NRWZ.de, 8. August 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

„Trogvorderseite“ beschert Segelfliegern viel Zeit am Boden

52. Klippeneck-Segelflug-Wettbewerb zu Ende

REGION ROTTWEIL – Am Samstag 7. August ging der 52. Klippeneck-Segelflug-Wettbewerb zu Ende. Die 86 Teams aus Deutschland, der Schweiz, Belgien und Großbritannien mit ihren Flugzeugen konnten nur an zwei der acht geplanten Tagen fliegen.

Durch einen sogenannten Höhentrog der knapp westlich vom Klippeneck zu liegen kam und sich weder weiterbewegen konnte noch sich auflöste, bescherte den Wettbewerbsteilnehmern eine Wetterkonstellation, die Trogvorderseite genannt wird. Diese Konstellation sorgte dafür, dass es an den meisten Tagen entweder regnete oder eine hohe Wolkenschicht verhinderte, dass sich durch Sonneneinstrahlung die notwendige Thermik für Streckenflüge entwickelte.

Am zweiten fliegbaren Tag, dem Freitag schafften es so nur in drei der fünf Wettbewerbsklassen genug Flugzeuge, die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Das führte dazu, dass laut Reglement der Tag bei den anderen beiden Wettbewerbsklassen nicht gezählt wurde. Das Gesamtergebnis in der 15-Meter und in der Doppelsitzerklasse beruht deshalb nur auf der Wertung des anderen fliegbaren Tages, dem Montag. Trotz eines der wettertechnisch schlechtesten Jahre in der Geschichte des Klippeneckwettbewerbs war die Stimmung bei den Teilnehmern des Wettbewerbs, ihren Teams und Familien sehr gut.

Konnte doch der Wettbewerb, der immer auch ein großes Freundestreffen ist, nach pandemiebedingtem Ausfall im Jahr 2020 endlich wieder stattfinden. Bis wenige Wochen vor dem Wettbewerb war es allerdings nicht sicher, ob sich die Inzidenz so entwickeln würde, dass eine sichere Durchführung möglich sein würde. Aus diesem Grund wurde auch das Rahmenprogramm gestrichen und der Wettbewerb zu Beginn noch als rein sportliche, quasi geschlossene Veranstaltung organisiert.

Für die Veranstalter um Wettbewerbsleiter Martin Trittler und Bewirtungschef Hans-Peter Grimm eine große Enttäuschung. Immerhin ist das „Fliegerfest“ eine feste Größe in den Veranstaltungskalendern der Gegend und in normalen Jahren ein Besuchermagnet. Aber dank sinkender Inzidenz im Landkreis Tuttlingen, die bald den Wert 1 erreichte, wurden nach dem ersten Wochenende die Tore für Besucher doch noch geöffnet.

Bis zu zehn Schleppmaschinen brachten die Segelflugzeuge an den beiden fliegbaren Tagen innerhalb von eineinhalb Stunden in die Luft. Neben ein- und doppelsitzigen reinen Segelflugzeugen waren auch verschiedene Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb im Starterfeld. Die können sich mit ihren Motoren entweder bei fehlender Thermik in der Luft halten oder sogar selbst starten. Auch exotische Antriebe wurden genutzt: Ein selbststartfähiges Segelflugzeug war mit einem Elektromotor am Start und eines mit einer Turbine.

Die Gesamtsieger des 52. Klippeneck-Segelflug-Wettbewerbs Clubklasse 1. Platz: Katharina Diehn (Akaflieg Dresden), 612 Punkte 2. Platz: Jelle Vandenbeek (Brasschaatse Zweefvliegclub), 559 Punkte 3. Platz: Yves Müller (ASG Zweisimmen), 545 Punkte 15m-Klasse 1. Platz: Christoph Ackermann (SG Solothurn), 274 Punkte 2. Platz: Jan-Philipp Gliese (LFV Bottrop), 268 Punkte 3. Platz: Jürgen Schönerstedt (LSV Degerfeld), 267 Punkte 18m-Klasse 1. Platz: Harry Tanner (LSV Blumberg), 345 Punkte 2. Platz: Claus Neuffer (AFZ Unterwössen), 325 Punkte 2. Platz: Albert Kiessling (FG Wolf-Hirth), 325 Punkte 4. Platz: Ernst Hoch (FSV Mössingen), 302 Punkte Doppelsitzerklasse 1. Platz: Gerhard Hermann (AC Bad Nauheim), 244 Punkte 2. Platz: Steffen Jenter (Fliegergruppe Neuffenertal), 243 Punkte 3. Platz: Gunter Spöcker (FSV Tübingen), 237 Punkte Offene Klasse 1. Platz: Joachim Hirt (LSB Donaueschingen), 358 Punkte 2. Platz: Michael Reiner (LSV Schwarzwald-Baar), 304 Punkte 3. Platz: Guido Halter (SG Säntis), 303 Punkte Bester Klippenecker: Gunter Holder (Aeroclub Klippeneck), 495 Punkte.

Die Sieger der 15-Meter-Klasse. Foto: pm

Die Sieger der 18-Meter-Klasse. Foto: pm

Die Sieger der Doppelsitzer-Klasse. Foto: pm

Die Sieger der Offenen Klasse. Foto: pm

 

 

„Trogvorderseite“ beschert Segelfliegern viel Zeit am Boden