­ten der ein­zel­nen Klei­dungs­stü­cke ken­nen und auch so man­che Rede­wen­dung wur­de erklärt. Denn so dür­fen nur ver­hei­ra­te­te Frau­en die Rad­hau­be tra­gen und daher kommt auch die Aus­sa­ge: „Unter die Hau­be kom­men.“ Die edlen und auf­wen­di­gen Klei­dungs­stü­cke hin­ter­lie­ßen dabei einen blei­ben­den Ein­druck bei den Jugend­li­chen.

Im wei­te­ren Ver­lauf der Woche betrach­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach einer kur­zen Ein­füh­rung über den Schwarz­wald­hof als Lebens­raum Bil­der des Foto­gra­fen Sebas­ti­an Wehr­le und wie­der­hol­ten das erlern­te Wis­sen vom Vor­tag. Anschlie­ßend wur­de gemalt, geschnit­ten und geklebt – die Jugend­li­chen fer­tig­ten Col­la­gen zum The­ma “Schwarz­wald und sei­ne Trach­ten“ an. Dabei klei­de­ten sie sich selbst in Form von Fotos in Schwarz­wäl­der Trach­ten, was bei man­chen für gro­ße Erhei­te­rung sorg­te.

Als nächs­tes stand ein Aus­flug zur Rui­ne Fal­ken­stein auf dem Pro­gramm. Bei tro­cke­ner Wit­te­rung und Son­nen­schein erklom­men die Jugend­li­chen mit ihren Begleit­leh­re­rIn­nen die Schram­ber­ger Höhen und erleb­ten auf die­se Wei­se die Her­aus­for­de­run­gen der täg­li­chen Arbeit der Bau­ern vor 150 Jah­ren.

Natür­lich durf­te bei die­sem The­ma in die­ser Woche auch eines der bekann­tes­ten Sym­bo­le des Schwarz­walds, die Kuckucks­uhr, nicht feh­len. Mit Hil­fe von Vor­la­gen gestal­te­ten die Jugend­li­chen ein Uhren­häus­chen mit Kuckuck, auch wenn die­ser nicht rufen kann. Mit Hil­fe eines Uhr­werks besit­zen nun alle Schü­le­rIn­nen ihre eige­ne Kuckucks­uhr. Die Stil­le des kon­zen­trier­ten Arbei­tens an die­sem Vor­mit­tag sprach für sich. Am Ende gab es gro­ßen Applaus für die gestal­te­ten Kunst­wer­ke und eine durf­te sogar im Klas­sen­zim­mer blei­ben.

Kuckucksuhr und Käsespätzle


Zum Abschluss stan­den die kuli­na­ri­schen Genüs­se auf dem Stun­den­plan und es wur­den mit Hil­fe von drei Leh­re­rin­nen Schwarz­wäl­der Spe­zia­li­tä­ten selbst zube­rei­tet. In vier Grup­pen auf­ge­teilt berei­te­te die Klas­se ein drei­gän­gi­ges Menü zu. Nach einem gemisch­ten Salat gab es selbst­ge­mach­te Käse­spätz­le und zum Abschluss ein Kirsch-Trif­­le, eine Hom­mage an die Schwarz­wäl­der Kirsch­tor­te. An der rie­si­gen Tafel fan­den alle 25 flei­ßi­gen KöchIn­nen Platz und genos­sen abschlie­ßend ihre frisch zube­rei­te­ten Spe­zia­li­tä­ten.

So kochen die Schwa­ben ihre Spätz­le rich­tig.


Die­se Woche war für die Jugend­li­chen aus vie­len Tei­len der Erde  nicht nur Spaß, denn ganz neben­bei lern­ten sie sehr vie­le neue Wör­ter und eini­ges über die neue Hei­mat. Der Trach­ten­ver­ein Schram­berg wies noch auf sei­ne neue Jugend­grup­pe hin, wel­che sich über Nach­wuchs sehr freue. Treff­punkt sei immer mitt­wochs, um 15 Uhr im 3. Stock der HAU.


Dies sind nur drei Bei­spie­le, was Schü­le­rin­nen und Schü­ler der EJS wäh­rend der Ent­de­cker­ta­ge erlebt haben. Es war jedoch für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le eine span­nen­de Erfah­rung, wie viel man ler­nen kann, auch wenn kein regu­lä­rer Unter­richt im Klas­sen­zim­mer statt­fin­det.

 

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