Schützengesellschaft: Jugendtraining im Internet

Schützengesellschaft: Jugendtraining im Internet

Die Schützengesellschaft Schramberg 1560 eV bleibt auch während des Lockdowns aktiv und behält das Ziel im Auge. Zwar ist die Ausübung des Sports, wie bei den anderen Vereinen auch, weiterhin untersagt, doch die Not macht bekanntlich erfinderisch, und auch ein Sportverein kann sich digital weiterentwickeln.

„Es ist wichtig, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren“, schreibt die Jugendtrainerin Franziska Hettich in einer Pressemitteilung. Daher wurde das Jugendtraining kurzerhand ins Internet verlegt. Per Videochat wird nun fleißig analysiert, berichtet und ausprobiert. Da viele Jungschützen ihr Sportgerät vom Verein leihen, wird bewusst auf gemeinsames Trockentraining verzichtet. Zahlreiche Übungen zur Verbesserung von Ausdauer, Koordination und Gleichgewicht können aber problemlos im eigenen Kinderzimmer ausgeführt werden. Auch Konzentrations- und Entspannungsübungen finden hier wunderbar Platz.

Und tatsächlich ist das Grundlagentraining für Sportschützen nicht zu vernachlässigen. Was in normalen Zeiten aber zu vielleicht etwas zu kurz kommt, gilt es nun nachzuholen und aufzubauen. Der Kontakt untereinander spielt dabei eine große Rolle. Denn gemeinsam zu einer festgelegten Zeit zu trainieren, motiviert deutlich mehr, als sich allein dem inneren Schweinehund entgegenzustellen. Der rege Austausch untereinander, der den Jugendlichen vor allem in diesen Zeiten fehlt, wird hier gewährleistet. Man bleibt in Kontakt und hat eine willkommene Abwechslung zum einsamen Schulalltag.

Vor Ostern waren die Inzidenzzahlen im Kreis Rottweil so gering, dass sogar für zwei Wochen ein richtiges Training in der Schießhalle stattfinden konnte. Die Maßnahmen gaben neben den Hygienekonzepten, dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und der Einhaltung des Mindestabstandes vor, dass nur fünf Schützen aus maximal zwei Haushalten an einer Trainingsstunde teilnehmen durften. „Die Jugendlichen waren begeistert, endlich ihrem Sport wieder nachgehen zu dürfen. Auch wenn es nur sehr kleine Trainingsgruppen von zwei Personen waren, hat man gespürt, wie ihnen die gemeinsame Zeit gefehlt hat“, berichtet Jugendtrainerin Hettich.

Da es sich beim Schießsport nicht um eine Kontaktsportart handelt, sondern der Abstand untereinander zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden kann, hat sich die Durchführbarkeit eines Trainings unter diesen Umständen durchaus erwiesen. Für das Training wird jedem Schützen ein eigener Schießstand zugewiesen; jeder zweite Stand ist gesperrt, um den Abstand zu vergrößern. Bereits im vergangenen Sommer wurden auf diese Weise wieder Wettkämpfe durchgeführt, die als Fernwettkämpfe ausgetragen wurden: Jeder Verein schoss also mit Heimvorteil im eigenen Schützenhaus, die Ergebnisse wurden anschließend nur digital ausgetauscht. „Zwar ist es nicht ganz das Gleiche, aber unter Berücksichtigung der Umstände war das eine gute Lösung, den Sport überhaupt weiter betreiben zu können.“

Die Vereinsarbeit beschränkt sich während des Lockdowns aber nicht nur auf das Onlinetraining, der Verein hat auch seinen Internetauftritt grundlegend überarbeitet. Nicht nur das Design, sondern auch die Daten und Inhalte wurden umfassend aktualisiert. Eine Arbeit, die sich vor allem jetzt anbietet, wenn man sowieso zu Hause bleiben soll.

Ein neues Projekt wurde auch im Social-Media Bereich auf Instagram ins Leben gerufen. Hier werden die Follower, Vereinsmitglieder, Freunde, Bekannte und Interessierte regelmäßig über das Vereinsleben informiert. Und die Jugend kann sich wunderbar in die Vereinsarbeit integrieren.

Und die Öffentlichkeitsarbeit zahlt sich aus. Es gibt bereits einige Anfragen von Interessenten für ein Probetraining. Zwar müssen diese vorerst noch vertröstet werden, bis tatsächlich wieder trainiert werden darf. Aber eine Warteliste wurde inzwischen angelegt, damit alle Interessenten möglichst bald informiert werden können und sich dann einen Einblick in die Sportart verschaffen können.

Bis ein erneutes Training wieder zulässig sein wird, heißt die Devise also vorerst zu Hause bleiben, aber auch von dort aus sind die Möglichkeiten in Zeiten der Digitalisierung unerschöpflich.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 19. April 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/sport/schuetzengesellschaft-jugendtraining-im-internet/305273