Lion Düker auf europaweiten Rennstrecken unterwegs

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Vom 2. bis 3 April bestreitet der Rennfaher Lion Düker aus Rottweil sein erstes Langstreckenrennen in der französischen Lamera Cup Endurance Rennserie. Es geht dann gleich ins französische Magny-Cours, wo der erste Lauf mit einem Zwölf-Stunden Rennen stattfindet und Düker sich das Fahrzeug mit zwei weiteren Fahrerkollegen teilt.

Mit dem Lamera Cup geht Lion einen für deutsche Rennfahrer untypischen Weg. Es wurde die Saisonplanung mit dem Einsatz in der GT4 Germany überworfen und an einem Ersatzprogramm gearbeitet, da das notwendige Budget für die deutsche Serie nicht aufgebracht werden kann.

Anderer Weg

Eigentlich erwartet man junge, talentierte Fahrer im Formel 4, GT4 oder TCR, aber Düker versucht einen anderen Weg.

Zu dem Engagement in Frankreich kam es, weil der typische Motorsport in Deutschland auf Grund der jährlich steigenden Kosten immer schwieriger wird und bei dem typischen Weg viele Fahrer in einer Sackgasse landen. „Daher versuche ich mal einen etwas anderen Weg“, so Düker.

Während der ersten Testfahrten in Magny Cours überzeugte der junge Rottweiler die Beobachter und zeigte sich begeistert von dem reinrassigen Rennwagen, der im Gegensatz zu einem GT4-Fahrzeug ohne Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle ausgestattet ist.

Enorme Beschleunigung

Lion Düker, der Rennfahrer aus Rottweil, geht eigene Wege. Foto: pm

Lion: „Die erste Testfahrt in Magny-Cours war direkt eine Herausforderung, die Strecke ist sehr anspruchsvoll und lässt keinen Raum für Fehler. Auch die Beschleunigung des nur 900 Kilogramm leichten Fahrzeugs mit einem 2,5-Liter Turbomotors mit 450 PS ist enorm, und es sind Geschwindigkeiten bis 270 km/h mit dem Fahrzeug möglich.“

Den Lamera Cup gibt es bereits seit 2014, er ist in Deutschland aber noch zu wenig bekannt. Es ist ein typischer Endurance-Markenpokal mit voll besetztem Feld (bis zu 45 Fahrzeuge am Start).

Viel Zeit im Auto

Lion: „Die Rennen gehen alle über mehrere Stunden (Endurance Rennen), so dass man als Fahrer sehr viel Zeit im Auto verbringt und dadurch viel Erfahrung sammeln kann. Da es Langstreckenrennen sind, liegt mein Fokus aktuell auf Ausdauer- und „Koordinationstraining. Gleichzeitig verbringe ich viel Zeit im Simulator, um Kilometer auf der Strecke zu sammeln.

Die Internationalen Strecken Magny-Cours, Misano, Nogaro, Paul Ricard, Portimao sowie Valencia sind eine anspruchsvolle Auswahl. Mit dem Team Racetrack Competition aus Luxemburg geht es nun auf Podiumsjagd und hoffentlich viel gemeinsame Erfolge.

Lion: „Um erfolgreich im Motorsport zu sein, bedarf es neben der Fähigkeit, schnell Auto zu fahren, noch weiterer Faktoren. Die wichtigsten Faktoren neben dem fahrerischen Talent sind definitiv, die entsprechenden Sponsoren und Partner an seiner Seite zu haben. Nur durch eine umfangreiche Unterstützung kann man eine Rennsaison finanzieren und seinen Weg gehen. Ich bin sehr dankbar, schon lange Partner an meiner Seite zu haben, ohne deren Vertrauen wäre es für mich unmöglich, eine weitere Karriere anzustreben.

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