Das Schramberger Krankenhaus, gesehen von der Hohenschramberg. Rechts das Krankenhaus, in der Mitte Gut Berneck und dahinter das Personalwohnheim. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Ent­geht das ehe­ma­li­ge Schram­ber­ger Kran­ken­haus doch noch der Abriss­bir­ne? Die Chan­cen stei­gen, jeden­falls wenn man einer Tisch­vor­la­ge Glau­ben schen­ken mag, die der Gemein­de­rat am Don­ners­tag­abend berät.

Dar­in hat die Stadt­ver­wal­tung vor­ge­schla­gen, für das Sanie­rungs­ge­biet „Bühle­park” einen Antrag auf Auf­nah­me in ein „Pro­gramm für die städ­te­bau­li­che Erneue­rung und Ent­wick­lung“ zu stel­len.

Die Stadt hat­te bekannt­lich im Auf­trag des Gemein­de­rats die Reb­holz Immo­bi­li­en­grup­pe aus Bad Dür­rheim  beauf­tragt, das Grund­stück „ehe­ma­li­ges Kran­ken­haus“ zu unter­su­chen. „In einer Mach­bar­keits­ana­ly­se soll­ten ver­schie­de­ne Umnut­zungs­kon­zep­te für eine Pro­jekt­ent­wick­lung geprüft wer­den“ heißt es in der Vor­la­ge. Die Reb­holz Immo­bi­li­en­grup­pe habe in einer nicht­öf­fent­li­chen Sit­zung des Gemein­de­rats am 28. Sep­tem­ber eine Pro­jekt­ent­wick­lung für das ehe­ma­li­ge Kran­ken­haus vor­ge­stellt.

Bettenbau für Wohnzwecke nutzen

Dar­in schla­gen die Immo­bi­li­en­fach­leu­te vor, den Behand­lungs­trakt des ehe­ma­li­gen Kran­ken­hau­ses abzu­rei­ßen. Die bei­den Flü­gel des Bet­ten­baus aber könn­ten „haupt­säch­lich zu Wohn­zwe­cken genutzt wer­den.“

Um sol­che Pro­jekt­ent­wick­lun­gen zu ver­tie­fen und wei­ter vor­an­zu­trei­ben, sei es jedoch erfor­der­lich, dass das Pro­jekt in einem Pro­gramm für eine städ­te­bau­li­che Erneue­rung und Ent­wick­lung, sprich Sanie­rungs­ge­biet  lie­ge. „Nur mit einer sol­chen För­der­ku­lis­se kann das Pro­jekt wirt­schaft­lich dar­ge­stellt wer­den“, heißt es wei­ter. Bau­her­ren kön­nen in Sanie­rungs­ge­bie­ten näm­lich ver­schie­de­ne Zuschüs­se bean­tra­gen.

Wenn das Gebiet um das Kran­ken­haus zwi­schen Schil­ler­stra­ße, Wei­her­gas­se, Hohen­berg­stra­ße bis in die Nähe der Eugen-Rit­ter-Stra­ße – der „Bühle­park” -zum Sanie­rungs­ge­biet erklärt wür­de, könn­te das Pro­jekt der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wer­den. Außer­dem könn­te die Stadt dann ein Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren ein­lei­ten.

Das „Sanie­rungs­ge­biet Bühle­park”. Plan: Stadt Schram­berg

Das Pro­gramm för­dert laut  Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Arbeit und Woh­nungs­bau Baden-Würt­tem­berg aus­drück­lich die „Schaf­fung von Wohn­raum durch Umnut­zung, Moder­ni­sie­rung und Akti­vie­rung von Flä­chen und leer ste­hen­den Immo­bi­li­en“, wür­de also genau zum Schram­ber­ger Vor­ha­ben pas­sen.

Antrag bis Ende Oktober

Der Fach­be­reich Umwelt und Tech­nik schlägt vor, den Antrag für das Pro­gramm­jahr 2018 beim Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg ein­zu­rei­chen. Wenn der Antrag durch­geht, müss­te die Stadt  2018 Gel­der für den kom­mu­na­len Anteil für För­der­maß­nah­men im städ­ti­schen Haus­halt bereit­stel­len. Über die Ent­schei­dung über den Antrag berich­ten wir auf NRWZ.de