Fabian Grief (rechts) demonstriert am Ratstisch das bargeldlose Zahlen der Parkgebühren. Foto: him

Nur zwei Gegen­stim­men gab es für den Plan, künf­tig Park­ge­büh­ren auch per Smart­pho­ne zah­len zu kön­nen. Der Gemein­de­rat  hat sich für einen Fünf-Jah­res-Ver­trag mit der Fir­ma Sun­hill aus­ge­spro­chen. Noch in die­sem Früh­jahr könn­te die Zeh­ner­le-Suche­rei ein Ende haben. Es sei „ein Zusatz­an­ge­bot“, beton­te Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Weis­ser und Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog ver­si­cher­te, die Park­schein­au­to­ma­ten blie­ben erhal­ten.

Im Gemein­de­rat hat Fabi­an Grief von Sun­hill Tech­no­lo­gies, einer VW-Toch­ter, das Sys­tem vor­ge­stellt. Schon an 130 Stand­or­ten bun­des­weit funk­tio­nie­re das bar­geld­lo­se Zah­len. Ent­we­der schickt der Kun­de eine SMS mit sei­nem Kenn­zei­chen an den Anbie­ter, dann wird die Park­ge­bühr über die Han­dy­rech­nung kas­siert. Oder er nutzt eine App, Tra­vi­Pay, hat sich zuvor regis­trie­ren las­sen und sei­ne Bank­ver­bin­dung oder Kre­dit­kar­te ange­ge­ben.

Sun­hill erstat­tet der Stadt die Park­ge­büh­ren zu 100 Pro­zent. Der Kun­de zahlt für den Ser­vice per SMS pro Trans­ak­ti­on eine Ser­vice­ge­bühr in Höhe von 14 Pro­zent aus den Park­ge­büh­ren und wei­te­re 14 Cent pro Park­vor­gang. Wer per SEPA-Last­schrift­ver­fah­ren oder Kre­dit­kar­te abrech­net und über die App mel­det, kommt bil­li­ger davon und zahlt eine Ser­vice­ge­bühr von 7 Pro­zent aus den Park­ge­büh­ren und 7 Cent.

In der Dis­kus­si­on monier­te Jür­gen Win­ter, CDU, dass  durch das Sys­tem die Park­ge­büh­ren deut­lich anstie­gen. Er fürch­te­te auch, dass, „wenn die Nut­zungs­quo­ten hoch gehen, wer­den die Auto­ma­ten abge­baut.“

Bis­her zahl­ten etwa 20 Pro­zent der Park­platz­nut­zer per Smart­pho­ne, berich­te­te Grief. Udo Neu­deck, Freie Lis­te, befür­wor­te­te die „inno­va­ti­ve Geschich­te“ und gab zu beden­ken: “Viel­leicht gibt es in zehn Jah­ren gar kei­ne Autos in der Stadt mehr.“ Auch aus der SPD-Bunt­specht­frak­ti­on kam Zustim­mung: Mit dem Sys­tem habe Schram­berg  ein Allein­stel­lungs­merk­mal, Schram­berg wäre die ers­te Stadt in der Regi­on, die das bar­geld­lo­se Par­ken ermög­licht.