KREIS ROTTWEIL – Seit Anfang Janu­ar und damit unge­wohnt früh ist die Grip­pe­wel­le in Deutsch­land unter­wegs. Sie hat inzwi­schen auch den Land­kreis Rott­weil erreicht. Die Gesund­heits­amt-Exper­tin rät zur Imp­fung.

Bis zum 5. Febru­ar ver­zeich­ne­ten die Gesund­heits­be­hör­den in Baden-Würt­tem­berg bereits 368 Fäl­le von ech­ter Virus­grip­pe – dar­un­ter drei Todes­fäl­le und drei beatmungs­pflich­ti­ge Erkran­kun­gen durch Influ­en­za­vi­ren Typ A“, betont Dr. Petra Sostak, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Gesund­heits­amts.

Es ist auf­fäl­lig, dass es bereits so früh in der Grip­pe­sai­son meh­re­re schwe­re Fäl­le und sogar Todes­fäl­le gibt.“ Am häu­figs­ten las­se sich der­zeit der Influ­enza­sub­typ A (H1N1) pdm09 nach­wei­sen, bei dem bekannt sei, dass er auch bei jün­ge­ren Men­schen ohne Vor­er­kran­kung schwe­re Krank­heits­ver­läu­fe ver­ur­sa­chen kön­ne.

Im Kreis Rott­weil wur­den seit Anfang des Jah­res 2016 bis heu­te ins­ge­samt neun Fäl­le gemel­det, fünf davon in der Alters­grup­pe 15 bis 59 Jah­re, die sonst von der Grip­pe sel­te­ner erwischt wird. „Die Ver­läu­fe wer­den als über­wie­gend schwer beschrie­ben und erfor­der­ten eine sta­tio­nä­re Ver­sor­gung“, so Sostak.

Der gän­gi­ge Impf­stoff sei gegen den domi­nan­ten Virusstamm A gut wirk­sam, betont die Ärz­tin. Und aktu­ell emp­feh­le das Robert Koch-Insti­tut, sich auch jetzt noch imp­fen zu las­sen. Und auch das Lan­des­ge­sund­heits­amt (LGA) in Stutt­gart emp­fiehlt eine Grip­pe-Imp­fung sowie eine gute Hän­de­hy­gie­ne. „Erkrank­te soll­ten zuhau­se blei­ben und in jedem Fall kör­per­li­che Anstren­gun­gen wie Ski­fah­ren und ande­re Sport­ar­ten mei­den.“