Barbara Kunst, Annika Erath und Barbara Olowinsky von links) mit den Plakaten und Flyern für die Mädchen und Frauenwochen. Foto: him

Zum Jubi­lä­um ein XXL-Pro­gramm: Der Frau­en­bei­rat  fei­ert die­ses Jahr sein 25-jäh­ri­ges Bestehen und  orga­ni­siert zum zehn­ten Mal vom 2. März bis Ende April die Mäd­chen- und Frau­en­wo­chen 2018.

Gut zwei Dut­zend Kur­se, Vor­trä­ge, Lesun­gen und Vor­stel­lun­gen hat der Frau­en­bei­rat orga­ni­siert.  Das reicht vom Welt­ge­bets­tag der Frau­en über ein Frau­en­ka­ba­rett, ein  Semi­nar zur gekonn­ten Gesprächs­füh­rung, einen Film zum Frau­en­stimm­recht in der Schweiz, einen Crash­kurs im Rei­fen­wech­seln über eine Kräu­ter­wan­de­rung auf den Spu­ren der Hil­de­gard von Bin­gen bis hin zu einem Hip-hop-Tanz­kurs und einem Vor­trag über die „ver­flix­te Steu­er­klas­se fünf“.  Höhe­punkt wie jedes Jahr wird das „Inter­na­tio­na­le Frau­en­fest“, das die Frau­en in Schram­berg schon seit mehr als 25 Jah­ren im Schloss fei­ern.

 „Die hei­ße Pha­se hat um Weih­nach­ten begon­nen“, erzählt die Vor­sit­zen­de Bar­ba­ra Kunst. Eine Arbeits­grup­pe habe die Pro­gramm­punk­te gesam­melt, so ihre Stell­ver­tre­te­rin Bar­ba­ra Olo­win­sky. Die Geschäfts­füh­re­rin des Frau­en­bei­rats Anni­ka Erath hat dafür gesorgt, dass auch Jün­ge­re ange­spro­chen wer­den. „Die Öff­nung der Frau­en­wo­chen auch Mäd­chen gegen­über ist etwas Neu­es“, so Kunst.

Abschluss der Schreibaktion:„….weil ich ein Mädchen bin…“ 

Wäh­rend der Frau­en­wo­chen wer­den die Tex­te der Schreibak­ti­on „….weil ich ein Mäd­chen bin…“ vor­ge­stellt. Auf ihren Auf­ruf hin sei­en 16 Geschich­ten ein­ge­gan­gen, die nun in einem klei­nen Band mit Illus­tra­tio­nen ver­se­hen ver­öf­fent­licht wer­den, berich­tet Olo­win­sky. Bei einer Lesung in der Buch­le­se am 8. März wer­den ande­re Frau­en die Geschich­ten der anony­men Autorin­nen im Alter von 14 bis 19 Jah­ren prä­sen­tie­ren. „Die Mäd­chen haben sich was getraut“, fin­det Erath.

Mit Crash-Kur­sen zum Do-it Yours­elf und Rei­fen­wech­seln oder einem Selbst­be­haup­tungs­kurs, dem Trick­film­stu­dio und der Schmuck­werk­statt wol­len die Frau­en­bei­rä­tin­nen beson­ders jün­ge­re Mäd­chen anspre­chen. Kunst: „Wir sind rich­tig stolz auf unser Pro­gramm.“  

Frauenbeirat im Wandel

Die Arbeit und die Auf­ga­ben des Frau­en­bei­ra­tes hät­ten sich in den letz­ten 25 Jah­ren zwar ver­än­dert, so Olo­win­sky, die Grund­pro­ble­me aber gebe es immer noch. “Wie kom­men wir dahin, dass Frau­en gleich bezahlt wer­de“, fragt Kunst. In ande­ren Län­dern klap­pe das bes­ser. Nach wie vor sind Frau­en in poli­ti­schen Gre­mi­en weit unter­re­prä­sen­tiert. „Wir haben dazu so vie­le Aktio­nen gemacht“, bedau­ert Olo­win­sky, „aber es hat sich nichts Grund­le­gen­des geän­dert.“

Info: Fly­er mit den ein­zel­nen Pro­gramm­punk­ten lie­gen ab sofort in vie­len Geschäf­ten, in den Rat­häu­sern und an den übli­chen Aus­la­ge­stel­len aus.