NRWZ.de, 19. November 2020, Autor/Quelle: Gastbeitrag

Zahlreiche Sonderausstellungen lockten Besucher

Zehn Jahre Tennenbronner Heimathaus Teil 4 

Das Tennenbronner Heimathaus feiert seinen 10. Geburtstag. Eigentlich sollte dieses kleine Jubiläum mit einer Sonderausstellung und einem Fest rund um das Heimathaus im September gefeiert werden. Durch die Corona-Pandemie war dies nicht möglich. Deshalb wird Robert Hermann in einer kleinen Artikelfolge auf die zehn Jahre zurückblicken.

Teil 4: Sonderschauen ergänzen das Programm

Als ganz besonderer Anziehungsmagnet haben sich im vergangenen Jahrzehnt die Sonderausstellungen im Heimathaus gezeigt. Oft wurden sie als Ergänzung zu den Vorträgen oder passend zum Jahresthema des Heimathauses angeboten. Daneben konnte Alois Moosmann eine Vielzahl von Gruppen durch das Heimathaus führen.

Als echte Besuchermagnete der vergangenen Jahre zeigten sich immer wieder die Sonderausstellungen. Es begann schon 2011 mit den Sonderausstellungen zur „Historischen Rolle der Frau auf den Höfen“ und der Ausstellung zum „Steinbruch im Bernecktal“. Beim „Tag des Holzes“ verteilte sich die Sonderausstellung vom Rathaussaal bis zur Wiesenstraße. Ein mobiles Sägewerk, Tiere des Waldes, Holzfäller-Utensilien, Holzhandwerker oder ein beladenes Langholzfahrzeug waren zu sehen. Ein Höhepunkt der Sonderausstellungen war sicher die Trachtenausstellung Ende 2014, bei der die Besucher Trachtennäherinnen bei der Arbeit zuschauen konnten.

Deutlich kleiner, aber sehr wirkungsvoll, waren dagegen die Ausstellungen von Tennenbronner Kruzifixen oder zu prägenden religiösen Gegenständen in evangelischen und katholischen Haushalten und nicht zuletzt eine Auerhuhn-Ausstellung bei Eröffnung des Auerhahnweges. Beim Dorffest anlässlich „Zehn Jahre Eingemeindung“ besuchten wieder sehr viele Gäste die Ausstellung „Ein Dorf in Aufruhr“, die die bewegten Wochen der Eingemeindungsdiskussionen darstellte.

Die Fußballer zeigen ihre Geschichte.

Sehr erfreut war die Heimathausgruppe immer wieder, wenn Vereine oder Firmen eine Sonderausstellung im Heimathaus zeigten. Neben der Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins zum 75-jährigen Jubiläum oder der Jugendkapelle Frohsinn zum 50-jährigen Jubiläum, sind ins besonders die aufwendigen Ausstellungen beim 100-jährigen Vereinsjubiläum des Fußballvereins FVT oder die großartige Ausstellung zum 75-jährigen Jubiläum der Firma Schneider noch in bester Erinnerung.

Die Firma Schneider stellt aus.

Über viele Jahre versucht die Heimathausgruppe unter dem Motto „Weihnachten im Heimathaus“ interessante Angebote zu machen. So lockten die Krippenausstellungen immer wieder ganze Besucherscharen an. Bei weihnachtlicher Musik und Bratäpfelduft reichten die Plätze regelmäßig fast nicht aus. Aber auch andere Themen wie zum Beispiel eine Modellauto-Ausstellung oder Spielsachen unterm Weihnachtsbaum um 1900 oder die vielbesuchte Ausstellung beim Thema „Hausmusik in vergangenen Tagen“ erfreuten die Besucher zur Weihnachtszeit.

Im Durchschnitt war im vergangenen Jahrzehnt das Heimathaus an zwölf Tagen pro Jahr für Sonderausstellungen geöffnet, welche im Schnitt von etwa 700 Gästen besucht wurden.

Besuchergruppen aus nah und fern

Einen sehr großen Zulauf erfuhr das Heimathaus in den vergangenen zehn Jahren auch durch Besuchergruppen, die meist Alois Moosmann durch das Heimathaus geführt hat. Jahrgänge, Vereine, Wandergruppen, Schulklassen, Rentnergruppen, Familientreffen, Frauengruppen oder Gruppen aus Betrieben aus der ganzen Region wünschten eine Führung im Heimathaus. Im Durchschnitt wurden 26 Gruppen pro Jahr gezählt. Die vielen lobenden Einträge im Gästebuch zeigen dabei die Zufriedenheit der Gäste.

Während im Rekordjahr 2011 über 60 Gruppenführungen nachgefragt wurden, sind die Zahlen im Laufe der Jahre verständlicherweise zurückgegangen. Dies gilt auch für die Anzahl der Besucher am monatlichen Besuchersonntag. Nicht zuletzt durch den Ausbau des Dachgeschosses ist das Tennenbronner Heimathaus aber weiterhin sehr attraktiv.

Im Jahr 2016 Edwin Klausmann mit Gästen aus Peru. Fotos: Heimathaus

Zahlreiche Sonderausstellungen lockten Besucher