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Dienstag, 29. September 2020

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Im Zeichen des Luchses

Handball

Die Handballfans der Region dürfen sich in der kommende Runde 2020/21 auf ein neues, spannendes Projekt freuen. Denn der TSV Dunningen und die SG Schramberg haben sich dazu entschlossen, den zur Saison 19/20 beschrittenen Weg weiterzuverfolgen und die Kooperation auszuweiten. Die bisherige sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mündet nun in der Gründung einer Spielgemeinschaft, die ab der kommenden Runde im Senioren- und Jugendbereich am Spielbetrieb teilnehmen wird.

„Die Basis für ein engeres Zusammenwachsen war durch die gemachten, durchweg positiven Erfahrungen auf beiden Seiten gegeben, weshalb die Entscheidung keinem der beiden Stammvereine schwergefallen ist“, erläutert Abteilungsleiterin Corinna Jähn vom TSV Dunningen.

„Sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz habe die Chemie von Anfang an gestimmt“, ergänzt Pressesprecher Tobias Harter von der SG Schramberg und greift damit die gute Stimmung der vergangenen Runde auf:

Denn bereits letztes Jahr kämpften die Dunninger und Schramberger Handballerinnen unter gemeinsamen „SG-Farben“ im Württembergischen Handballverband um Punkte. Auch im Herrenbereich waren die beiden Vereine bereits zusammen erfolgreich am Spielbetrieb vertreten, jedoch im südbadischen Raum und ausschließlich unter dem Logo der SG Schramberg. Dies wird sich zur nächsten Saison ändern:

Da sowohl der TSV Dunningen als auch die SG Schramberg dem württembergischen Handballverband zugeordnet sind, treten ab kommender Runde alle Mannschaften der Spielgemeinschaften im württembergischen Handball-Verband an, in den Klassen des HVW-Bezirks Neckar-Zollern. Viele Schramberger, inklusive der zahlreichen Fans, betreten dadurch – zumindest aus handballerischer Sicht – absolutes Neuland. Waren die Dunninger seit jeher im Bezirk Neckar-Zollern des HVW aktiv, so kehren die Uhrenstädter, die jahrelang im SHV als Gastverein aktiv waren, nun quasi zurück in die ureigene schwäbische Heimat und freuen sich auf neue Hallen, Gegner und Schiedsrichter.

Aber natürlich blicken zumindest die Schramberger auch mit einem weinenden Auge auf den nahenden Verbandswechsel. Die heißen Schwarzwald-Derbys, etwa gegen die Lauterbacher, Schiltacher oder St. Georgener Nachbarn, wird es zumindest in naher Zukunft nicht mehr geben. Ob Sieg, Niederlage oder Unentschieden, für die Handball-Fans aus der Uhrenstadt waren diese Aufeinandertreffen immer etwas Besonders und wurden Jahr für Jahr freudig erwartet.

Doch ist man sich auf Schramberger Seite sicher, dass man in der einen oder anderen Liga mit der HSG Rottweil und der HSG Neckartal ebenfalls auf zwei interessante Derbygegner treffen wird, die sicherlich zahlreiche Fans in die Hallen locken werden. Die Damen haben in den hitzigen Duellen gegen die HSG Rottweil bereits deutlich gezeigt, dass sich die Fans auch hier auf absolute Leckerbissen freuen dürfen.

Ausgeweitet wird die Spielgemeinschaft selbstverständlich auch auf den Jugendbereich, in denen die Mannschaften ab der D-Jugend gemeinsam antreten werden, was dem Verein eine solide Basis bieten soll. Im F- und E-Jugendbereich sowie bei den Minis tritt man zwar ebenfalls unter dem Namen SG Dunningen/Schramberg an, jedoch getrennt nach jeweiliger Gemeinde.

„Ziel der Kooperation im Jugendbereich ist es, allen Kindern und Jugendlichen einen attraktiven Zugang vor Ort zum Handballsport zu ermöglichen und alters- sowie leistungsgerecht trainieren und spielen zu können“, verrät Jugendleiterin Anna Notheis aus Dunningen. Langfristig sollen von diesem Konzept auch die Mannschaften im Seniorenbereich profitieren, um auch noch in ferner Zukunft einen attraktiven Handballsport in Dunningen und Schramberg betreiben zu können.

Um zu verdeutlichen, dass die neue Spielgemeinschaft nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch von ihren Mitgliedern intensiv gelebt wird, hat das Öffentlichkeitsteam der neuformierten SG in den vergangenen Wochen an einem neuen Vereinsdesign gearbeitet.

Herzstück des gemeinsamen Designs bildet das neue Logo der Spielgemeinschaft, das getreu der Vereinsfarben in rot (Dunningen) und blau (Schramberg) gehalten ist. Im Zentrum präsentiert sich mit einem angriffslustigen Blick das neue Vereinstier der SGDS, der Luchs.

Die größte Raubkatze Europas gilt als kraftvolles und elegantes, aber auch geheimnisvolles Wesen. Inwieweit das Handballspiel der SGDS als „elegant“ bezeichnet werden kann, liegt sicherlich im Auge des jeweiligen Betrachters. Kraftvoll sollte es zu Beginn der neuen Runde nach wochenlanger, schweißtreibender Vorbereitung aber allemal sein.

Ein weiteres Attribut, das dem Luchs gerne zugeschrieben wird, ist seine Spitzengeschwindigkeit im Sprint. Mit bis zu 70 km/h sind die Raubkatzen pfeilschnell. Auch wenn die Kreisläufer im Verein von solchen Geschwindigkeiten nur träumen können, der eine oder andere Außenspieler kann im Tempogegenstoß sicher mehr als nur mithalten.

Darüber hinaus gelten Luchse als äußerst clevere Jäger, die sich langsam an ihre Beute heranpirschen und mit einer blitzschnellen Aktion zuschlagen. Der SG-Luchs im Logo hat seine Lieblingsbeute bereits eingefangen und kann voller Stolz einen Handball im Maul präsentieren. Hoffentlich ein gutes Omen, wenn Dunninger und Schramberger Handballerinen und Handballer in der kommenden Runde auf Punktejagd gehen – zumindest wären die besagten Eigenschaften des neuen Maskottchens durchaus hilfreich, um erfolgreich im neuen „Jagdrevier“ zu bestehen und den Gegner den einen oder anderen Punkt abzuluchsen. Vorteilhaft für die SG könnte sein, dass der Luchs in heimischen Wäldern ohne natürlichen Feind lebt. Ob das am Ende auch einen Platz in der oberen Region der Tabelle sichert, muss selbstverständlich abgewartet werden. Verstecken brauchen sich die SG-Luchse aber sicher vor keiner Mannschaft im Bezirk.

Vielmehr kommt im ersten Jahr noch das mystische Element der Luchse zum Tragen. Denn kaum jemand hat einen Luchs seit ihrer Rückkehr in den Schwarzwald in der freien Wildbahn zu Gesicht zu bekommen. Auch die Auftritte der SG-Herren werden im ersten Jahr nach der Rückkehr in den HVW unter einem geheimnisvollen Stern stehen: vor allem für die Schramberger, die auf viele neue Hallen, Gegner und Fans treffen werden.

Doch nicht nur mit der Wahl dieses neunen, facettenreichen Vereinstieres zeigen sich die Abteilungsleitungen der Vereine hochzufrieden, auch die grafische Umsetzung ist beeindruckend.

„Mit viel Liebe zum Detail werden die zahlreichen Eigenschaften des Luchses nochmal unterstrichen. Mein absolutes Highlight ist jedoch die liebevolle Gestaltung der Pinselohren“, gibt ein sichtlich gerührter ÖA-Chef Tobias Harter zu Protokoll. „Alles in allem beschreibt das Logo die Zusammenarbeit beider Vereine in zwei Wörtern: absoluter Volltreffer!“

 

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