Auswärtssieg im frenetischen Tollhaus

Tischtennis-Landesklasse

"Spitzendoppel aktuell mit mehr Tiefen als Höhen: Gerd Müller und Stefan Reichelt.

TB Met­zin­gen – TTC Rott­weil 6:9. Zum Rück­run­den­start gas­tier­te die ers­te Her­ren­mann­schaft des TTC Rott­weil zum wie­der­hol­ten Male in den letz­ten Jah­ren bei den sym­pa­thi­schen wie kampf­star­ken Haus­her­ren des Tur­ner­bun­des aus Met­zin­gen, die mit Hil­fe ihrer Zuschau­er auch am ver­gan­ge­nen Sams­tag ihre Hal­le wie­der in ein fre­ne­ti­sches Toll­haus zu ver­wan­deln ver­such­ten.

Nach­dem die letz­ten Begeg­nun­gen der Hin­run­de schon deut­lich mach­ten, dass die Trup­pe um Kapi­tän Timo Leh­mann nicht uner­heb­lich außer Tritt gera­ten sein kön­ne, stell­te die ers­te Par­tie nach knapp zwei­mo­na­ti­ger Win­ter­pau­se eine wich­ti­ge Stand­ort­be­stim­mung dar. Unglück­li­cher­wei­se kamen zu den kurz­fris­ti­gen Absa­gen Juli­us Schwi­ckers und Phil­ipp Rie­gers auch noch die ange­schla­ge­nen Her­wig Leh­nert und Mar­kus Wöhr­stein hin­zu, sodass die­ses Aus­wärts­spiel gegen den Tabel­len­ach­ten zu einem ech­ten Prüf­stein wer­den soll­te.

Welch ein Glück für die Reichs­städ­ter, dass im Spät­herbst mit dem ehe­ma­li­gen Baden­li­ga-Spie­ler Sebas­ti­an Hirsch­berg ein ech­ter Kön­ner sei­nes Fachs hin­zu­stieß, der auch gleich in sei­nem ers­ten Ein­satz voll zu über­zeu­gen wuss­te. Gemein­sam mit Dop­pel­part­ner Wöhr­stein wur­de nicht nur das geg­ne­ri­sche Ein­ser­dop­pel ohne Satz­ver­lust abge­fer­tigt, son­dern auch Met­zin­gens Spit­zen­spie­ler Schmid mit dem glei­chen Resul­tat von der Plat­te geschickt. Mit sei­nem varia­blen Abwehr­spiel gelang es Hirsch­berg trotz eines 0:2-Satzrückstandes auch noch bei­na­he, den bären­star­ken Brod­beck im Ent­schei­dungs­satz zu bezwin­gen, doch Nuan­cen ent­schie­den schluss­end­lich, dass das mit Abstand hoch­klas­sigs­te Spiel des Abends hauch­dünn an des­sen Kon­tra­hen­ten ging. Sehens­wer­te Abwehr­schlach­ten und schnel­le Gegen-Top­spins zogen die zahl­rei­chen Zuschau­er in ihren Bann.

Hirsch­bergs Kol­le­gen zeig­ten ana­log zur Vor­run­de wei­ter­hin äußerst durch­wach­se­ne Leis­tun­gen, sodass es trotz einer zwi­schen­zeit­li­chen 4:1 und 6:2-Führung am Ende noch ein­mal rich­tig span­nend wur­de und der fina­le Fünf­satz-Kri­mi von Mann­schafts­füh­rer Leh­mann – das par­al­le­le Schluss­dop­pel lag eben­falls auf Mes­sers Schnei­de – die Ent­schei­dung zum hart umkämpf­ten 9:6-Auswärtserfolg beim Vor­letz­ten der Tabel­le brin­gen muss­te.

Immer­hin ver­moch­te jeder Akteur, sich min­des­tens ein­mal in die Sie­ger­lis­te ein­zu­tra­gen, wobei bei allen Rott­wei­lern, ein­schließ­lich des Spit­zen­spie­lers Gerd Mül­ler, ekla­tan­te Leis­tungs­schwan­kun­gen sowie Kon­zen­tra­ti­ons­lö­cher nicht zu leug­nen waren. Es bleibt für das Leh­mann-Oktett also noch jede Men­ge Arbeit bis zum nächs­ten Spiel am kom­men­den Sams­tag gegen den TSV Det­tin­gen und ihren fast nicht zu bezwin­gen­den ehe­ma­li­gen Zweit­li­ga-Akteur Peter Skul­ski.