Wo braucht die Stadt dringend einen Zebrastreifen? An welchen Stellen sollte das Überqueren der Straße für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessert werden? Im Frühjahr hat die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger gebeten, an einer Onlinebefragung unter www.schramberg.de  teilzunehmen, eigene Wünsche zu neuen Zebrastreifen oder Querungshilfen in eine interaktive Karte eintragen oder  andere Einträge zu kommentieren und zu bewerten.Die Stadtverwaltung zieht in einer Prerssemitteilung eine Zwischenbilanz:

„Ich danke unseren Bürgerinnen und Bürgern herzlich für die Mitarbeit. Die Beteiligung war überwältigend“, so Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. „Die Seite des Onlinefragebogens wurde innerhalb von vier Wochen 1.400 Mal aufgerufen. 89 Beiträge, diverse Kommentare und  Pins wurden verortet.  Ich freue mich besonders, dass Einträge für alle  Stadtteilen dabei sind.“

Die höchste Zustimmung gab es für eine Idee mit 100 Likes aus der Kategorie „zusätzliche Querungsanlage“ im Stadtteil Heiligenbronn. Die meiste Ablehnung erhielt ein Eintrag ebenfalls aus dieser Kategorie in der Talstadt. „Es kann also festgestellt werden, dass die interaktive Karte in Schramberg intensiv genutzt wurde und es zeigt sich, dass die Schramberger Bevölkerung viele Ideen und Anregungen hat“, kommentiert die Planersocietät aus Karlsruhe, die mit dem Beteiligungskonzept im Rahmen des Aktionsprogramms Sichere Straßenquerung vom Land Baden-Württemberg beauftragt ist.

Die gesamte Auswertung ist online unter www.schramberg.de abrufbar. Auf der Seite oben rechts in der Suchfunktion Zebrastreifen angeben, dann wird die pdf-Datei mit der Studie aufgezeigt.

Nun wird es mit den weiteren Bausteinen weitergehen, nachdem aufgrund der Corona-Krise die angesetzten Termine in der Zeit von März 2020 bis Mai 2020 entfallen mussten. Als Nächstes ist am Montag, 20. Juli  um 17.30 Uhr eine Begehung im Stadtteil Waldmössingen geplant. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und sich vor Ort mit Vertretern der Planersocietät und der Stadtverwaltung Schramberg auszutauschen.

Treffpunkt ist die Kastellhalle. Es werden die Orte begangen, die in der Umfrage am meisten genannt wurden. Hierzu gehören unter anderem die Seedorfer Straße, die Bushaltestellen in der Seedorfer Straße, der Kreisverkehr und die  Winzelner Straße. Die Gesamtstrecke der Begehung beträgt etwa zwei Kilometer.

Das Sicherheitsaudit in Sulgen kann – um realistische Ergebnisse zu liefern – erst im September oder Oktober durchgeführt werden. „Es ist wichtig, dass hierfür die korrekten Verkehrsströme vorherrschen. Dafür sollte beispielsweise auch der Schülerverkehr im Gesamten gegeben sein, was aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen immer noch nicht der Fall ist“, ergänzt Matthias Rehfuß vom Fachbereich Recht und Sicherheit der Stadtverwaltung. Eine separate Einladung mit Nennung des Termins folgt rechtzeitig.

Info:

Schramberg ist eine von landesweit sechs Modellkommunen des Aktionsprogramms „Sichere Straßenquerung – 1.000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“.  Das Programm besteht aus drei Bausteinen: der Onlinebefragung, der Stadtteilbegehung in Waldmössingen und dem Sicherheitsaudit in Sulgen.  Die in der Onlinebefragung von den Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagenen Stellen für Querungshilfen, wurden von den Experten begutachtet und bewertet. Das Fachbüro Planersocietät erarbeitet aus den Ergebnissen aller Bausteine  für das gesamte Stadtgebiet ein Zebrastreifenkonzept, das im Gemeinderat in der ersten Jahreshälfte 2021 vorgestellt wird.