Erste Influenzafälle im Landkreis Rottweil

Start der Grippesaison: Gesundheitsamt Rottweil empfiehlt die Impfung für bestimmte Personengruppen

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

Mit den vier ersten registrierten Influenza-Fällen beginnt nun auch im Kreis Rottweil offiziell die Grippesaison. Das berichtet das Gesundheitsamt.

(Rottweil). Die Influenza, auch „echte Grippe“ genannt, kann laut Gesundheitsamt besonders bei Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. „Weil zu erwarten ist, dass die Fallzahlen in den kommenden Monaten zunehmen werden, unterstreicht das Gesundheitsamt die Bedeutung der jährlichen Influenza-Impfung“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Abgesehen vom Vorjahr, in dem bis Jahresende bereits etwa 750 Erkrankungen gemeldet worden waren, würden die aktuellen Fälle wieder dem üblichen Muster der Region vor Corona entsprechen: eine anfängliche, verstreute Anzahl von Fällen im Spätherbst, gefolgt von einem deutlichen Anstieg nach der Jahreswende. Das Robert-Koch-Institut (RKI) betont, dass die meisten Ansteckungen gewöhnlich nach dem Jahreswechsel auftreten.

In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) rät das Gesundheitsamt Rottweil nach eigenen Angaben deshalb zur Grippeschutzimpfung noch vor dem Jahreswechsel. Wichtig hierbei: Laut RKI benötigt der Körper nach der Impfung etwa 14 Tage Zeit, um einen ausreichenden Schutz aufzubauen – mit dem Impftermin sollte also nicht zu lange gewartet werden. Laut Paul-Ehrlich-Institut ist auch eine gleichzeitige Impfung mit einem angepassten Covid-19-Impfstoff möglich.

Sowohl für die Influenza- als auch für die Corona-Impfung stehen im Kreis Rottweil zusätzlich zu den Hausärzten speziell geschulte Apotheken zur Verfügung. Eine Liste dieser Apotheken ist auf der Website der Landesapothekerkammer BW einsehbar.

Wer sollte sich impfen lassen? Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung vor allem für Personen ab 60 Jahren, für Schwangere ab dem zweiten Trimester und für Menschen mit Vorerkrankungen, ebenso für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Medizinisches Personal sollte sich impfen lassen, um keine Patienten, die ja meist ohnehin ein schwächeres Immunsystem haben, anzustecken.

Dies gilt laut Gesundheitsamt auch für alle Personen, die viel Kontakt zu älteren oder kranken Menschen haben – etwa, weil sie Angehörige pflegen oder jemand in der Familie eine Krebserkrankung hat und regelmäßig zur Chemotherapie muss. Die Impfung schützt davor, Menschen mit einem höheren Risiko anzustecken.

image_pdfPDF öffnenimage_printArtikel ausdrucken

4 Kommentare

4 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Frank
3 Monate her

Wow 4 Leute im Gesamten Landkreis an der Influenza erkrankt.
Sofort kommt der Ratschlag sich Impfen zulassen.
Impfen Impfen Impfen das ist das einzige was hilft.
Man war das vor Corona eine schöne Zeit.
Da war im Winter halt Gruppe Saison und niemand hat uns aufgefordert, uns zu Impfen. Wenn dann hat der Hausarzt vielleicht eine Empfehlungen ausgesprochen.
Es wäre schön wenn man die Bürger wieder selber Entscheidungen liese und nicht immer die Empfehlung (Befehl) vom Gesundheitsamt bekommt.

Lila
3 Monate her
Antwort auf  Frank

Man(n), war das vor Corona eine schöne Zeit! Da konnte das Gesundheitsamt unbehelligt jahrzehntelang seine fürsorglichen Ratschläge veröffentlichen, ohne dass gleich schnaubende Wutbürgerlein aus dem Nichts des Wissensvakuums wie auf Knopfdruck ihre Parolen herausposaunen mussten.
Frank, wischen Sie sich mal den Schaum vor dem Mund ab und lesen den Artikel noch einmal in Ruhe durch! Die Rede ist von „unterstreicht das Gesundheitsamt die Bedeutung“, „rät das Gesundheitsamt“, „sollte also nicht zu lange gewartet werden“, „sollte sich impfen lassen“, „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt“, „Medizinisches Personal sollte sich impfen lassen“. Ich kann nirgendwo darin einen Befehl oder eine Entscheidungsbeschneidung erkennen, sondern eher Appelle an die Vernunft – eine Saat, die aber bei vielen Zeitgenossen leider auf trockenen Boden fällt. Niemand zwingt Sie also, sich impfen zu lassen. Schon gar nicht, wenn Sie nicht zum genannten Personenkreis gehören und dann aber auch überhaupt keinen Grund hätten, sich über die Empfehlungen (!) öffentlich aufzuregen!
„Wow 4 Leute im Gesamten Landkreis an der Influenza erkrankt…“ Zuerst einmal ist im Artikel nicht von vier Erkrankungen die Rede, sondern von vier registrierten (!) Fällen. Wir können also jetzt schon angesichts der bekannt niederschwelligen Meldemoral von einer erheblich höheren Anzahl Erkrankter ausgehen! Zum Anderen stelle ich mir gerade belustigt vor, wie Sie nach Ihrer bescheidenen Logik seelenruhig dabei zuschauen, wie Ihnen jemand ein brennendes Streichholz in die Gartenhecke oder die Papiertonne wirft. Ist ja gerade einmal ein Zehntel Gramm Holz! Also überhaupt kein Grund zur Aufregung! Zur Erinnerung ein Fakt aus dem kleinen Einmaleins der Epidemiologie, den Sie in Ihrer selektiven Wahrnehmung offenbar gerne ausblenden: Infektionen breiten sich exponentiell aus (so, wie die Streichholzflamme in Ihrer Thujahecke…). Aus den bereits jetzt mehr, als vier Fällen, können sich also in kürzester Zeit viele Hunderte oder gar Tausende entwickeln. Diese Dynamik der jahreszeitlichen Entwicklung ist übrigens für den verständigen Leser im Artikel auch sehr treffend wiedergegeben. Die Aufgabe des Gesundheitsamtes sind Gesundheitsschutz und Gesundheitsfürsorge für die Bevölkerung. Es wäre also eine erhebliche Verfehlung, die Impfempfehlungen nicht auszusprechen! Danke dafür in die Bismarckstraße – und weiter so!

Zweitschuh
3 Monate her
Antwort auf  Lila

Danke für den vernünftigen Kommentar. Soweit ich mich zurückerinnern kann, gibt es jedes Jahr die jährliche Impfempfehlung für die entsprechenden Personengruppen. Die Gesundheitsämter gaben dabei immer die teils komplexen STIKO Empfehlungen einfach auf regionaler Ebene weiter. Klar ist die Infuenza für die meisten (zum Glück) nicht besonders schlimm. Ältere (wie mich) kann es dabei aber doch heftig treffen.

Lala
2 Monate her
Antwort auf  Frank

Es gab schon immer Empfehlung des Gesundheitsamtes. Und der Bürger an sich ist leider sogar zum Hände waschen zu trotzig. Das begreifen halt schon Kleinkinder. Aber hier groß Eigenverantwortung schreien….

Aktuelle Meldungen

Das Wetter

Rottweil
Bedeckt
3.9 ° C
7 °
2.2 °
100 %
0.6kmh
100 %
Mi
3 °
Do
11 °
Fr
8 °
Sa
9 °
So
8 °