Deutscher Meister seiner Altersklasse: Thorsten Simon von der SG Schramberg, Foto: pm

Die SG Schram­berg ist in Sam­mel­lau­ne. Nach den drei Deut­schen Turn­fest­sie­gen und dem Deut­schen Meis­ter­ti­tel im Schleu­der­ball kommt bin­nen eines Monats jetzt noch ein natio­na­ler Titel im Ham­mer­wer­fen dazu.

Als Thors­ten Simon nach über 15 Jah­ren Wett­kampf­pau­se sich letz­tes Jahr ent­schie­den hat, wie­der aktiv zu wer­den, hat es sich schnell gezeigt, dass er in sei­nen Para­de­dis­zi­pli­nen nicht mehr antre­ten kann. Pro­ble­me im Hand­ge­lenk und im Ellen­bo­gen machen ein leis­tungs­ori­en­tier­tes Trai­ning im Kugel­sto­ßen und Dis­kus­wer­fen unmög­lich. „Das Ham­mer­wer­fen ist nicht mein Spe­zi­al­ge­biet, aber mein Kör­per lässt es zumin­dest zu“, so Simon.

So ent­stand der Plan, bei den Senio­ren-Euro­pa­meis­ter­schaf­ten in Däne­mark teil­zu­neh­men. Die­sem Vor­ha­ben hat­te der Wurf­trai­ner der SG Schram­berg bereits einen 50-Meter-Wurf im Mai vor­aus­ge­hen las­sen.

Bei den Deut­schen Senio­ren­meis­ter­schaf­ten in Zit­tau bestä­tig­te Simon in der Alters­klas­se M40 die gute Form bei wid­ri­gen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen mit 49,04 Metern. Schlech­te Wit­te­rungs­be­din­gun­gen sind zu einer Art Hass-Lie­be von ihm gewor­den. „Bei Groß­ereig­nis­sen gewin­ne ich meist dann, wenn das Wet­ter beson­ders mies ist,“ erzählt Simon.

Mit einem deut­li­chen Vor­sprung von fast fünf Metern auf den Zweit­plat­zier­ten war der Sieg in der zah­len­mä­ßig eher schwach besetz­ten Kon­kur­renz nie gefähr­det.

Somit freut sich der Obern­dor­fer Gym­na­si­al­leh­rer auf sei­ne ers­ten inter­na­tio­na­len Meis­ter­schaf­ten gleich zu Beginn der Som­mer­fe­ri­en in Aarhus/DK. „Wenn ich mich noch um ein bis zwei Meter stei­gern kann, dann dürf­te einem Platz in fina­len End­kampf der bes­ten acht nichts im Wege ste­hen,“ hofft Simon.