Waldmössingen: Der neue Ortsvorsteher heißt Markus Falk

Tennenbronn muss noch warten

SCHRAMBERG –  Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung den  Diplom-Verwaltungsbetriebswirt Markus Falk zum neuen Waldmössinger Ortsvorsteher gewählt. Seit Claudia Schmid zum Jahresbeginn als Leiterin der Volkshochschule ins Schramberger Rathaus gewechselt war,  war die Stelle nicht besetzt.

Falk, der 1970 in Neuwied geboren wurde und dort auch aufwuchs, arbeitet derzeit bei der Stadtverwaltung in Koblenz in der Kämmerei und im Steueramt.  Nach fast 30 Jahren im öffentlichen Dienst reize ihn nun an der neuen Aufgabe, dass er als Ortsvorsteher seine privaten Interessen, nämlich Kultur und Politik, mit der Arbeit in der Verwaltung miteinander „in Verbindung bringen kann“.

Falk war einige Jahre in seinem Wohnort Bendorf auch als FDP-Mitglied im Gemeinderat und dort auch Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender. Außerdem war er „Vorstand und Mitglied zahlreicher Vereine im Bereich Kunst und Kultur“, wie man im Internet nachlesen kann. Für seine Partei trat Falk 2009 im Wahlkreis Koblenz auch als Bundestagskandidat an. Aus der FDP sei er „in aller Freundschaft“ wieder ausgetreten.

Vorliebe für den Schwarzwald

Er habe sich die Orte, in denen er sich um eine neue Aufgabe beworben habe, vorher genau angesehen, und geschaut, ob er dort auch leben möchte. „Ich habe eine Vorliebe für den Südwesten und besonders für den Schwarzwald“, so Falk unmittelbar nach seiner Wahl.

Zu Jahresbeginn hatte Falk sich um ein Bürgermeisteramt in Volkertshausen bei Singen bemüht. Er hatte aber kurzfristig seinen Wahlkampf eingestellt und dafür auf Facebook private Gründe angegeben. Im Sommer 2018 hatte er sich in Wittnau im Hochschwarzwald um das Bürgermeisteramt beworben.

Amtsantritt 2020

Nun also Waldmössingen. „Ich denke, dass ich einiges zur weiteren Entwicklung des Ortes beitragen kann“, versicherte r im Gespräch mit der NRWZ. Offen ist, wann Falk sein Amt antreten kann.  „Es handelt sich um eine Versetzung im Beamtenbereich“, erläutert  Ute Vogel, im Rathaus für Personalangelegenheiten verantwortlich. Da müsse die Stadt Schramberg mit der Stadt Koblenz verhandeln. Es werde aber wohl erst im neuen Jahr klappen, vermutet Falk.

Tennenbronn wartet weiter

In Tennenbronn liegen der Verwaltung Bewerbungen für das Ortsvorsteheramt vor, die nun intern geprüft werden. “Demnächst“, so Vogel, werde man mit den geeigneten Bewerbungen in den Ortschaftsrat kommen.

Weiterhin ohne hauptamtlichen Ortsvorsteher: Rathaus in Tennenbronn. Foto: him

Lutz Strobel, der bis zur Kommunalwahl Ortsvorsteher war, hatte nicht mehr das Vertrauen des Tennenbronner Ortschaftsrats erhalten. Auslöser war eine e-Mailaffäre, über die die NRWZ berichtete. Strobel hat sich im Mai krank gemeldet. Vogel bestätigt, dass er „im Moment nicht im Dienst ist“.

 

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