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Montag, 24. Februar 2020

Zahlen mit dem Smartphone

Parkgebühren: Zusatzangebot für Bequeme

Nur zwei Gegenstimmen gab es für den Plan, künftig Parkgebühren auch per Smartphone zahlen zu können. Der Gemeinderat  hat sich für einen Fünf-Jahres-Vertrag mit der Firma Sunhill ausgesprochen. Noch in diesem Frühjahr könnte die Zehnerle-Sucherei ein Ende haben. Es sei „ein Zusatzangebot“, betonte Fachbereichsleiter Uwe Weisser und Oberbürgermeister Thomas Herzog versicherte, die Parkscheinautomaten blieben erhalten.

Im Gemeinderat hat Fabian Grief von Sunhill Technologies, einer VW-Tochter, das System vorgestellt. Schon an 130 Standorten bundesweit funktioniere das bargeldlose Zahlen. Entweder schickt der Kunde eine SMS mit seinem Kennzeichen an den Anbieter, dann wird die Parkgebühr über die Handyrechnung kassiert. Oder er nutzt eine App, TraviPay, hat sich zuvor registrieren lassen und seine Bankverbindung oder Kreditkarte angegeben.

Sunhill erstattet der Stadt die Parkgebühren zu 100 Prozent. Der Kunde zahlt für den Service per SMS pro Transaktion eine Servicegebühr in Höhe von 14 Prozent aus den Parkgebühren und weitere 14 Cent pro Parkvorgang. Wer per SEPA-Lastschriftverfahren oder Kreditkarte abrechnet und über die App meldet, kommt billiger davon und zahlt eine Servicegebühr von 7 Prozent aus den Parkgebühren und 7 Cent.

In der Diskussion monierte Jürgen Winter, CDU, dass  durch das System die Parkgebühren deutlich anstiegen. Er fürchtete auch, dass, „wenn die Nutzungsquoten hoch gehen, werden die Automaten abgebaut.“

Bisher zahlten etwa 20 Prozent der Parkplatznutzer per Smartphone, berichtete Grief. Udo Neudeck, Freie Liste, befürwortete die „innovative Geschichte“ und gab zu bedenken: “Vielleicht gibt es in zehn Jahren gar keine Autos in der Stadt mehr.“ Auch aus der SPD-Buntspechtfraktion kam Zustimmung: Mit dem System habe Schramberg  ein Alleinstellungsmerkmal, Schramberg wäre die erste Stadt in der Region, die das bargeldlose Parken ermöglicht.

 

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