NRWZ.de, 20. September 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Alles da – bloß das Glück fehlt

Ringen beim KSV Tennenbronn

Ringer-Regionalliga Baden-Württemberg: KSV Tennenbronn I – RG Hausen-Zell I 14:15. Der erste Heimauftritt des KSV Tennenbronn brachte alles mit, was die Fans so lange vermissen mussten: Leidenschaftliche Kämpfe, Jubel und Hoffnung, dramatische Spannung. Nur das Quäntchen Glück zum Sieg gegen die ungeschlagene Gastmannschaft von Hausen-Zell fehlte am Ende.

Zeh wehrt sich

Sven Herrmann ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er als Sieger von der Matte gehen will. Dem überlegenen Punktsieg nahe ergab sich in der letzten Minute die Chance zum Schultersieg. Dagegen wehrte sich sein Gegner Luca Zeh aber äußerst zäh und hielt in der misslichen Lage bis zum Schlussgong aus.

Im Schwergewicht ließ der langjährige deutsche Spitzenringer Oliver Hassler den 21-jährigen Neu-Tennenbronner Cristian Chira nicht zur Wirkung kommen und holte einen Punktsieg für die Gäste.

Punkte in den Schlusssekunden

In der Gewichtsklasse bis 98 Kilo neutralisierten sich die beiden Routiniers Miroslav Geshev und Adrian Recorean gegenseitig. Wie von ihm gewohnt, setzte der Tennenbronns Miro Geshev in den Schlusssekunden zur Beinattacke an, und auch ein alter Fuchs wie Recorean konnte die siegbringende Zwei nicht verhindern.

Teens beweisen Können

In den Klassen bis 61 und 66 Kilo mussten sich zwei 18-jährige Tennenbronner international erfahrenen Gästeringern stellen. Julian Götz konnte Florion Gavrila zwar nicht gefährden, bewies aber seinerseits hohe Standfestigkeit und hielt mit 0:9 Punkten seine Niederlage in Grenzen. Unbeirrt vom Ruf seines Gegners als Olympiateilnehmer und mehrfachem rumänischen Meister setzte Leon Schetterer den ersten Punkt gegen Ivan Guidea, der sich danach aber nicht mehr aufhalten ließ und bis zur Pause auf 12:1 davonzog. Nach dem Wiederanpfiff überraschte Leon Schetterer den siegessicheren Guidea jedoch erneut und diesmal viel effektiver: Ein blitzschneller Beinangriff mit anschließenden Schrauben brachte Leon acht Punkte ein, und plötzlich war er wieder im Rennen. Der sichtlich beeindruckte Gästeringer kämpfte nun auf Sicherheit und gab sich mit einem 9:6-Punktsieg zufrieden. Die Fans feierten Leon Schetterer jedoch wie einen Sieger, hatte er doch mit seiner tollen Leistung die Hoffnung auf einen Gesamterfolg seiner Mannschaft lebendig gehalten.

Mond dämpft Erwartungen

Die Tennenbronner Zuversicht  erhielt aber schnell einen herben Dämpfer, als Lukas Brenn einem knallharten Hüftschwung von Maximilian Mond zum Opfer fiel. Der frühere Mannschaftskamerad und jetzige Gegner Maxi Mond fiel von Beginn an durch Angriffslust auf, wovon Lukas Brenn aber in der ersten Kampfrunde durch Abfanger profitierte und selbst mit 5:0 Punkten in Führung ging. Danach wurde die Aktionen von Mond präziser, er glänzte in rascher Folge mit zwei und vier Punkten bis zum finalen „Touche“ in der fünften Minute.

Ein weiterer voller Punktverlust in der Klasse bis 71 Kilo war einkalkuliert und traf auch ein. Bogdan Zaharia konnte Ausheber aus der Bodenlage und anschließende hohe Würfe nicht verhindern, was dem Gegner die entscheidenden Höchstwertungen bescherte.

Ruck-zuck gewinnt Nagel

Das Tennenbronner Potenzial in den letzten drei Partien war noch hoch. Ruck-Zuck fegte Timo-Marcel Nagel seinen Gegner Manuel Kiefer von der Matte, 16:1 stand es nach nur zwei Minuten. Ähnliches hätte nun Matthias Schondelmaier vollbringen müssen, um noch den Gesamtsieg oder ein Unentschieden zu erreichen. Sein Gegner Luca Köpfer war jedoch clever genug, dies zu verhindern, und wurde trotz einer 3:9-Punktniederlage von den Kameraden als Matchwinner gefeiert.

Für Fabian Reiner wiederum war Heiner Schmittel keine Hürde, sein Vierer aber änderte nichts mehr am glücklichen Sieg des Gegners Hausen-Zell.

 

Die Übersicht

Tennenbronn zuerst genannt:

57 F     Sven Herrmann – Luca Zeh 3 : 0 (PS 16 : 4)

61 G     Julian Götz – Florin Gavrila 0 : 3 (PS 0 : 9)

66 F     Leon Schetterer – Ivan Guidea 0 : 2 (PS 9 : 16)

71 G     Bogdan Zaharia – Alexandru Solomon 0 : 4 (PS 0 : 16)

75 F     Mathias Schondelmaier  – Luca Köpfer 2 : 0 (PS 9 : 3)

75 G     Fabian Reiner – Heiner Schmittel 4 : 0 (PS 15 : 0)

80 F     Timo-Marcel Nagel – Manuel Kiefer 4 : 0 (PS 16 : 1)

86 G     Lukas Brenn – Maximilian Mond 0 : 4 (SS)

98 F     Miroslav Geshev – Adrian Recorean 1 : 0 (PS 3 : 2)

130 G   Cristian Chira – Oliver Hassler 0 : 2 (PS 3 : 8)

Alles da – bloß das Glück fehlt