Europameisterschaft ein voller Erfolg

Europameisterschaft ein voller Erfolg

 

Tolle Stimmung, gute Organisation: Der RSV Hardt hat den Zuschauern und Sportlern eine tolle Radball-Europameisterschaft geboten. Meister wurden die Weltmeister aus Österreich, Markus Pröll und Patrick Schnetzer.

 

HARDT, 11. Mai (pm) – Durch das Aufstellen von Tribünen, einer guten Logistik und Bewirtung lockte der Verein mehrere hundert Zuschauer aus dem In- und Ausland in die Hardter Arthur-Bantle-Halle. Zehn Teams aus Österreich, Schweiz, Belgien, Frankreich, Tschechien und Deutschland, darunter auch der amtierende Weltmeister aus Österreich, bestritten spannende und teilweise kampfbetonte Spiele. Ein Glanzlicht für den Veranstalter war die Wildcard für die einheimische Oberliga-Mannschaft Mathias und Florian Müller, die mit den Weltbesten um den Titel kämpfen durften.

 

Los ging es mit der Vorrunde, die in zwei Gruppen gespielt wurde. In Gruppe eins durfte Deutschland 1 aus Darmstadt-Eberstadt, die zurzeit beste deutsche Mannschaft, Weltmeister Österreich 1, Frankreich, Schweiz 2 und Tschechien 2 antreten. In Gruppe zwei hatte es die Hardter Mannschaft Deutschland 2 mit Schweiz 1, Tschechien 1, Österreich 2 und Belgien zu tun.

 

In Gruppe 1eins zeigte sich recht schnell, dass die Weltmeister aus Österreich kaum Schwächen zeigten und alle Gruppenspiele für sich entschieden. Lediglich gegen die starke Mannschaft Deutschland 1 gewannen sie denkbar knapp mit 4:3. Deutschland 1 entschied seine weiteren Spiele klar für sich und wurde hinter Österreich 1 Gruppenzweiter.

 

In Gruppe 2 dominierten Schweiz 1 und Österreich 2. Die einheimische Mannschaft aus Hardt zeigte in ihren Spielen viel Engagement, und mit einem frenetischen Publikum im Rücken spielten sie besser mit, als die Klassenunterschiede erahnen ließen. Dennoch reichte es nicht für einen Sieg, und so durften die Hardter in der Finalrunde gegen Frankreich um den neunten Platz spielen.

 

Die Halbfinals bestritten Österreich 1 gegen Schweiz 1 und Deutschland 1 gegen Österreich 2. Die Stimmung in der vollbesetzten Halle, die bei den Vorrundenspielen schon ausgezeichnet war, wurde bei der Finalrunde noch ausgelassener, und insbesondere die deutschen und die Schweizer Fans, mit Kuhglocken bewaffnet, feuerten ihre Mannschaften an.

 

Die beiden Harter hielten in ihrem besten Spiel lange mit und führten gegen Frankreich zur Pause sogar mit 2:1. Am Ende setzte sich Frankreich aber mit 5:2 durch. Die Hardter Mannschaft wurde mit viel Applaus verabschiedet.

 

Im ersten Halbfinalspiel hieß es Weltmeister gegen Vizeweltmeister. Österreich 1 spielte von Beginn an stark auf und zeigte in allen Spielzügen ihre Klasse. Die Schweiz spielte gut mit, kam aber kaum entscheidend vors Tor, und der Weltmeister siegte klar mit 7:3.

 

Im zweiten Halbfinale wurde es dann dramatisch. Das Spiel wogte hin und her, und Deutschland 1 musste immer einem Rückstand hinterher laufen. Eine Minute vor Schluss schaffte Deutschland den 3:3-Ausgleich, und alles sah nach einem Remis aus und nachfolgenden nach einem Vier-Meter-Schießen aus. Durch ein Foul von Österreich 2 kurz vor Ende erzielte Deutschland 1 mit dem Schlusspfiff den vielumjubelten 4:3-Siegtreffer und zog gegen den Weltmeister Österreich 1 ins Finale ein.

 

Im Spiel um den dritten Platz siegte, nachdem das Match lange ausgeglichen war, Österreich 2 überraschend klar mit 6:3. Umrahmt wurde das Ereignis durch den Auftritt einer Showtanzgruppe sowie einer Turnerriege, die begeistert aufgenommen wurden.

 

Im Finale zeigte Österreich 1 nochmals seine Klasse. Deutschland spielte lange gut mit und hatte mehr vom Spiel, wobei die Tore beider Mannschaften meist in Standardsituationen fielen. Mit einem 2:2-Unentschieden in der Pause war alles noch offen. In der zweiten Halbzeit nutzten die Weltmeister zwei Fehler der Deutschen aus und zogen mit zwei Toren davon. Eine Minute vor Spielende verkürzte Deutschland durch einen fulminanten Eckstoß noch auf 3:4. Die Zeit reichte allerdings nicht mehr für einen weiteren erfolgreichen Angriff.

 

Österreich 1 mit den Spielern Markus Böll/Patrick Schnetzer wurde verdient Europameister vor Deutschland 1 mit Roman Müller und Jens Kirchbaum. Österreich 2 (Florian Fischer/Simon König) errang die Bronzemedaille. Auf dem vierten Rang landete Schweiz 1 vor Schweiz 2, Tschechien 1 kam auf den sechsten Rang. Belgien wurde Siebter und Tschechien 2 Achter. Den neunten Platz errang Frankreich vor der bei der Siegerehrung vielumjubelten einheimischen Mannschaft Deutschland 2.

 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 11. Mai 2015 von NRWZ-Redaktion. Erschienen unter https://www.nrwz.de/sport/europameisterschaft-ein-voller-erfolg/88748