Ehrungen bei der Schreinerei Graf. Fotos: pm

Schram­berg-Sul­gen. Bereits seit 1946 exis­tiert die Schrei­ne­rei Graf in Schram­berg-Sul­gen. Gegrün­det einst von Josef Graf wur­de der Betrieb im Anschluss 34 Jah­re lang von sei­nem Sohn Hubert Graf geführt, bevor die­ser die Ver­ant­wor­tung in die Hän­de sei­nes Schwie­ger­sohns und sei­ner Toch­ter leg­te. Das ist nun genau 20 Jah­re her. Grund genug für Fir­men­in­ha­ber Klaus Arm­brus­ter und sei­ne Frau Sil­via, dies mit der Beleg­schaft gebüh­rend zu fei­ern – über­ra­schen­de Ein­bli­cke und Ehrun­gen inklu­si­ve. Hier­über infor­miert die Fir­ma in einer Pres­se­mit­tei­lung  

Die Schrei­ne­rei Graf GmbH nahm das Jubi­lä­um näm­lich  zum Anlass für einen ganz beson­de­ren Betriebs­aus­flug: Begon­nen wur­de die­ser mit einem gemüt­li­chen Weiß­wurst­früh­stück im Donau­tal, bevor es mit E‑Bikes auf die Höhe zur Mit­tel­al­ter­bau­stel­le „Cam­pus Gal­li“ bei Mess­kirch ging. Dort bau­en Hand­wer­ker seit eini­gen Jah­ren aus­schließ­lich mit den Mit­teln von damals an einer Klos­ter­an­la­ge. Bei einer Füh­rung erhiel­ten die Sul­ge­ner Schrei­ner inter­es­san­te Ein­bli­cke in Werk­zeu­ge, Mate­ri­al und Tech­ni­ken der Hand­wer­ker im 9. Jahr­hun­dert. Fas­zi­niert waren die Pro­fis vor allem von den ver­schie­de­nen Holz­ver­bin­dun­gen und Tech­ni­ken, die es damals schon gab. Mit den Fahr­rä­dern ging es im Anschluss über den Donau­tal­rad­weg zurück zum Aus­gangs­punkt.

Mit E‑Bikes ging es auf die Höhe zur Mit­tel­al­ter­bau­stel­le „Cam­pus Gal­li“ bei Mess­kirch.

Beim gemein­sa­men Abend­essen wur­den dann die 20 Jah­re gefei­ert, in denen Klaus und Sil­via Arm­brus­ter gemein­sam die Schrei­ne­rei in mitt­ler­wei­le drit­ter Fami­li­en­ge­nera­ti­on füh­ren. Vie­les sei in die­ser Zeit „zusam­men geschafft wor­den“, berich­te­te Klaus Arm­brus­ter. Nach und nach wur­den etwa Maschi­nen erneu­ert und der Fuhr­park deut­lich erwei­tert. Ein Mei­len­stein folg­te 2005: Die Schrei­ne­rei bezog ein neu­es Werk­statt­ge­bäu­de mit zusätz­li­chen Aus­stel­lung­räu­men am Stamm­sitz an der Hei­li­gen­bron­ner Stra­ße. Um den Kun­den das viel­sei­ti­ge Leis­tungs­spek­trum noch bes­ser prä­sen­tie­ren zu kön­nen, wur­de die Aus­stel­lung 2018 noch­mals erwei­tert.

Auch die Aus­bil­dung jun­ger Men­schen hat in dem Tra­di­ti­ons­be­trieb seit jeher einen hohen Stel­len­wert. Ein beson­de­rer Dank ging des­halb von Klaus Arm­brus­ter an sei­nen Schwie­ger­va­ter Hubert Graf, der ihm vor 20 Jah­ren nicht nur einen gut gehen­den Betrieb mit gro­ßem Kun­den­stamm über­ge­ben hat­te, son­dern auch aus­ge­zeich­ne­te Mit­ar­bei­ter. Bis heu­te liegt ein beson­de­rer Schwer­punkt der Schrei­ne­rei Graf im indi­vi­du­el­len Pri­vat­kun­den­be­reich und der Reno­vie­rung.

Im Lau­fe des Abends wur­de dann zunächst Chris­ti­an Kubitza, der sei­ne Aus­bil­dung bereits im Unter­neh­men absol­vier­te, für zehn­jäh­ri­ge Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit geehrt. Seit­dem arbei­tet der Gesel­le in allen Berei­chen der Fir­ma mit. Seit eini­gen Jah­ren ist er zudem in der Arbeits­vor­be­rei­tung und beim Auf­maß im Bereich Fens­ter und Haus­tü­ren tätig. Für sein Enga­ge­ment dank­te ihm Klaus Arm­brus­ter mit einer Ehren­ur­kun­de der Kreis­hand­wer­ker­schaft und einem Geschenk.

Auch bei sei­ner Frau Sil­via bedank­te sich der Fir­men­chef – für ihre 20 Jah­re andau­ern­de Unter­stüt­zung. Neben sämt­li­chen Büro­ar­bei­ten, vom Rech­nungs­we­sen über die Lohn­buch­hal­tung bis zur Kun­den­be­treu­ung, ist Sil­via Arm­brus­ter durch­aus auch nach Fei­er­abend oder am Wochen­en­de für die Fir­men­be­lan­ge im Ein­satz. Für einen Fami­li­en­be­trieb sei dies beson­ders wich­tig, beton­te Klaus Arm­brus­ter und brach­te sei­nen Dank und sei­ne Aner­ken­nung mit Blu­men und einer Urkun­de der Kreis­hand­wer­ker­schaft  zum Aus­druck.

Ganz am Ende gab es noch eine Über­ra­schung für den Chef. Er selbst wur­de mit einer Urkun­de der Hand­werks­kam­mer geehrt, denn es gab ein wei­te­res Jubi­lä­um: Vor genau 25 Jah­ren begann Klaus Arm­brus­ter sei­ne Tätig­keit in der Schrei­ne­rei sei­nes Schwie­ger­va­ters und führ­te sich gleich gut ein: Noch im ers­ten Jahr leg­te er erfolg­reich sei­ne Meis­ter­prü­fung vor der Hand­werks­kam­mer ab.