Thorsten Simon: Turnfestsieger von Berlin. Foto: privat

SCHRAMBERG/BERLIN (pm) – Beim zwei­ten Start, der zwei­te Sieg. So lau­tet die aktu­el­le Bilanz des Wurf­trai­ners der SG Schram­berg seit dem Turn­fest in Ber­lin. Dar­über heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung wei­ter:

Bereits 1994 hat­te er beim Deut­schen Turn­fest in Ham­burg, damals noch im Tri­kot der TSG Ehin­gen, den tra­di­tio­nel­len DTB-Wahl­wett­kampf der Leicht­ath­le­ten gewon­nen. Die­ser Wett­kampf setzt sich ent­we­der aus Dis­zi­pli­nen der Leicht­ath­le­tik, Tur­nen oder Schwim­men zusam­men.

Offi­zi­ell ist dies zwar kein Deut­scher Meis­ter­ti­tel, jedoch fin­det der Wett­kampf nur alle vier Jah­re auf den Deut­schen Turn­fes­ten statt. Somit habe der Titel des Turn­fest­sie­gers etwas Olym­pi­sches auf natio­na­ler Ebe­ne, so Thors­ten.

Bei sehr schlech­ten Wit­te­rungs­be­din­gun­gen am Sonn­tag konn­te Thors­ten in sei­ner Alters­klas­se M40 vor allem in den Wurf­dis­zi­pli­nen punk­ten. So konn­te der Deut­sche Vize­meis­ter im Schleu­der­ball trotz Gegen­wind auf rut­schi­gem Unter­grund knapp 60m errei­chen, sowie soli­de 12,55m im Kugel­sto­ßen. Erfreu­lich für ihn, ver­lief der 100m-Lauf mit 13,18s, gefolgt von sehr guten 2,76m beim Stand­weit­sprung.

Mit ins­ge­samt 42,88 Punk­ten hat­te Thors­ten über zwei Punk­te Vor­sprung vor dem Zweit­plat­zier­ten. Unter der Berück­sich­ti­gung, dass in sei­ner Alters­klas­se die maxi­ma­le Punkt­zahl beim Schleu­der­ball schon bei 54m erreicht ist, wäre sein Vor­sprung noch viel grö­ßer gewe­sen. Selbst in den jün­ge­ren Alters­klas­sen M35 und M30 hät­te sei­ne Punkt­zahl für den Sieg gereicht.

Danach sah es im Vor­feld des Turn­fes­tes jedoch nicht aus. Immer wie­der plag­ten den Sport­leh­rer aus Obern­dorf in den letz­ten Mona­ten Knie- und Rücken­schmer­zen, so dass ein kon­ti­nu­ier­li­ches Trai­ning sel­ten mög­lich war. „Fast ein Drit­tel mei­nes Trai­nings­auf­wan­des ver­brach­te ich beim Phy­sio­the­ra­peu­ten und beim Ortho­pä­den“.

Das alles hät­te nicht geklappt, wenn die Fami­lie nicht zu 100 Pro­zent hin­ter ihm gestan­den hät­te. „Der Erfolg eines Man­nes hängt sehr stark von der Frau ab, die hin­ter ihm steht“, ver­si­chert er und lobt damit sei­ne Ehe­frau Annet­te, selbst Sport­leh­re­rin.

Nun kann der Trai­ner sich in Ber­lin kurz erho­len, bevor am Mitt­woch sei­ne drei Schütz­lin­ge beim Wahl­wett­kampf der U20 ihr Bes­tes geben. Vor allem Domi­nik Weid­mann hat gute Chan­cen, es sei­nem Trai­ner gleich zu tun. Am Frei­tag folgt für Thors­ten dann schon der nächs­te Wett­kampf bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Schleu­der­ball der Män­ner.