Klasseleistung von Janina Hettich-Walz im Sprint von Lenzerheide

Biathlon

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Zum ersten Mal gastierte die Biathlonelite in Lenzerheide in der Schweiz. Für die Damen stand zunächst der Sprint über 7,5 Kilometer auf dem Programm.

Nachdem Janina Hettich-Walz durch einen Infekt bei den Wettbewerben zuvor in Hochfilzen noch nicht ganz im Vollbesitz ihrer Kräfte war, wollte die 27-Jährige in Lenzerheide wieder angreifen, auch um sich möglichst bald die Norm für die Weltmeisterschaft, aber auch weiterhin einen Platz unter den Top 20 der Weltelite im Gesamtweltcup zu sichern.

Auf der ihr durch frühere IBU-Cup-Rennen bekannten Strecke fühlte sich Janina Hettich-Walz sofort wohl. Nach einer kontrollierten Auftaktrunde räumte sie im liegenden Anschlag wieder einmal souverän alle Scheiben ab. Mit einer Trefferquote von 96 Prozent gehört sie in der bisherigen Saison zu den absolut besten Schützinnen im Liegendbereich. Nach dem Schießen hatte sie sich bereits auf Rang 11 (+ 0:20 Minute) nach vorne gearbeitet. In der Loipe konnte sie sich sehr gut behaupten. Ein Fehler beim abschließenden stehenden Schießen warf die Biathletin aus Lauterbach nicht entscheidend zurück. So konnte Janina Hettich-Walz auf Platz 13 liegend die Schlussrunde in Angriff nehmen. Mit einem starken Finish verbesserte sie sich dann noch auf einen sehr guten 12. Platz (1 Fehler + 1:29 Minute).

Entsprechend zufrieden war die Biathletin des SC Schönwald in ihrem Schlussfazit. „Ich bin sehr froh, dass es heute wieder viel besser als in Hochfilzen lief. Mit einem Schießfehler kann ich heute sehr gut leben“, bilanzierte sie freudestrahlend.

Mit ihrem zweiten Top 15-Platz erfüllte sie nicht nur die WM-Norm, sie sicherte sich damit auch eine gute Ausgangsbasis für den Verfolger am Samstag. Zudem belegt Janina Hettich-Walz weiterhin Rang 18 im Gesamtweltcup, sodass ihr ein Start im Massenstartrennen am Sonntag, bei dem die besten 25 des Weltcups sicher starten dürfen, kaum zu nehmen ist.

Im deutschen Team überzeugte die wieder genesene Franziska Preuß als 7. (0 Fehler + 1:00 Minute), während Vanessa Voigt als 21. (1 Fehler + 1:56 Minute) nicht ganz zufrieden sein konnte. Selina Grotian landete auf Rang 38 (1 Fehler + 2:39 Minute), während die Debütantin Johanna Puff mit Platz 61 (1 Fehler + 3:27 Minute) den Verfolger der besten 60 äußerst knapp verfehlte. Sophia Schneider musste krankheitsbedingt erneut passen.

An der Spitze setzten sich drei Biathletinnen, jeweils ohne Fehler, deutlich von der Konkurrenz ab. Es siegte die Französin Justine Braisaz-Bouchet vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevolt (+ 0:12 Minute) und Lisa Vittozzi aus Italien (+ 0:17 Minute).

Mit dem „Rückenwind“ aus dem Sprint will sich Janina Hettich-Walz nun auch im Verfolger in der erweiterten Weltspitze behaupten, um nochmals möglichst viele Weltcuppunkte zu sammeln.

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