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Rottweil
Montag, 17. Februar 2020

Krankenhaus: Wohnraum statt Krankenzimmer?

Investor könnte Teile des Krankenhauses umnutzen / Sanierungsgebiet Voraussetzung

SCHRAMBERG (him) – Entgeht das ehemalige Schramberger Krankenhaus doch noch der Abrissbirne? Die Chancen steigen, jedenfalls wenn man einer Tischvorlage Glauben schenken mag, die der Gemeinderat am Donnerstagabend berät.

Darin hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, für das Sanierungsgebiet „Bühlepark“ einen Antrag auf Aufnahme in ein „Programm für die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung“ zu stellen.

Die Stadt hatte bekanntlich im Auftrag des Gemeinderats die Rebholz Immobiliengruppe aus Bad Dürrheim  beauftragt, das Grundstück „ehemaliges Krankenhaus“ zu untersuchen. „In einer Machbarkeitsanalyse sollten verschiedene Umnutzungskonzepte für eine Projektentwicklung geprüft werden“ heißt es in der Vorlage. Die Rebholz Immobiliengruppe habe in einer nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 28. September eine Projektentwicklung für das ehemalige Krankenhaus vorgestellt.

Bettenbau für Wohnzwecke nutzen

Darin schlagen die Immobilienfachleute vor, den Behandlungstrakt des ehemaligen Krankenhauses abzureißen. Die beiden Flügel des Bettenbaus aber könnten „hauptsächlich zu Wohnzwecken genutzt werden.“

Um solche Projektentwicklungen zu vertiefen und weiter voranzutreiben, sei es jedoch erforderlich, dass das Projekt in einem Programm für eine städtebauliche Erneuerung und Entwicklung, sprich Sanierungsgebiet  liege. „Nur mit einer solchen Förderkulisse kann das Projekt wirtschaftlich dargestellt werden“, heißt es weiter. Bauherren können in Sanierungsgebieten nämlich verschiedene Zuschüsse beantragen.

Wenn das Gebiet um das Krankenhaus zwischen Schillerstraße, Weihergasse, Hohenbergstraße bis in die Nähe der Eugen-Ritter-Straße – der „Bühlepark“ -zum Sanierungsgebiet erklärt würde, könnte das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Außerdem könnte die Stadt dann ein Bebauungsplanverfahren einleiten.

Das „Sanierungsgebiet Bühlepark“. Plan: Stadt Schramberg

Das Programm fördert laut  Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ausdrücklich die „Schaffung von Wohnraum durch Umnutzung, Modernisierung und Aktivierung von Flächen und leer stehenden Immobilien“, würde also genau zum Schramberger Vorhaben passen.

Antrag bis Ende Oktober

Der Fachbereich Umwelt und Technik schlägt vor, den Antrag für das Programmjahr 2018 beim Regierungspräsidium Freiburg einzureichen. Wenn der Antrag durchgeht, müsste die Stadt  2018 Gelder für den kommunalen Anteil für Fördermaßnahmen im städtischen Haushalt bereitstellen. Über die Entscheidung über den Antrag berichten wir auf NRWZ.de

 

 

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