Bei der Welt­meis­ter­schaft im Rin­gen in Kasach­stan beleg­te San­dra Paru­szew­ski vor gut 4000 Zuschau­ern in der Barys Are­na den neun­ten Platz.

Die Aus­lo­sung erspar­te der Wahl-Kirch­zart­ne­rin die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de, und somit begann das Tur­nier mit dem Ach­tel­fi­na­le gegen Elif Yanik aus der Tür­kei. Die Tür­kin gewann 2019 und 2018 jeweils die Bron­ze­me­dail­le bei den U23-Euro­pa­meis­ter­schaf­ten und ist somit inter­na­tio­nal ein bekann­tes Gesicht. Zur Pau­se lag San­dra mit 0:1 im Rück­stand. Doch im zwei­ten Abschnitt spiel­te sie ihre kon­di­tio­nel­le und men­ta­le Stär­ke opti­mal aus und sicher­te sich mit meh­re­ren schö­nen Angrif­fen den 6:3‑Punktsieg.

Doch zum Durch­at­men blieb kaum Zeit, und nach etwa 20 Minu­ten stand das Vier­tel­fi­na­le gegen Shoov­dor Baa­tar­jav aus der Mon­go­lei an. Die Mon­go­lin ist Welt­rang­lis­ten-Drit­te, hat­te im Vor­jahr die Bron­ze­me­dail­le bei der Welt­meis­ter­schaft in Buda­pest gewon­nen und ist als eine der Favo­ri­tin­nen an den Start gegan­gen. Im ers­ten Kampf­ab­schnitt wur­de die Mon­go­lin der Favo­ri­ten­rol­le auch gerecht und führ­te mit 4:0 Punk­ten. Je län­ger das Kampf­ge­sche­hen ging, des­to schwä­cher wur­de die Mon­go­lin, und Paru­szew­ski ver­kürz­te auf 6:2. Doch die pas­si­ve Ring­wei­se der Mon­go­lin wur­de von den Kampf­rich­tern nicht ermahnt, und sie konn­te sich noch über die Zeit ret­ten.

Damit blieb San­dra nur noch die Hoff­nung, dass die Mon­go­lin den Final­ein­zug schafft und sie noch­mals die Chan­ce bekommt, ins Tur­nier­ge­sche­hen ein­grei­fen zu dür­fen. Doch im Halb­fi­na­le schei­ter­te die Mon­go­lin unglück­lich an der spä­te­ren Welt­meis­te­rin Lin­da Morais aus Kana­da. Somit war das Tur­nier für San­dra been­det. Doch mit Platz neun erreich­te sie ihr Mini­mal­ziel, unter die Bes­ten zehn zu kom­men.


Als nächs­tes ste­hen für die BWL-Stu­den­tin und Sport­sol­da­tin der Bun­des­wehr die Mili­tär­weltspie­le im chi­ne­si­schen Wuhan an. Die­se Spie­le sind neben den Olym­pi­schen Spie­len und der Uni­ver­sia­de, den Welt­spie­len der Stu­den­ten, das größ­te Mul­tisport­even­ten der Welt.     Ste­fan Moos­mann