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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Sport San­dra Paru­szew­ski reist zur Welt­meis­ter­schaft

Sandra Paruszewski reist zur Weltmeisterschaft

Rin­gen

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Die Rin­ge­rin San­dra Paru­szew­ski vom AV Sul­gen ist von Bun­des­trai­ner Patrick Loes für die Welt­meis­ter­schaf­ten in Nur-Sul­­tan/­­Ka­­sach­­stan vom 14. bis 21. Sep­tem­ber nomi­niert wor­den.

Sie gehört zum acht­köp­fi­gen Frau­en-Auf­­ge­­bot des Deut­schen Rin­ger­bun­des, der damit in allen Gewichts­klas­sen ver­tre­ten ist. Nach Paris 2017 und Buda­pest 2018 ist dies bereits die drit­te Teil­nah­me an einem Welt­tur­nier in Fol­ge für die 25-jäh­­ri­ge BWL-Stu­­den­­tin. Sie wird am Mitt­woch, 18. Sep­tem­ber, ins Kampf­ge­sche­hen ein­grei­fen.

So eupho­risch dies auch klingt, ganz glück­lich ist Paru­szew­ski nicht, weil für sie nur in der Gewichts­klas­se bis 59 Kilo ein Platz frei war. Die­ses Limit ist nicht olym­pisch. Das bedeu­tet, dass sie, selbst wenn sie unter die bes­ten fünf kommt, kei­nen Start­platz für Olym­pia 2020 in Tokio – ihr gro­ßes Ziel – erkämp­fen kann. In der olym­pi­schen Gewichts­klas­se 57 kg, das die Wahl-Kir­ch­z­ar­­te­­ne­­rin locker brin­gen könn­te, hat DRB-Coach Loes Ele­na Brug­ger (TuS Adel­hau­sen) nomi­niert. Damit hono­riert er den von Brug­ger errun­ge­nen Titel bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Mai im saar­län­di­schen Rie­gels­berg. Paru­szew­ski, die das direk­te Duell gegen die Süd­ba­de­ne­rin mit 1:3 ver­lo­ren hat­te, wur­de am Ende Vize­meis­te­rin.

Falls Brug­ger min­des­tens Fünf­te wird, hat sie auto­ma­tisch für Deutsch­land ein Olym­pia-Ticket gelöst und wird dann im nächs­ten Jahr auch in die japa­ni­sche Haupt­stadt rei­sen. Dar­auf hat sich der Bun­des­trai­ner bereits fest­ge­legt.

Sportliches Traumziel Olympia noch erreichbar

Ganz abschrei­ben muss die Sul­ge­ne­rin ihren sport­li­chen Traum aber (noch) nicht. Soll­te Brug­ger früh aus dem Tur­nier aus­schei­den und Paru­szew­ski eine gute Plat­zie­rung errei­chen, wer­den die Kar­ten noch­mals neu gemischt. Es gibt außer den Welt­meis­ter­schaf­ten noch zwei inter­na­tio­na­le Tur­nie­re, bei denen sich die Fina­lis­tin­nen eben­falls für Olym­pia qua­li­fi­zie­ren kön­nen. Und da käme dann die Sul­ge­ne­rin wie­der zum Zug.

Dass sie nicht so schnell die Flin­te ins Korn wirft, hat die 25-Jäh­­ri­ge schon öfters bewie­sen. Nach dem für sie eher ent­täu­schen­den zwei­ten Rang bei den deut­schen Titel­kämp­fen war sie weit von einer WM-Teil­­nah­­me ent­fernt. Doch mit einer star­ken Vor­stel­lung und einem drit­ten Rang beim hoch­klas­sig besetz­ten Welt­­ran­g­­lis­­ten-Turi­­ner in Istan­bul im Juli die­ses Jah­res punk­te­te sie beim Bun­des­trai­ner und wur­de nun erneut für die WM berück­sich­tigt.

Fünf Südbadener

Ein biss­chen stolz ist der Olym­pia-Stüt­z­­punkt in Frei­burg. Mit Peter Öhler (VfK Müh­len­bach), Alex­an­der Sem­isorow (RV Rüm­min­gen), Ellen Ries­te­rer (RKG Frei­burg 2000), Anni­ka Wend­le (ASV Alten­heim) und Brug­ger neh­men nicht nur fünf Süd­ba­de­ner an den Welt­meis­ter­schaf­ten teil, son­dern mit Paru­szew­ski, Lui­sa Nie­mesch (SV Wein­gar­ten) und Ali­ne Rot­­ter-Focken (KSV Kre­feld) ins­ge­samt acht Ath­le­ten, die dort regel­mä­ßig trai­nie­ren.

Wer mit dem Namen „Nur-Sul­­tan“ nichts anfan­gen kann: Die Haupt­stadt von Kasach­stan hieß bis März Asta­na. Namens­wech­sel ist die Stadt gewohnt, denn bis 1998 hieß sie Aqmo­la, zuvor auch Akmo­linsk und Zeli­no­grad.

 

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