Die Geehrten des Sportkreises. Fotos: Klaus Weisser

Die Ehrung lang­jäh­ri­ger Übungs­lei­ter, Betreu­er und Übungs­hel­fer hat der Sport­kreis Rott­weil jetzt fort­ge­setzt. Der so genann­te Ehren­amts­tag, den der Dach­ver­band der Sport­ver­ei­ne im Kreis Rott­weil im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals durch­führ­te, soll nach den Vor­stel­lun­gen der Sport­kreis­funk­tio­nä­re zu einem fes­ten Ter­min im Jah­res­ka­len­der wer­den.

20 Per­so­nen – die zusam­men auf beacht­li­che 710 Jah­re ehren­amt­li­che Ver­eins­tä­tig­keit kamen – waren heu­er von ihren Ver­ei­nen für die Aus­zeich­nung mit dem Ehren­amts­preis vor­ge­schla­gen wor­den. Jeder Ein­zel­ne erfüll­te mit mehr als 20 Jah­ren frei­wil­li­ger und nicht ent­lohn­ter Tätig­keit im Sport­be­reich die Vor­aus­set­zun­gen die­se Aus­zeich­nung.

An der Spit­ze stand dies­mal der 86-jäh­ri­ge Lauf­fe­ner Robert Grimm. Seit 71 Jah­ren ist er in ver­schie­de­nen Funk­tio­nen als Betreu­er und Übungs­lei­ter aktiv.

Die Räum­lich­kei­ten für die Zere­mo­nie in wür­di­gem Rah­men stell­te wie­der­um die Kreis­spar­kas­se Rott­weil zur Ver­fü­gung. Im Hof­er­saal begrüß­te Prä­si­dent Karl-Heinz Wach­ter die Preis­trä­ger, ihre Ange­hö­ri­gen sowie die Ver­eins­ver­tre­ter. Die musi­ka­li­sche Umrah­mung des klei­nen Fest­ak­tes über­nahm das Strei­cher­trio mit Ines, Cla­ris­sa und Mari­na Beh­rens.

Die ehren­amt­li­che Arbeit sei in Deutsch­land und damit auch im Kreis Rott­weil viel­fäl­tig wie auch vor­bild­lich, sie stär­ke die Gesell­schaft und das sozia­le Mit­ein­an­der, hob Wach­ter in sei­ner Begrü­ßung her­vor und sag­te wei­ter: „Sie sor­gen dafür, dass wir uns in unse­rer jewei­li­gen Hei­mat auch hei­misch füh­len.“ Aus Über­zeu­gung, so der Sport­kreis­prä­si­dent, bräch­ten sich die geehr­ten Per­so­nen in ihren Ver­ei­nen ein. Mit der Ver­lei­hung des Ehren­amts­prei­ses wür­den Aner­ken­nung und Wert­schät­zung der geleis­te­ten Arbeit zum Aus­druck gebracht.

Die Lau­da­tio­nen für die Übungs­lei­ter über­nah­men neben Wach­ter Vize­prä­si­dent Hans­jörg Schmohl sowie der Sport­kreis­re­fe­rent für Ehrun­gen, Die­ter Hofer. Die Urkun­de und eine klei­ne Tro­phäe über­reich­ten sie an Ernst All­gai­er (Schüt­zen­ver­ein Lauterbach/ 39 Jah­re), Sil­via All­gai­er (TSV Lauterbach/ 25 Jah­re), Moni­ka Arm­brus­ter (TV Aichhalden/ 39 Jah­re), Hel­mut Fren­ger (TSV Göllsdorf/ 39 Jah­re), Gabrie­le Gohs (TG Schwenningen/ 34 Jah­re), Robert Grimm (SV Lauffen/ 71 Jah­re), Mar­tin Häs­ler (SC Wellendingen/ 31 Jah­re), Kers­tin Har­zer (TSV Hochmössingen/ 32 Jah­re), Chris­ti­ne Hol­zer (TSV Hochmössingen/ 32 Jah­re), Ines Hug (SG Schramberg/ 34 Jah­re), Rena­te Kaluz­za (TG Weigheim/ 63 Jah­re), Ingrid Klä­ger (TV Sulz/ 41 Jah­re), Karl-Heinz Kreuz­ber­ger (KSV Winzeln/ 21 Jah­re), Clau­dia Mai­er (Ski­club Bergfelden/ 23 Jah­re), Bernd Mül­ler (TSV Rottweil/ 45 Jah­re), Rei­ner Mül­ler (SV Flözlingen/ 22 Jah­re), Bar­ba­ra Nau­mann (TSV Zepfenhan/ 29 Jah­re), Moni­ka Rieß (SV Villingendorf/ 27 Jah­re), Hel­ga Vogt (TSV Bühlingen/ 40 Jah­re) und Ber­na­det­te Wag­ner (TSV Aistaig/ 23 Jah­re).

Auf­trit­te von Über­ra­schungs­gäs­ten sorg­ten für eine Auf­lo­cke­rung des Ehrungs­abends. So war Turn­trai­ner Hel­mut Fren­ger glei­cher­ma­ßen erstaunt wie auch erfreut, dass Hei­ko Bai­er und Bernd Seif­ried, zwei sei­ner ehe­ma­li­gen erfolg­rei­chen Schütz­lin­ge, auf­tauch­ten und für ihn die Lobes­re­de hiel­ten. Dabei kamen eini­ge lus­ti­ge Anek­do­ten ans Tages­licht. Der Jubi­lar, um Wor­te bekann­ter­ma­ßen nie ver­le­gen, ergänz­te humor­voll die Aus­füh­run­gen sei­ner frü­he­ren Tur­ner.

Dass Stadt­rat Ralf Arm­le­der frü­her ein talen­tier­ter und erfolg­rei­cher Leicht­ath­let („Bei mei­ner heu­ti­gen Figur kann man das nicht glau­ben“) war, erfuh­ren die Gäs­te eben­falls an die­sem Abend. Für den ver­hin­der­ten und noch erfolg­rei­che­ren frü­he­ren TSV- Leicht­ath­le­ten Micha­el Spind­ler über­nahm er kurz­fris­tig die Lau­da­tio für das Rott­wei­ler Leicht­ath­le­tik­trai­ner-Urge­stein Bernd Mül­ler. So etwas habe er noch nie gemacht, lie­ber wür­de er jetzt einen Schmot­zi­gen- Bei­trag vor­tra­gen, mein­te Arm­le­der. Doch auch sein Bei­trag außer­halb der när­ri­schen Sai­son war recht unter­halt­sam. Heu­te wür­den wis­sen­schaft­li­che Trai­nings­me­tho­den als neue Errun­gen­schaf­ten pro­pa­giert, die Bernd Mül­ler schon vor Jahr­zehn­ten ange­wandt habe, wuss­te er zu berich­ten.

Die Unter­hal­tung setz­te sich nach dem offi­zi­el­len Teil bei einem Umtrunk und einem klei­nen Imbiss fort. (kw)