Rottweiler Kreissporthalle steht wieder für Sport zur Verfügung

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Seit September ist die Kreissporthalle in Rottweil als Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete eingerichtet – nun gibt das Landratsamt vorübergehend grünes Licht für den Schul- und Vereinssport. Mit Hochdruck geht es jetzt an den Rückbau der Trennwände, Voraussichtlich ab kommenden Dienstag wird die Halle wieder für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen.

Die aktuelle Entwicklung der Geflüchtetenzahlen lasse es zu, die als Notunterkunft vorbereitete Kreissporthalle mit insgesamt 145 Plätzen jetzt für den Sport freizugeben, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Laut Angela Jetter, Sozialdezernentin im Landratsamt, hat das Land für den Monat November 58 Asylbewerber angekündigt, die im Landkreis Rottweil eine Unterkunft benötigen. Eine Unbekannte bleibt jedoch: „Was die direkten und damit kurzfristigen Zugänge von ukrainischen Geflüchteten angeht, ist eine Prognose nicht möglich“ so Jetter.

In der vergangenen Woche mussten sie und ihr Team 26 Geflüchtete unterbringen, die Woche davor noch doppelt so viele. „Wenn die Entwicklung keine völlig unerwartete Wendung nimmt, ist es machbar, die ankommenden Menschen auch ohne die Notunterkunft in der Kreissporthalle unterzubringen, zumindest im Monat November“.

Gerald Kramer, für die Schulen zuständiger Dezernent im Landratsamt, begrüßt, die Kreissporthalle zumindest vorübergehend wieder für den Sport zur Verfügung stellen zu können. „Uns ist bewusst, dass die betroffenen Schulen in den vergangenen Wochen spürbare Einschränkungen hinnehmen mussten“ sagt er. Schulen, Kreis- und Stadtverwaltung hätten sich gemeinsam bemüht, alternative Lösungen für den Sportunterricht zu finden. „Das alles ist mit deutlich mehr Aufwand verbunden, und deshalb gilt allen Beteiligten mein Dank“, so Kramer. So lange es möglich ist, die Halle für den Sport freizuhalten, wird dies getan – sollte sich die Situation ändern, ist eine erneute Verwendung als Notunterkunft nicht ausgeschlossen. Die Herausforderung, vom Land kurzfristig zugewiesene Flüchtlinge unterzubringen, bleibe bestehen: „Vorrangig müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben“.

Stefan Steinert und Ingo Lütjohann. die Schulleiter der Erich-Hauser-Gewerbeschule und der Nell-Breuning Schule, zeigen sich erleichtert darüber, dass der Schulsport nun zumindest vorübergehend wieder wie geplant stattfinden kann. „Den Ersatzunterricht in anderen Sporthallen zu organisieren, war keine leichte Aufgabe. Umso mehr freuen wir uns, dass das Landratsamt die Halle nun umbaut und uns wieder zur Verfügung stellt.“ Beide hoffen, dass die Situation bis zu den Weihnachtsferien stabil bleibt – das Landratsamt wird die Lage immer wieder aktuell bewerten und entsprechend reagieren. Die Trennwände werden deshalb auch in der Halle gelagert, um die Halle bei Bedarf wieder umzubauen.

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1 Kommentar

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Thomas
1 Jahr her

Aufbau, Abbau, wer zahlt das alles?Vielleicht erst mal den Kopf einschalten bevor man was angeht

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