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Samstag, 7. Dezember 2019
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Es geht wohl nur im Krimi

Tisch­ten­nis

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Tisch­­ten­­nis-Bezirks­klas­­se Her­ren: TTC Vöh­rin­gen II – TTC Rott­weil II 7:9. Nach den drei unnö­tig bit­te­ren Nie­der­la­gen an den ver­gan­ge­nen Spiel­ta­gen ging es für Lan­­des­­li­­ga-Reser­­ve des TTC Rott­weil zur schwie­ri­gen Aus­wärts­par­tie nach Vöh­rin­gen. Die ambi­tio­nier­te Zweit­ver­tre­tung der Bezirks­­li­­ga-Man­n­­schaft wür­de ger­ne wie­der schnellst­mög­lich die Rück­kehr ins Bezirks­ober­haus schaf­fen. Sie trat des­halb auch fol­ge­rich­tig in Best­be­set­zung an.

Die Reichs­städ­ter konn­ten auf ihr wie­der gene­se­nes vor­de­res Paar­kreuz aus Mar­kus Wöhr­stein und Ser­gej Traub zurück­grei­fen. Sie gin­gen bereits in den Ein­gangs­dop­peln bis in die Haar­spit­zen moti­viert an die Plat­ten. Was folg­te, war eine über­ra­schend kla­re 3:0‑Führung. Wäh­rend Woehr­stein an der Sei­te Ste­fan Links gegen das geg­ne­ri­sche Spit­zen­dop­pel noch den Ent­schei­dungs­satz brauch­te, gewan­nen die Paa­run­gen aus Ser­gej Traub und Phil­ipp Schumpp sowie Micha­el Angs­ter und Manu­el Schub­nell ihre Par­ti­en recht sou­ve­rän. In den dar­auf­fol­gen­den Ein­zel­par­ti­en schaff­te es Traub wie­der ein­mal nicht, sein spiel­stark muti­ges Auf­tre­ten in einen Sieg umzu­mün­zen. Zu vie­le Chan­cen ließ er unge­nutzt. Dazu fehl­te das nöti­ge Glück in den ent­schei­den­den Pha­sen. Wöhr­stein gewann par­al­lel dank eines plat­zier­ten Auf- und Rück­schlag­spiels klar mit 3:0 Sät­zen.

Gegner mit dem Rücken zur Wand

Als Mann­schafts­ka­pi­tän Schumpp nach einem unnö­tig ver­lo­re­nen Satz die nächs­ten bei­den mit inge­samt nur vier abge­ge­be­nen Punk­ten domi­nier­te und Micha­el Angs­ter bei einer 2:0‑Satzführung sogar drei Match­bäl­le hat­te, schien eine Vor­ent­schei­dung in der Luft zu lie­gen. Doch der mit dem Rücken zur Wand ste­hen­de und immer mehr erstar­ken­de Geg­ner sowie feh­len­des Match­glück mach­ten die­se bei­den mög­li­chen Sie­ge tat­säch­lich noch zunich­te. Des Wei­te­ren muss­te Schub­nell die Über­le­gen­heit sei­nes unor­tho­dox agie­ren­den Geg­ners neid­los aner­ken­nen. Aus einer 4:1‑Führung wur­de ein 4:5‑Rückstand.

Wöhr­stein sorg­te mit Hil­fe eines erneut kla­ren Erfol­ges zwar post­wen­dend für den Aus­gleich. Doch Traub gelang es auch in sei­nem zwei­ten Ein­zel nicht, ein sehens­wert star­kes und mit einer Viel­zahl an spek­ta­ku­lär lan­gen Ball­wech­seln gespick­tes Spiel zu krö­nen. Auch Ste­fan Link schaff­te es  zum wie­der­hol­ten Male nicht, sei­ne famo­se Form aus den Dop­peln in die Ein­zel­par­ti­en zu trans­fe­rie­ren.

Wut im Bauch

Die Par­tie schien den Gäs­ten nun kom­plett aus den Hän­den zu glei­ten. Doch welch ein iro­ni­sches Glück, dass sowohl Phil­ipp Schumpp als auch Micha­el Angs­ter, mit viel zitier­ter Wut im Bau­che, ent­schlos­sen fokus­siert zu ihrem zwei­ten Ein­zel schrit­ten und dem jewei­li­gen Kon­tra­hen­ten dem­entspre­chend kei­nen Satz lie­ßen. Auf den Aus­gleich von 7:7 folg­te prompt wie­der die Ernüch­te­rung, denn Schub­nell lag rela­tiv zügig und chan­cen­los mit 0:2 Sät­zen im Hin­ter­tref­fen. Er gab sich jedoch nicht auf, agier­te äußerst dis­zi­pli­niert und kam tak­tisch ziel­füh­rend ein­ge­stellt zum nicht mehr für mög­lich gehal­te­nen Fünf­­­satz-Erfolg. Mit die­ser Füh­rung schick­te er sei­ne eupho­ri­sier­ten Kame­ra­den nun in das Ent­schei­dungs­dop­pel, wo sich Schumpp/Traub hef­ti­gem Wider­stand erweh­ren muss­ten, denn die Haus­her­ren woll­ten doch wenigs­tens noch das Remis ergat­tern. Bei­de gerie­ten aller­dings nie wirk­lich aus der Ruhe, son­dern stell­ten tak­tisch spe­zi­ell im Rück­schlag etwas u. S ie stei­ger­ten sich im alles ent­schei­den­den Satz in ihrem druck­vol­len Spiel, so dass am Ende eines stim­mungs­ge­la­de­nen Abends ein ver­dien­ter Erfolg, nicht nur im Ent­schei­dungs­dop­pel, son­dern auch folg­lich ins­ge­samt als Team zu Buche stand.

 

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