Corona-Pandemie: Das Gesundheitsamt ruft auf zur Grippeimpfung

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Das Coronavirus hält die Welt in Atem “und die Diskussion, ob wir schon in der zweiten Welle stehen, ist angesichts steigender Fallzahlen auch in Deutschland in vollem Gange”, erklärt Dr. Petra Sostak vom Gesundheitsamt Rottweil.

Hinzu komme, dass wie jedes Jahr in der 40. Kalenderwoche (KW) offiziell die Influenzasaison begonnen hat. Gehäuft trete die echte Grippe meist erst ab Januar auf – man spricht dann von dem Beginn der Grippewelle, so Sostak – und erreicht im Februar/März ihren Höhenpunkt.

Ein Blick zurück in die Grippesaison 2019/2020: Bundesweit wurden 188.119 Fälle im Labor bestätigt, davon mussten 16 Prozent im Krankenhaus behandelt werden, 547 Menschen verstarben; im Kreis Rottweil wurden 475 Fälle gemeldet, ein Todesfall war zu verzeichnen. Die letzte Grippewelle begann in der 2. KW und hielt mit einer Dauer von 11 Wochen vergleichsweise kurz an.

“Wie COVID-19 so ist auch die Influenza eine schwere, ernsthafte Atemwegserkrankung”, so die Amtsärztin. Gegen die Influenza gebe es aber, anders als bei der SARS-CoV-2-Infektion, seit Langem eine gut verträgliche Impfung.

“Die Grippeimpfung ist angesichts der erwarteten parallelen Wellen von Influenza und Covid-19 dieses Jahr besonders wichtig. Es gilt, schwere Verläufe oder gar Doppelinfektionen zu vermeiden und Engpässe im Gesundheitswesen zu verhindern”. so Sostak weiter.

Impfen lassen sollten sich ihrzufolge vor allem Menschen, die beruflich oder privat mit vielen Menschen in Kontakt kommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Personen, die älter als 60 Jahre sind, für Menschen mit Grunderkrankungen, Schwangere, medizinisches Personal und BewohnerInnen von Alten- und Pflegeheimen.

Weil das Influenzavirus ständig seine Eigenschaften ändert, müsse die Grippeimpfung jedes Jahr mit einem, in seiner Zusammensetzung an die zirkulierenden Virusstämme angepassten Impfstoff wiederholt werden. Die Wirksamkeit des Impfstoffes war in der letzten Saison besonders hoch: 62 Prozent der gegen Influenza geimpften Menschen waren vor einer Erkrankung geschützt. Die Kosten für die Impfung werden in Baden-Württemberg für alle Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Da die Wirkung der Impfung mit einer zeitlichen Verzögerung von 14 Tagen einsetzt, ist jetzt im Herbst bis Mitte Dezember der beste Zeitpunktpunkt für die Grippeimpfung.

An weiteren Schutzmaßnahmen empfiehlt das Gesiundheitsamt die sogenannten AHA-Regeln: Abstand einhalten, Hygieneregeln beachten (z.B. Husten und Niesen immer in die Ellenbeuge anstatt in die Handfläche) und das Tragen von Alltagsmasken können nicht nur vor einer Influenza-, sondern auch vor einer Coronainfektion schützen.

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