Rottweiler Herren steigen auf und bekommen weibliche Verstärkung

Tischtennis

Als am Donnerstag die Klasseneinteilungen für die Saison 19/20 veröffentlicht wurden, fehlte ein bekanntes Gesicht in der Liste der Landesklasse: Der TTC Rottweil. Um den Vizemeister der Landesklasse 5 zu finden, musste man in die Landesliga schauen.

Nach der Enttäuschung, als in der Relegation Mitte Mai gegen die TTG Unterreichenbach-Dennjächt der sportliche Aufstieg knapp mit 7:9 und eigenen Matchbällen verspielt wurde, erfolgte dieser nun am grünen Tisch. Möglich machte es ein Rückzug eines Verbandsklasse-Teams, das einen Ketteneffekt erzeugte, wodurch auch der TTC Rottweil profitierte. Was bis zum versöhnlichen Ende der Geschichte geschehen war, erklärt die Rückschau auf die vergangene Saison.

Nach der Rückrundenmeisterschaft in der Saison 17/18 und damit dem Klassenerhalt nach punktloser Vorrunde galten die Rottweiler manchen als Geheimfavorit auf den Titel 18/19. Die TTCler selbst spekulierten auf das vordere Drittel, doch schien klar, dass bei Normalverlauf der TTC Reutlingen das Meisterschaftsrennen für sich entscheiden würde.

Der Start des Lehmann-Sextetts verlief mit vier Siegen vielversprechend, doch Ende Oktober war erstmals ersichtlich, dass die Saison kein Selbstläufer würde. Beim 8:8 gegen nominell stark ersatzgeschwächte Gomaringer bekleckerten sich die Rottweiler nicht mit Ruhm. Bis zum Ende der Vorrunde hielt die Formkrise an. Nach einem Arbeitssieg gegen Kellerkind Rottenburg folgten enttäuschende Auftritte gegen Derendingen, den TTC Reutlingen und schließlich Ergenzingen II. Nach diesen drei so unnötigen wie unglücklichen Niederlagen lagen die TTCler zum Vorrundenende nur dank des besseren Spielverhältnisses auf Rang drei. Zum Rückrundenauftakt, bei dem erstmals Winterneuzugang Sebastian Hirschberg zum Einsatz kam, erreichte man in Metzingen zunächst einen knappen Arbeitssieg. In der folgenden Partie wurde Dettingen mit passabler Leistung bezwungen, bevor die Rottweiler zwei hohe Siege gegen Abstiegskandidaten einfuhren. Ende Februar gab es in heimischer Halle beim 9:7-Krimi gegen Derendingen den ersten Formcheck, den der TTC ohne Hirschberg bestand.

Vor einem schweren Saisonfinale, den Partien gegen TTC Reutlingen und TTC Ergenzingen II, stolperten die Lehmänner nicht und sicherten sich weitere vier Punkte. Leider schwappte ausgerechnet zum Duell beim TTC Reutlingen eine Krankheitswelle herein. Ersatzgeschwächt verkauften sich die Rottweiler gut, aber verließen die Tische als Verlierer. Damit kam es zum Endspiel zu Hause gegen Ergenzingen II. Der Sieger dieser Partie würde als Zweiter in die Aufstiegsrelegation gehen. Trotz des Heimvorteils lag die Favoritenrolle bei den Gästen, die zum einen vom Papier her stärker wirkten und weil zum anderen Hirschberg bei den Hausherren fehlte. Trotz ungünstiger Vorzeichen brannten die Rottweiler ein wahres Feuerwerk ab und verwiesen ihre Kontrahenten mit einem überraschenden 9:0-Sieg aus der Halle. Dem Jubel folgten drei Wochen intensive Vorbereitung, die allerdings weitgehend ohne den angeschlagenen Gerd Müller stattfand.

Kurz vor dem „Tag der Wahrheit“ flatterte die Information, dass der Landesliga-Achte aus Deißlingen nicht zur Relegation antreten würde, ins Haus. Somit müsste ein einziges Spiel gegen Unterreichenbach-Dennjächt entscheiden. Wie eingangs erwähnt, konnten die TTCler dieses nicht siegreich gestalten. Mit einer ungewohnt riesigen Geräuschkulisse – in der Halle fanden zeitgleich acht Spiele verschiedener Wettbewerbe statt – sowie ungewohnten Spielbedingungen kamen die Rottweiler schlechter klar als ihre Gegner. Zwei Drittel der Reichsstädter verkauften sich im Einzel unter Wert, Mannschaftsführer Lehmann und der Vorsitzende Markus Wöhrstein ließen zudem unglücklicherweise mehrere Aufstiegsbälle ungenutzt, des Weiteren ging nur ein Doppel an den TTC. Die Unterreichenbacher hingegen zeigten sich in engen Situationen abgeklärter und gewannen knapp, aber verdient.

Wie mittlerweile feststeht, tritt der TTC Rottweil in der Saison 19/20 nun doch in der Landesliga an. Dort kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten, wenngleich sich der Spielerpool der Reichsstädter erweitert hat: Mit Jennifer Käshammer, die bisher für den TSV Betzingen hauptsächlich in der 3. Bundesliga Damen spielte, stößt eine Verstärkung hinzu.

 

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