Carina Willig Turnfestsiegerin von der SG Schramberg. Fotos: pm

SCHRAMBERG/BERLIN (pm) – Zwei Tage nach dem Deut­schen Turn­fest­sieg ihres Trai­ners der SG Schram­berg, zie­hen nun auch sei­ne Ath­le­ten nach.Darüber berich­tet Thors­ten Simon stolz aus Ber­lin:

Wir sind ver­mut­lich der ein­zi­ge Ver­ein in Deutsch­land, der in Ber­lin gleich drei Turn­fest­sie­ger her­vor­brach­te, und das mit nur vier Teil­neh­mern“, so Simon. Obwohl sich das Wet­ter am Mitt­woch in Ber­lin mal wie­der von sei­ner schlech­ten Sei­te zeig­te, haben alle drei Ath­le­ten sich wäh­rend des gesam­ten Leicht­ath­le­tik-Vier­kamp­fes her­vor­ra­gend geschla­gen und rei­hen­wei­se Best­leis­tun­gen prä­sen­tiert.

Die Moti­va­ti­on nicht zu ver­lie­ren trotz Platz­re­gen, wech­seln­den Wind­bö­en und lan­gen War­te­zei­ten an den Wett­kampf­stät­ten, sei der Schlüs­sel zum Erfolg gewe­sen, so der Trai­ner. Die größ­te Über­ra­schung erziel­te Cari­na Wil­lig, die vor allem mit hohen Punkt­zah­len und Best­leis­tun­gen im 100m-Sprint (13,70s) und im Weit­sprung (4,96m) auf­hor­chen ließ. Aber auch eine Ver­bes­se­rung im Schleu­der­ball um mehr als vier Meter auf 33,67m, brach­ten wich­ti­ge Punk­te für den Sieg im tra­di­tio­nel­len Wahl­wett­kampf ein.

Am Ende lag sie mit 39,72 Punk­ten einen knap­pen Punkt vor der Zweit­plat­zier­ten und war über­glück­lich mit ihrem Ergeb­nis. Die Abitu­ri­en­tin hat nach ihrem zwei­ten Platz beim Lan­des­turn­fest in Ulm 2016 der Ehr­geiz gepackt und absol­vier­te seit Sep­tem­ber zusätz­lich zum Leicht­ath­le­tik­trai­ning noch ein Kraft­trai­ning im Fit­ness­stu­dio. Enga­giert über­nahm sie auch die Lei­tung des Zusatz­trai­nings am Mon­tag.

Fast schon zu erwar­ten, war der Sieg von Domi­nik Weid­mann. Über­ra­gend waren wie­der die Wurf­leis­tun­gen des Dis­kus­spe­zia­lis­ten. Auf eine Ver­bes­se­rung der Schleu­der­ball­leis­tung auf 58,75m, folg­ten 14,34m mit der Kugel. Obwohl der Sport­ab­itu­ri­ent durch sein inten­si­ves Kraft­trai­ning bereits über 100 kg Mus­kel­mas­se auf die Waa­ge bringt, konn­te er sei­ne 100m-Leis­tung vom Vor­jahr noch­mals auf 12,17s her­un­ter­schrau­ben.

Domi­nik Weid­mann beim Kugel­sto­ßen

Selbst beim Weit­sprung konn­te Domi­nik trotz wech­seln­der Win­de noch 5,34 m abru­fen. Die sehr guten Sprint- und Sprun­gleis­tun­gen der Ath­le­ten gehen auf das Kon­to von Trai­ne­rin Michae­la Neher, die berufs­be­dingt lei­der nicht mit nach Ber­lin fah­ren konn­te. So hat­te Domi­nik mit 46,86   Punk­ten einen unglaub­li­chen Vor­sprung von sechs Punk­ten auf den Zweit­plat­zier­ten.

Eben­falls mit von der Par­tie war Lisa Her­den, die sich mit eini­gen per­sön­li­chen Best­leis­tun­gen ins Mit­tel­feld der über 60 Star­te­rin­nen vor­kämpf­te. Im Schleu­der­ball konn­te sie ihre Vor­jah­res­wei­te gleich um fünf Meter auf 29,36m über­bie­ten. Auch im Kugel­sto­ßen und im 100m-Lauf blieb sie in etwa im Rah­men ihren Best­leis­tun­gen. Ledig­lich im Weit­sprung muss­te sie den böi­gen Win­den etwas Tri­but zol­len.

Lisa Her­den mit dem Schleu­der­ball.

Vol­ler Stolz und mit viel Selbst­be­wusst­sein, schau­en nun Domi­nik und sein Trai­ner den anste­hen­den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Schleu­der­ball am Frei­tag ent­ge­gen. „Domi­nik hat guten Chan­cen auf einen Podest­platz in der Alters­klas­se U20 und bei der Män­ner­klas­se ver­su­che ich mein Bes­tes zu geben“, ver­spricht Thors­ten Simon. Vor­her wer­den die drei Turn­fest­sie­ger noch in einer sepa­ra­ten Sie­ger­eh­rung des Schwä­bi­schen Tur­ner­bun­des vor dem Reichs­tag geehrt.