Rottweils Stefan Reichelt kam nicht wie gewohnt zu Siegen. Foto: ttcrw

Zu dem mit Span­nung erwar­te­ten Lokal­der­by trat der TTC Rott­weil gegen die Tisch­ten­nis-Cracks der SG Deiß­lin­gen im Vier­tel­fi­na­le des Bezirks­po­kals an. Mit 4:2 gelang den Gast­ge­bern der Ein­zug in die „Final Four“.

Ein schwe­res Los, ins­be­son­de­re da die Gast­ge­ber ohne ihren Spit­zen­spie­ler Gerd Mül­ler antra­ten – doch des­sen bis in die Haar­spit­zen moti­vier­te Kol­le­gen zeig­ten sich den Abend über gegen den Vor­jah­res­sie­ger von ihrer bes­ten Sei­te.

Wäh­rend Rott­weils angriffs­star­ker Abwehr­spie­ler Sebas­ti­an Hirsch­berg gleich zu Beginn Deiß­lin­gens Ste­fan Die­ter­le noch deut­lich des­sen Gren­zen auf­zeig­te, fand im Par­al­lel­spiel ein bis zum Schluss kämp­fen­der Ste­fan Rei­chelt im sehens­wer­ten All­round­spiel von Top­spie­ler Max Reger sein Schick­sal. Egal was er auch ver­such­te, Reger fand immer die bes­se­re Ant­wort. Im viel­leicht schon vor­ent­schei­den­den Duell zwi­schen Phil­ipp Rie­ger und des­sen ehe­ma­li­gem Team­kol­le­gen Eugen Strun­skyy behielt der Rott­wei­ler nach Abwehr zwei­er Match­bäl­le und sehens­wer­ten Top­spin-Duel­len doch noch im Ent­schei­dungs­satz hauch­dünn die Ober­hand. Im anschlie­ßen­den Dop­pel über­leg­ten sich die Rott­wei­ler eine tak­ti­sche Vari­an­te und boten neben Top-Akteur Hirsch­berg erneut den Rott­wei­ler Ver­eins­vor­sit­zen­den Mar­kus Wöhr­stein auf. Das in der Lan­des­klas­se immer noch unbe­sieg­te Abwehr-Duo lie­fer­te ein­mal mehr eine tak­ti­sche Glanz­leis­tung ab und schick­te die geg­ne­ri­sche Paa­rung Reger/Dieterle chan­cen­los von der Plat­te – die 3:1-Führung war per­fekt.

Im dar­auf­fol­gen­den Spit­zen-Ein­zel gelang es Reger durch die facet­ten­rei­che Band­brei­te sei­nes Kön­nens, dem wahr­schein­lich etwas zu defen­siv (re-)agierenden Hirsch­berg den Zahn zu zie­hen. Als dann Ste­fan Rei­chelt gegen einen plötz­lich wie ent­fes­selt spie­len­den Strun­skyy mit dem Rücken zur Wand stand und am Neben­tisch der Ex-Deiß­lin­ger Rie­ger gegen Die­ter­le unnö­tig den Satz­aus­gleich kas­sier­te, schien die Par­tie noch zu Guns­ten der Gäs­te zu kip­pen. Doch mit muti­gen Rück­hand-Schlä­gen und einer klei­nen tak­ti­schen Umstel­lung sowie einer prä­zi­sen Plat­zie­rung in den Block­bäl­len domi­nier­te Rie­ger fort­an wie­der das Gesche­hen und sicher­te sich und sei­nen Team­kol­le­gen den durch­aus etwas über­ra­schen­den, wenn auch ver­dien­ten 4:2-Erfolg und somit den Ein­zug in das eben­falls in Rott­weil statt­fin­den­de Final-Four-Tur­nier.