Die Kinder der Projektgruppe „Tolle Trachten“ durften selbst einmal in Trachten schlüpfen. Fotos: pm

Schram­berg-Ten­nen­bronn. Die Kin­der der Grund­schu­le Ten­nen­bronn wid­me­ten sich wäh­rend der Pro­jekt­ta­ge dem The­ma Schwarz­wald, blick­ten zurück in die Zeit, in der But­ter noch geschüt­telt und gerührt wer­den muss­te und erkun­de­ten den Schwarz­wald direkt vor der Schul­tü­re

Die Kin­der der Pro­jekt­grup­pe „Tol­le Trach­ten“ eröff­ne­ten zum Prä­sen­ta­ti­ons­tag ihre eige­ne klei­ne Aus­stel­lung.

Eine BVB-Kuckucks­uhr, Trach­ten­trä­ge­rin­nen mit Tat­toos und bun­te Kühe? Der Schwarz­wald hat tra­di­tio­nel­le und roman­ti­sche Sei­ten, die immer wie­der aufs Neue durch moder­ne, manch­mal auch extra­va­gan­te Aspek­te erwei­tert wer­den. Das wur­de auch bei den dies­jäh­ri­gen Pro­jekt­ta­gen der Grund­schu­le Ten­nen­bronn zum The­ma „Schwarz­wald“ deut­lich. Es wur­de gewan­dert und geforscht, gebas­telt und geba­cken.

Die „Was­ser­for­scher“ nah­men die Gewäs­ser in der Umge­bung der Grund­schu­le unter die Lupe.

Und da die Schu­le mit­ten im Schwarz­wald steht, ström­ten die Kin­der hin­aus in die Umge­bung: Bar­ba­ra Bald­auf nahm die Kin­der ihres Pro­jekts „Was weißt denn du von der Kuh?“ mit auf den Ober­fal­ken­hof, wo sie alles über die­ses für die Schwarz­wäl­der Land­wirt­schaft wich­ti­ge Tier und die Hal­tung auf dem Hof erfuh­ren. Zurück in der Schu­le bekleb­ten sie unter Ande­rem klei­ne Papp­kü­he mit kun­ter­bun­tem Papier.

Am Prä­sen­ta­ti­ons­tag konn­ten die Eltern und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der ande­ren Grup­pen sich anschau­en, was die „Was­ser­for­scher“ her­aus­ge­fun­den hat­ten.

Die Grup­pe von Johan­na Rosen­fel­der nahm den Schwarz­wald mit ins Schul­haus: Aus Natur­ma­te­ri­al aus dem Wald ent­stan­den Mobi­les und Flo­ße, die natür­lich gleich auf ihre Schwimm­fä­hig­keit getes­tet wur­den. „Kein ein­zi­ges Boot ist unter­ge­gan­gen, alle sind super geschwom­men!“ berich­te­te eines der Kin­der begeis­tert wäh­rend der Pro­jekt­vor­stel­lung. Die Kuckucks­uh­ren aus Schuh­kar­tons, die wäh­rend der Pro­jekt­ta­ge ent­stan­den schmü­cken nun das Trep­pen­haus und die Gän­ge der Schu­le. Der Krea­ti­vi­tät der Kin­der waren bei der Gestal­tung kei­ne Gren­zen gesetzt und so ent­stand unter Anlei­tung von San­dra Slot­ta besag­te BVB-Kuckucks­uhr sowie Uhren mit Schmet­ter­lin­gen, Kreuz­fahrt­schif­fen, Pfer­den und Wur­zel­he­xen.

Kon­zen­triert arbei­ten die Kin­der an ihren selbst gestal­te­ten Kuckucks­uh­ren.

Dass der Bol­len­hut zwar ein Wahr­zei­chen des Schwarz­wal­des ist, in Ten­nen­bronn aber nie getra­gen wur­de, wis­sen die Kin­der der Pro­jekt­grup­pe „Tol­le Trach­ten“ von Sarah Hujer jetzt genau. Ange­li­ka Nagel von der Trach­ten­grup­pe Ten­nen­bronn hat­te statt­des­sen einen Ten­nen­bron­ner Rosen­hut dabei und die Kin­der durf­ten sogar selbst in Trach­ten schlüp­fen. Wäh­rend des Besuchs der Aus­stel­lung „The mys­ti­cal Black Forest“ von Sebas­ti­an Wehr­le in Schram­berg stell­te sich her­aus, dass die meis­ten Kin­der die tra­di­tio­nel­le Sicht auf die Trach­ten bevor­zu­gen. Die Aus­stel­lung gefiel ihnen sehr gut, aber was die Fotos angeht war sich ein Mäd­chen sehr sicher: „Das mit den Täto­wie­run­gen und dem Nagel­lack gefällt mir nicht, das passt doch gar nicht zu den Trach­ten!“

Die indi­vi­du­ell gestal­te­ten Kuckucks­uh­ren schmü­cken jetzt Trep­pen­haus und Gän­ge in der Grund­schu­le.

Wäh­rend­des­sen nah­men die Was­ser­for­scher mit Tan­ja Wit­kow­ski die Bäche in der Umge­bung der Schu­le im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes unter die Lupe und die Grup­pe von Uta Bösin­ger ließ sich von Wald, Wie­sen und dem Stof­fe­le­hof für einen selbst gestal­te­ten Hei­mat­ka­len­der inspi­rie­ren.

Am Prä­sen­ta­ti­ons­tag konn­ten die Kin­der ihren Eltern ihre selbst gestal­te­ten Hei­mat­ka­len­der zei­gen.

Kers­tin Hein­lein gestal­te­te mit den Kin­dern mit Säge und Löt­kol­ben Speck­bret­ter, die die idea­le Grund­la­ge waren für die Ergeb­nis­se der Grup­pe von Regi­na Rau­ber. Sie wid­me­te sich der kuli­na­ri­schen Sei­te des Schwarz­wal­des: Bei der Pro­jekt­prä­sen­ta­ti­on am Frei­tag wur­den die Kin­der und Eltern mit Brot, But­ter, Frisch­kä­se und Mar­me­la­de ver­wöhnt – alles natür­lich selbst geba­cken, geschüt­telt und gerührt.

Die „Omas und Opas“ san­gen zum Abschluss der Pro­jekt­ta­ge „In Muä­ters Stü­be­le“ und „Schwarz­wald­ma­rie“.

Der Prä­sen­ta­ti­ons­tag ende­te in der Pau­sen­hal­le, wo alle Kin­der, Eltern und Leh­re­rin­nen mit den „Omas und Opas“ (Rein­hard und Mela­nie Gün­ter, Bob und Luzia Hil­ser) die „Schwarz­wald­ma­rie“ anstimm­ten und dann, auf beson­de­ren Wunsch der Kin­der und Eltern, noch „Ich bin ein Dorf­kind und dar­auf bin ich stolz“ – jetzt viel­leicht noch ein biss­chen mehr, steht die­ses Dorf doch mit­ten im schö­nen und tra­di­tio­nel­len und sich immer wie­der neu erfin­den­den Schwarz­wald.

Die Kin­der hör­ten auf­merk­sam zu, als die „Omas und Opas“ das Volks­lied „In Mut­ters Stü­be­le“ vor­tru­gen. Spä­ter wur­de zur „Schwarz­wald­ma­rie“ gesun­gen und geklatscht.