Sulgens Topspieler Azeez-Ayoola Rasheed fuhr vier Einzelsiege ein. Foto: ttc

Nach­dem der knap­pe Sieg am vor­letz­ten Sams­tag in Hoch­mös­sin­gen auf­grund fal­scher Dop­pel­auf­stel­lun­gen in einen 9:0‑Erfolg für Hoch­mös­sin­gen gewer­tet wur­de, folg­te nun ohne Axel Kai­ser ein unan­ge­neh­mes Aus­wärts­spiel in Dor­met­tin­gen, wo zudem unge­wohn­te gel­be Zel­lu­loid­bäl­le und eini­ge Zuschau­er Sul­gens Stim­mung dämpf­ten.

 

Tisch­ten­nis-Bezirks­li­ga: TSV Dor­met­tin­gen – TTC Sul­gen 8:8. Sul­gen lag nach den Dop­pel­spie­len gleich mit 1:2 im Rück­stand, denn nur Seckinger/Kopp gewan­nen ihr Match mit 3:1 Sät­zen. Auch das ers­te Ein­zel von Wal­de­mar Res­wich gegen Spit­zen­spie­ler Jochen Erler ging glatt mit 0:3 ver­lo­ren. Sul­gens Num­mer 1 Aze­ez Ras­heed und Kapi­tän Dani­el Res­wich schaff­ten dann durch zwei Sie­ge den 3:3‑Zwischenstand. Zwei Fünf-Satz-Nie­der­la­gen von Chris­tof Stai­ger und Chris­ti­an Kopp und zwei Sie­ge von Gui­do Seckin­ger gegen Jens Vötsch (3:0) sowie im Spit­zen­spiel von Aze­ez Ras­heed gegen Jochen Erler (3:1) brach­ten wie­der den Gleich­stand. Doch drei wei­te­re 1:3‑Niederlagen durch Wal­de­mar Res­wich, Chris­tof Stai­ger und Dani­el Res­wich mach­ten kaum mehr Hoff­nung auf etwas Zähl­ba­res. Im hin­te­ren Paar­kreuz behiel­ten Gui­do Seckin­ger und Chris­ti­an Kopp aber die Ner­ven und gewan­nen jeweils sicher mit 3:0. Im fol­gen­den Schluss­dop­pel hat­ten die noch sieg­lo­sen W.Reswich/Staiger etwas gut­zu­ma­chen und spiel­ten end­lich ihre Klas­se aus zum letzt­end­lich ver­dien­ten Unent­schie­den. Vor dem anschlie­ßen­den wei­te­ren Aus­wärts­spiel gegen den Tabel­len­zwei­ten Vöh­rin­gen hat­te man nun nur noch einen Punkt Vor­sprung.

 

TTC Vöh­rin­gen – TTC Sul­gen 3:9. Im zwei­ten Spiel des Abends kam es nun zum rich­tungs­wei­sen­den Duell der bei­den Erst­plat­zier­ten. Sul­gen lag noch einen Punkt vor­ne und konn­te sich kei­ne Nie­der­la­ge leis­ten, wenn man nicht die Tabel­len­spit­ze ver­lie­ren woll­te. Sul­gens Dop­pel 1 Staiger/W.Reswich und Dop­pel 3 Seckinger/Kopp hol­ten eine wich­ti­ge 2:1‑Führung her­aus. Mit den gewohn­ten wei­ßen Plas­tik­bäl­len lief es dann auch in den Ein­zeln bedeu­tend bes­ser als im ers­ten Spiel. Wal­de­mar Res­wich zeig­te nun sei­ne Klas­se und bezwang Vöh­rin­gens Spit­zen­spie­ler Tho­mas Schä­fer mit 3:1 Sät­zen. Aze­ez Ras­heed erhöh­te auf 4:1 durch sei­nen Fünf­satz­sieg gegen Ben­ja­min Ben­dig. Des­sen Bru­der Björn schaff­te dann einen knap­pen Fünf­satz­er­folg gegen Chris­tof Stai­ger, der vor die­sem Tag im mitt­le­ren Paar­kreuz noch unge­schla­gen war. Eben­falls ein Fünf­satz­sieg von Dani­el Res­wich und zwei unge­fähr­de­te Ein­zel­sie­ge durch Gui­do Seckin­ger und Chris­ti­an Kopp am hin­te­ren Paar­kreuz brach­ten eine hohe 7:2‑Führung. Im bes­ten Spiel des Abends begeis­ter­ten Aze­ez Ras­heed und Tho­mas Schä­fer das Publi­kum mit herr­li­chen Ball­wech­seln, wobei Ras­heed mit 14:12 im fünf­ten Satz der am Ende Glück­li­che­re war. Die Nie­der­la­ge von Wal­de­mar Res­wich gegen Ben­ja­min Ben­dig (2:3) tat dann nicht mehr weh, denn Chris­tof Stai­ger erkämpf­te sich mit sei­nem 3:2‑Erfolg gegen Timo Hof­mann den ver­dien­ten Schluss­punkt zum 9:3 der Sul­ge­ner, die nun die Tabel­le wie­der mit drei Punk­ten Vor­sprung anfüh­ren und den kol­lek­ti­ven Black­out vor einer Woche in Hoch­mös­sin­gen ver­ges­sen las­sen kön­nen.

 

TTC Spai­chin­gen – TTC Sul­gen II 8:8. Ersatz­ge­schwächt aber in guter Form und top moti­viert ging es zum Tabel­len­nach­barn in die Primstadt. In den Ein­gangs­dop­peln gewan­nen Bihl/Fleig und Bellgardt/Pasc rela­tiv pro­blem­los ihre Spie­le, wäh­rend Rettenmaier/D.Kopp chan­cen­los waren. Im vor­de­ren Paar­kreuz teil­te man sich die Punk­te. Hei­ko Bihl ließ dabei gegen Spai­chin­gens Spit­zen­mann Paitz in drei Sät­zen nichts anbren­nen. Sul­gens Nr. 1 Dirk Ret­ten­mai­er ver­lor nach 1:0‑Satzführung in den fol­gen­den drei Sät­zen etwas die Kon­zen­tra­ti­on und muss­te sei­nem Geg­ner gra­tu­lie­ren. Sul­gens bären­star­ke Mit­te erhöh­te dar­auf­hin von 3:2 auf 5:2. Peter Bell­gardt hat­te dabei über­haupt kei­ne Mühe und gewann sou­ve­rän. Fran­cis Pasc muss­te dage­gen zwei Match­bäl­le abweh­ren, aber konn­te nach har­tem Kampf noch jubeln. Die Ersatz­spie­ler Gerold Fleig und Dani­el Kopp ver­schlie­fen jeweils den Start, kämpf­ten sich wie­der her­an, aber zum Sieg reich­te es jeweils nicht. Nach­dem im vor­de­ren Paar­kreuz wie­der die Punk­te geteilt wur­den, Ret­ten­mai­er agier­te ver­ge­bens gegen einen cle­ver spie­len­den Paitz und Bihl behielt knapp in fünf Sät­zen sei­ne wei­ße Wes­te an die­sem Tag, spiel­te die Mit­te wie­der gran­di­os auf. Bell­gardt und Pasc ent­nerv­ten ihre Geg­ner, so dass Spai­chin­ger Schlä­ger aus Frust durch die Hal­le flo­gen. Zu die­sem Zeit­punkt lag man doch etwas über­ra­schend 8:5 in Füh­rung. Nun waren wie­der Sul­gens Fleig und Kopp im hin­te­ren Paar­kreuz an der Rei­he. Wie­der ver­lor Sul­gen jeweils die ers­ten bei­den Sät­ze und wie­der kämpf­te man sich ver­ge­bens her­an und muss­te dem Geg­ner zum Sieg gra­tu­lie­ren. Mit einer 8:7‑Führung ging es dann ins Abschluss­dop­pel. Hier hat­ten Bihl/Fleig kei­ne Chan­ce, und es kam fol­ge­rich­tig zum abso­lut gerech­ten 8:8‑Endstand.