Vor dem Kinderhaus in Kamukongo in Uganda. Fotos: pm

SCHRAMBERG (pm) – Jeden Monat stellt der Welt­la­den ein ande­res Pro­jekt aus dem Eine-Welt-Forum vor. Der­zeit eine Hilfs­ak­ti­on aus Ugan­da, wie einem Pres­se­be­richt aus dem Welt­la­den zu ent­neh­men ist:

Das ugan­di­sche Ehe­paar Maria Goret­ti und Emma­nu­el Mus­o­ke hat­ten das Glück, eine gute Schu­le zu besu­chen und einen  Beruf zu erler­nen, der ihnen und ihrer Fami­lie eine per­sön­li­che Zukunft ermöglichte.

Dank­bar über die­ses Pri­vi­leg war für bei­de klar, dass sie nicht nur ihren eige­nen fünf Kin­dern Bil­dung und somit Zukunft ermög­li­chen möch­ten, son­dern mög­lichst vie­len Kin­dern. Schnell waren  zehn Wai­sen­kin­der im Haus und die räum­li­chen und finan­zi­el­len Res­sour­cen der Fami­lie Mus­o­ke erschöpft.

Emma­nu­el Mus­o­ke und Maria Goret­ti bei Lucia Schmi­der in Wald­mös­sin­gen zu Besuch.

Hil­fe kam zunächst von Freun­den aus Deutsch­land, unter ande­rem aus Schram­berg, die Emma­nu­el wäh­rend sei­ner Aus­bil­dung in Deutsch­land ken­nen­ge­lernt hat­te. Mit der Grün­dung des För­der-Ver­eins OCAOF ( „Our child­ren and our future“) in Rem­scheid mit des­sen Vor­sit­zen­den Franz Leb­fromm wur­de das Pro­jekt, den stän­di­gen Wei­ter­ent­wick­lun­gen ent­spre­chend, professionalisiert.

Da hung­ri­ge und kran­ke Kin­der schlecht ler­nen, war die wich­tigs­te Auf­ga­be zunächst für eine gute Ernäh­rung  zu sor­gen. Inzwi­schen gibt es in Kamu­kon­go im Süden von Ugan­da einen r gro­ßen land­wirt­schaft­li­chen Betrieb. Unter dem Stich­wort „Hil­fe zur Selbst­hil­fe“ wur­de die Ernäh­rungs­fra­ge gelöst. Über ein Geschäfts­haus und eine Werk­statt an einem Ver­kehrs­kno­ten­punkt wer­den durch den Ver­kauf von hei­mi­schen Pro­duk­ten Ein­nah­men zur Selbst­ver­sor­gung erzielt.

In Zusam­men­ar­beit mit OCAOF wur­de der Auf­bau eines Kin­der­heims in Kamu­kon­go rea­li­siert. Heu­te wer­den hier etwa 90 Kin­der betreut. Die ört­li­che St.-Franziskus-Grundschule wur­de aus­ge­baut. Inzwi­schen neh­men über 250 Kin­der am sechs­jäh­ri­gen Grund­schul­un­ter­richt teil. Die Finan­zie­rung erfolgt größ­ten­teils über Schul­pa­ten­schaf­ten. Durch Unter­stüt­zung der Deut­schen Ent­wick­lungs­hil­fe konn­te in jüngs­ter Zeit eine Berufs­schu­le auf­ge­baut werden.

Viel ist schon geschafft

Wei­te­re Auf­ga­ben sind inzwi­schen erle­digt: Ver­bes­se­rung der Was­ser­qua­li­tät durch Brun­nen Tanks und Zis­ter­nen. Nut­zung von erneu­er­ba­ren Ener­gi­en, Anle­gen von wei­te­ren land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen, Stäl­len und Fisch­dei­chen um die lang­fris­ti­ge Eigen­ver­sor­gung zu gewähr­leis­ten. Alle im Dorf sol­len von die­sem Pro­jekt profitieren.

Wei­te­re Zie­le sind nun die Erwei­te­rung des Kin­der­heims in Kamu­kon­go, der Aus­bau des Berufs­bil­dungs­in­sti­tu­tes und der Bau einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le. Ganz wich­tig ist allen Betei­lig­ten vor allem die beglei­ten­de Unter­stüt­zung beim Auf­bau klei­ner Unter­neh­men und damit die Schaf­fung von Arbeits­plät­zen. Lang­fris­tig geht es um Eigen­stän­dig­keit und finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit. Finan­ziert wer­den alle die­se Vor­ha­ben über Spen­den und Schulpatenschaften.

Im Schram­ber­ger Welt­la­den gibt es ver­schie­de­ne Arti­kel zu kau­fen, die in Kamu­kon­go gefer­tigt wer­den. Außer­dem wird zu Guns­ten des Pro­jekts Honig von Schram­ber­ger Bie­nen angeboten.

Vie­le Fotos und wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind über die Home­page www.our-children-and-our-future.de erhältlich.